Senegal punktet auch gegen Dänemark
publiziert: Donnerstag, 6. Jun 2002 / 11:19 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 6. Jun 2002 / 12:40 Uhr

Daegu (Skor) - Senegal bleibt nach dem Auftaktsieg gegen Weltmeister Frankreich auf Achtelfinalkurs. Die überraschenden Afrikaner holten mit einem 1:1 auch gegen Dänemark einen Punkt, nachdem sie schon früh in Rückstand geraten waren.

Grenzenlos war die Freude im westafrikanischen Staat gewesen, als die «Lions de la Téranga» im gleissenden Scheinwerferlicht zum WM-Auftakt die französischen Majestäten vom hohen Sockel stiessen. Die Weltpresse bejubelte den unglaublichen 1:0-Coup vereint, einige der Senegalesen glaubten gar, «jetzt alle schlagen zu können». In der Feierstunde befürchteten aber nicht wenige Experten, der Weg von der uneingeschränkten Euphorie zur Selbstüberschätzung sei ein besonders kurzer. Ganz von der Hand zu weisen war es tatsächlich nicht, dass sich die Senegalesen in der Startphase gegen Dänemark noch nicht zu jenem Engagement und jener Konzentration der magistralen Auftaktspartie gegen Frankreich bereit zeigten. Sie liessen sich durch ein rüdes Foul des Schalker Professionals Ebbe Sand gar früh zu einer Reihe von Ausfälligkeiten aller Art hinreissen. Die Gelassenheit des guten guatemaltekischen Schiedsrichters Batres verhinderte eine frühe Eskalation.

Tomassons Klasse

Dänemark hingegen wurde seinem Ruf, an dieser Endrunde (wieder eimal) über eine sehr kompetitive Equipe zu verfügen, durchaus gerecht -- wenn auch nur in der ersten Hälfte. Die ständig rochierenden Flügel Rommedahl und Grönkjär assistierten den abermals kaum zu kontrollierenden Jon Dahl Tomasson vorzüglich. Tomasson war es auch, der in der 16. Minute von Diao im Strafraum nur regelwidrig gestoppt werden konnte. Den fälligen Penalty verwandelte der künftige Milan-Stürmer problemlos, womit der Rotterdamer UEFA-Cup-Sieger nach zwei Partien nun bereits bei drei Treffern angelangt ist. Die Auswahl von Coach Morten Olsen wird sich in der Analyse aber vorwerfen lassen müssen, die anfänglichen Nachlässigkeiten der Afrikaner nicht konsequenter bestraft zu haben. Es gelang ihr nicht, nach dem Gegentreffer von der unübersehbaren Nervosität der Senegalesen zu profitieren und das Geschehen früh in gewinnbringende Bahnen zu lenken.

Wonach die Nordeuropäer in der feuchten Hitze Daegus mit zunehmender Spieldauer vergeblich strebten, das erreichten die Senegalesen insbesondere im zweiten Teil der gehässigen Begegnung: Sie bestimmten mit variantenreichem Spiel das Geschehen. Wesentlich zur Steigerung trug der eingewechselte Henri Camara bei. Mit einem gekonnten Tackling leitete der frühere Grasshopper vor dem eigenen Tor jenen herrlichen Konter ein, den Salif Diao nach vier (!) Stationen mit dem Aussenrist zum 1:1 abschloss. Diaos zwiespältiger Auftritt

Verdient hatten sich die WM-Debütanten den vierten Punkt zweifellos, denn Chancen für weitere Treffer wären durchaus vorhanden gewesen; die wohl beste davon verpasste Henri Camara solo vor Goalie Sörensen. Wie sich die Schwarzafrikaner vom frühen Fehltritt erholten und sich ihrer unbestrittenen Qualitäten besannen, zeugt von Klasse und Potenzial.

Ein Lob ist auch ihrem Coach, Bruno Metsu, auszusprechen. Der Franzose muss in der Pause vehement auf die Euphorie-Bremse getreten sein. Und seine Massnahme, Souleymane und Henri Camara aufs Feld zu schicken, erwies sich als richtig. Sie führte zu einem Unentschieden, «mit dem wir leben können», wie er es später formulierte.

< Nur bedingt gut leben wird Metsu mit dem Auftritt Salif Diaos, der sich nach 80 Minuten und einer zwiespältigen Leistung vorzeitg verabschieden musste. Erst verschuldete der künftige Liverpooler mit einem Schubser gegen Tomasson den Penalty, dann liess er sich als Schütze des 1:1 feiern, ehe der Heisssporn wegen eines brutalen Tritts gegen das Schienbein von Henriksen zu Recht die Rote Karte.

Dänemark - Senegal 1:1 (1:0)

World Cup Stadium, Daegu/Skor. -- 43 500 Zuschauer. -- SR Batres (Guatemala). -- Tore: 16. Tomasson (Foulpenalty) 1:0. 52. Diao 1:1.

Dänemark: Sörensen; Helveg, Henriksen, Laursen, Heintze; Sand, Gravesen (62. Poulsen), Töfting; Rommedahl (89. Lövenkrands), Tomasson, Grönkjär (50. Jörgensen).

Senegal: Sylva; Coly, Malick Diop, Diatta, Daf; Moussa Ndiaye (46. Henri Camara), Diao, Sarr (46. Souleymane, 83. Beye), Bouba Diop, Fadiga; Diouf.

Bemerkungen: Senegal ohne Captain Cissé (verletzt). 80. Rote Karte gegen Diao (Foul). Verwarnungen: 8. Sand (Foul), 10. Fadiga (Foul), 20. Tomasson (angeblich Hands), 82. Helveg (Foul), 84. Poulsen (Foul).

(ba/sda)

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