Serienmörder in Kanada droht lebenslange Haft
publiziert: Montag, 10. Dez 2007 / 21:06 Uhr

New Westminster - In einem ersten Prozess gegen einen mutmasslichen Serienmörder haben die Geschworenen den Angeklagten für schuldig befunden, sechs Frauen getötet zu haben. Damit droht dem Schweinezüchter Robert Pickton lebenslange Haft.

Pickton gilt als schlimmster Serienmörder in der Geschichte Kanadas.
Pickton gilt als schlimmster Serienmörder in der Geschichte Kanadas.
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Nach gut einwöchiger Beratung fällten die Geschworenen in New Westminster ihr Urteil. Darin erklärten sie den 57-Jährigender Tötung der sechs Frauen für schuldig, sahen aber keinen «Vorsatz» bei dem Täter.

Nach kanadischem Recht kann ein lebenslang verurteilter Täter nach etwa zwölf Jahren Haft vorzeitig entlassen werden, wenn im Urteil nicht ausdrücklich ein «Vorsatz» vermerkt ist.

Insgesamt soll Pickton 26 Frauen getötet und teilweise an seine Schweine verfüttert haben. Die 20 verbliebenen Fälle werden in einem zweiten Prozess geklärt. Pickton selbst bezeichnet sich als unschuldig.

Pickton war 2002 festgenommen worden und gilt als schlimmster Serienmörder in der Geschichte Kanadas. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gestand Pickton im Jahr 2002 sogar Morde an 49 Menschen. Demnach sagte er zu dem Ermittler, er habe gehofft, einen 50. Mord begehen zu können, um eine «runde Zahl» zu bekommen.

Alle seine mutmasslichen Opfer stehen auf einer Vermisstenliste der Polizei mit etwa 60 Frauen, die zwischen 1978 und 2002 aus dem Prostituiertenviertel von Vancouver verschwunden waren. Der neue Prozess gegen Pickton, dessen Farm etwa 15 Kilometer von Vancouver entfernt liegt, soll am 17. Januar beginnen.

(smw/sda)

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