Selbstmord eines Sexualtäters in Gefängnis
publiziert: Freitag, 29. Okt 2004 / 19:16 Uhr

Zürich - Ein 47-jähriger Sexualtäter hat in der Nacht auf Donnerstag im Zürcher Untersuchungsgefängnis Selbstmord begangen. Der Mann hatte zwischen 1992 bis 1996 an mindestens fünf Mädchen schwere Sexualdelikte begangen.

Es habe keine Anzeichen für einen Selbstmord-Gedanken gegeben.
Es habe keine Anzeichen für einen Selbstmord-Gedanken gegeben.
Nach jahrelanger intensiver Suche kam die Kantonspolizei Zürich Mitte September zufällig auf seine Spur: Der 47-Jährige wurde nach einem gewaltsamen Streit mit seiner Ehefrau in seiner Wohnung in Zürich verhaftet, wie die Bezirksanwaltschaft Bülach mitteilte.

Der Vergleich seiner DNA mit der DNA-Datenbank habe gezeigt, dass es sich dabei um den Täter dieser Sexualdelikte handeln musste. In den Befragungen habe der Verdächtigte ein umfassendes Geständnis abgelegt: Er gab zu, sich zwischen 1992 und 1996 an fünf Mädchen im Alter von 10 bis 13 Jahren vergangen zu haben.

Er gestand zudem zwei weitere ähnliche Taten, wovon der Polizei aber nur eine bekannt war. Die andere sei offenbar nicht angezeigt worden. Schliesslich gab er an, seit 1996 keine Sexualdelikte mehr begangen zu haben. Ob dies stimmt, wird gemäss Communiqué noch abgeklärt.

Umstände unklar

Unklar sind auch die Gründe und die genauen Umstände seines Suizids im Zürcher Gefängnis, wo er seit seiner Verhaftung in Untersuchungshaft sass. Gemäss dem Amt für Justizvollzug zeigte er in den letzten Tagen weder dem Gefängnispersonal, noch dem Psychiater oder dem Sachbearbeiter der Polizei an, dass er mit dem Gedanken spielte, sich das Leben zu nehmen.

(bert/sda)

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