Serie von Anschlägen auf US-Bürger reisst nicht ab
publiziert: Donnerstag, 21. Nov 2002 / 17:50 Uhr

Kuwait-Stadt/Kairo - Die Serie von Anschlägen auf US-Bürger und amerikanische Einrichtungen im arabischen Raum reisst nicht ab. In Kuwait verletzte ein Verkehrspolizist zwei US-Soldaten durch Schüsse schwer. Im Südlibanon wurde eine US-Amerikanerin ermordet.

Nach Angaben eines Sprechers im kuwaitischen US-Stützpunkt Camp Doha eröffnete der kuwaitische Verkehrspolizist 50 Kilometer südlich von Kuwait-Stadt, aus einem Hinterhalt das Feuer auf die vorbei fahrenden Soldaten. Einer wurde im Gesicht getroffen, der andere am Arm. Lebensgefahr bestehe nicht.

Da die Männer Zivilkleidung trugen, sei unklar, ob der Täter wusste, dass es sich um US-Soldaten handelte. Nach Angaben des kuwaitischen Innenministeriums flüchtete der Angreifer nach Saudiarabien. Kuwait bat um Festnahme und Auslieferung.

Im Oktober hatten zwei Terroristen auf der kuwaitischen Insel Failaka einen US-Soldaten erschossen und einen zweiten verletzt. Die beiden kuwaitischen Angreifer, die nach den Erkenntnissen der Ermittler Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida von Osama bin Laden hatten, wurden von US-Soldaten getötet.

In der südlibanesischen Hafenstadt Sidon streckte nach CNN-Berichten ein Unbekannter eine amerikanische Krankenschwester mit drei Kopfschüssen nieder, als die 31-Jährige die Tür öffnete.

Der Hintergrund der Tat war nach Polizeiangaben noch unklar, jedoch wurde ein antiamerikanisches Motiv nicht ausgeschlossen. Erst vergangene Woche waren nördlich der Hauptstadt Beirut drei US-Schnellrestaurants durch Bombenanschläge beschädigt worden.

Bei dem Brandanschlag auf das McDonald´s-Restaurant im saudischen Charadsch schoss der Täter nach Behördenangaben vor seiner Flucht auf einen Angestellten. Die Stadt, die etwa 50 Kilometer von dem US-Luftwaffenstützpunkt Prinz Sultan entfernt ist, wird von vielen Amerikanern bewohnt.

(fest/sda)

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