Senat in Rom stellt sich in Irak-Frage hinter Berlusconi
publiziert: Mittwoch, 19. Feb 2003 / 18:08 Uhr

Rom - Der italienische Senat hat sich in der Irak-Frage hinter Ministerpräsident Silvio Berlusconi gestellt.

Marcella Pera, der Präsident des italienischen Senates.
Marcella Pera, der Präsident des italienischen Senates.
Die Mehrheit der Senatoren verabschiedete einen Antrag der Mitte-Rechts-Regierung, der sich am jüngsten EU-Beschluss orientiert und einen Militärangriff auf Bagdad als letztes Mittel nicht ausschliesst. Zwei Anträge der linken Opposition wurden dagegen abgelehnt.

Berlusconi sagte: Noch ist es Zeit, den Einsatz der Gewalt zu verhindern. Mit Blick auf die grossen Friedensdemonstrationen meinte er, er verstehe die Angst und Sorge der Menschen. Aber Besorgnis ist nicht genug, um die Probleme zu lösen. Er hoffe, dass Bagdad ernsthaft abrüste. Wenn es aber zu einem Krieg kommen sollte, werden die USA nicht alleine stehen.

An einer Friedensdemonstration in Rom hatten am Wochenende weit über eine Million Menschen teilgenommen. Auch die römische Abgeordnetenkammer, in der die Regierung ebenfalls eine klare Mehrheit hat, will über die Irak-Krise abstimmen.

Berlusconi hatte sich kürzlich demonstrativ auf die Seite Washingtons gestellt. Die scharfe Ablehnung eines Krieges durch die übergrosse Mehrheit der Italiener setzt ihn allerdings unter Druck.

(bsk/sda)

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