Senkung der Roaming-Gebühren angenommen
publiziert: Donnerstag, 7. Jun 2007 / 11:44 Uhr

Luxemburg - Die Senkung der Tarife für Auslandtelefonate (Roaming) in der Europäischen Union ist beschlossen. Der EU-Ministerrat stimmte in Luxemburg der EU-Verordnung zu, wie die Ratspräsidentschaft mitteilte.

Auch die Schweizer werden wohl von der neuen Regelung profitieren.
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Der EU-Ratspräsident und deutsche Wirtschaftsminister Michael Glos sprach von einem guten Tag für die Konsumenten.

Auch die EU-Kommissarin Viviane Reding zeigte sich in einer Mitteilung erfreut. Sie forderte den Rat auf, die Publikation der EU-Roaming-Verordnung nun voranzutreiben.

Für abgehende Gespräche müssen Kunden von Handyanbietern in der Europäischen Union im EU-Ausland künftig maximal 49 Cent pro Minute, für angenommene maximal 24 Cent bezahlen. Dazu kommt die national unterschiedliche Mehrwertsteuer.

EU-Kommission will Druck machen

Nach der für Ende Juni vorgesehenen Publikation haben die Unternehmen einen Monat Zeit, ihre Kundinnen und Kunden zu informieren. Wer sich nicht für ein anderes Angebot entscheidet, wird spätestens im Oktober automatisch von den neuen Tarifen profitieren.

Die EU-Kommission und die nationalen Regulierungsbehörden wollen nun Druck machen, dass bei der Aushandlung der Veträge zwischen den Telekom-Unternehmen die Schweizer Anbieter gleich behandelt werden wie EU-Unternehmen.

Nach dieser Zusicherung äusserte sich Marc Furrer, Präsident der Eidg. Kommunikationskommission (ComCom), vergangenen Freitag optimistisch, dass die neuen EU-Obergrenzen für Handy-Auslandtelefonate auch in der Schweiz gelten werden. Rechtlich untersteht die Schweiz der EU-Verordnung nicht.

(rr/sda)

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