Senat auf der Kippe
publiziert: Mittwoch, 8. Nov 2006 / 10:12 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 8. Nov 2006 / 20:33 Uhr

Washington - US-Präsident George W. Bush und seine republikanische Partei sind die grossen Verlierer der Kongresswahlen: Die Demokraten eroberten nach zwölf Jahren die Mehrheit im Abgeordnetenhaus zurück und greifen nach dem Senat.

Nancy Pelosi könnte die erste Mehrheitführerin im Repräsentantenhaus werden.
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Bis zum Abend war nicht klar, ob die Demokraten den Republikanern auch im Senat die Mehrheit entreissen würden. Entscheidend sind die zwei ausstehenden Sitzen in Montana und Virginia.

Nach Medienberichten soll der Sitz in Montana ebenfalls an die Demokraten gegangen sein. Damit würden die Demokraten nun über mindestens 50 der 100 Sitze verfügen.

Sollten auch der letzte Sitz an die Demokraten gehen, würden diese auch im Senat die Macht übernehmen - und damit das Debakel für Bush perfekt machen. In Virginia drohte eine Nachzählung der Stimmen, was zu wochenlangen Verzögerungen führen könnte.

Machtverlust für Bush

Rasch entschieden war die Wahl zum Repräsentantenhaus. Bis am Nachmittag waren den Demokraten etwa 30 zusätzliche Sitze sicher. 15 Sitze hätten sie für eine Mehrheit benötigt. Es gelang ihnen, mehrere traditionelle Hochburgen der Republikaner wie etwa in Indiana und Kansas zu knacken.

Mit der Demokratin Nancy Pelosi wird erstmals eine Frau Mehrheitsführerin im Abgeordnetenhaus. Bush gratulierte Pelosi am Telefon und bot ihr die Zusammenarbeit an.

Der Wahlausgang sorgt in den Augen politischer Kommentatoren für einen deutlichen Machtverlust für den Präsidenten. Führende Demokraten forderten umgehend einen Kurswechsel in der Irak-Politik.

Mehr demokratische Gouverneure

Auch die Gouverneurswahlen endeten mit einem Erfolg für die Opposition: Demokratische Kandidaten gewannen in den sechs bisher republikanisch regierten Staaten Arkansas, Colorado, Maryland, Massachusetts, New York und Ohio.

Die Demokraten stellen nun 28 der 50 Gouverneure, womit sie erstmals seit zwölf Jahren wieder in der Mehrzahl der Bundesstaaten regieren. Schmerzhaft für die Demokraten ist allerdings, dass sie die beiden grossen Staaten Kalifornien und Florida nicht zurückgewinnen konnten.

(bert/sda)

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