Serientäter mordet in Ipswich
publiziert: Freitag, 15. Dez 2006 / 13:54 Uhr / aktualisiert: Freitag, 15. Dez 2006 / 22:36 Uhr

Ipswich - Die britische Polizei hat erstmals bestätigt, dass die seit Anfang Dezember in der Kleinstadt Ipswich ermordeten Frauen Opfer eines Serientäters geworden sind. Sie hat mehrere potenzielle Tatverdächtige im Visier.

Die Polizei arbeite mit hunderten Beamten auf Hochtouren an der Aufklärung der Verbrechen.
Die Polizei arbeite mit hunderten Beamten auf Hochtouren an der Aufklärung der Verbrechen.
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Es gebe «eine Reihe von Verdächtigen», sagte Chefermittler Stewart Gull an einer Pressekonferenz.

Die mehr als 300 Ermittler würden «gute Fortschritte» machen, sagte er, ohne Einzelheiten zu nennen. Allerdings sei noch keiner der Tatverdächtigen gefasst oder vernommen worden.

Klare Verbindungen

Zwischen den fünf Leichenfunden gebe es zudem eine klare Verbindung, sagte Gull. Die fünf 19- bis 29-jährigen Frauen hätten sich untereinander gekannt. Alle seien drogenabhängig gewesen.

Ihre Leichen seien zwischen dem 2. und dem 12. Dezember alle nackt in der freien Natur gefunden worden. Beim fünften Opfer handelt es sich nach seinen Angaben wie bereits vermutet tatsächlich um eine vermisste 29-jährige Prostituierte.

Aufruf zur Wachsamkeit

In einer Botschaft an die Bevölkerung der Stadt Ipswich sagte Gull: «Bitte verfallen Sie nicht in Panik.» Die Polizei arbeite mit hunderten Beamten auf Hochtouren an der Aufklärung der Verbrechen.

Zuvor hatte die Polizei erneut zur Wachsamkeit aufgerufen, damit der Serienmörder nicht ein weiteres Mal zuschlagen kann. Sie forderte die Prostituierten in der englischen Küstenstadt nordöstlich von London auf, ihrer Arbeit vorerst nicht nachzugehen.

Unterstützung für Prostituierte

Die britischen Behörden bieten den Prostituierten nun Unterstützung an: Damit sie nicht auf den Strich gehen, erhalten sie Lebensmittelgutscheine, Guthaben für Mobiltelefone und die Ersatzdroge Methadon. Sie werden ausserdem beraten, wie sie Sozialhilfe und Wohngeld beantragen können.

Viele der Frauen gingen aber weiterhin auf den Strich, um ihre Drogensucht finanzieren zu können. «Ich werde ohnehin in zehn Jahren tot sein», sagte eine 25-jährige Prostituierte der Zeitung «Daily Mail». «Ob es durch Drogen oder die Hand eines Verrückten passiert, macht keinen grossen Unterschied. Wenn es passiert, passiert es.»

(bert/sda)

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