Seuchengefahr in den Erdbebengebieten wächst
publiziert: Freitag, 31. Dez 2004 / 12:31 Uhr / aktualisiert: Freitag, 31. Dez 2004 / 15:24 Uhr

Neu Delhi/Jakarta - Die verheerende Flutwelle in Südasien hat allein in Indonesien und Sri Lanka vermutlich 130 000 Menschen das Leben gekostet. Damit stieg die Gesamtzahl der Todesopfer auf über 140 000.

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Die indonesische Regierung befürchtet inzwischen 100 000 Tote. In Sri Lanka bestätigte das Büro der Präsidentin 28 475 Tote, 4872 Menschen wurden noch vermisst. Die beiden Länder sind am schwersten von der Katastrophe betroffen.

Helfer rechneten in Sri Lanka kaum noch damit, Überlebende zu finden. Fast zwei Drittel der Küste der Ferieninsel war von den verheerenden Flutwellen getroffen worden. Am Freitag war nationaler Trauertag. Helfer und Einheimische arbeiteten fieberhaft daran, die Leichen zu begraben oder zu verbrennen.

3500 Schweden vermisst

Schweden ist das am stärksten von der Katastrophe betroffene europäische Land: Das Aussenministerium bezifferte die Zahl ihrer vermissten Bürgerinnen und Bürger auf 3500. Damit hat sie die offizielle Zahl gegenüber bisherigen Angaben mehr als verdoppelt.

Die Gefahr von Epidemien wächst von Stunde zu Stunde. Mit Beginn der Regenzeit erwarten Experten in der kommenden Woche den Ausbruch von Seuchen wie Cholera in den Krisengebieten Sri Lankas. Durch die Flut wurden die Häuser und Toiletten zerstört, und nun verteilt der Regen die Exkremente der Menschen, sagte Kamal de Silva, Mitarbeiter des Innenministeriums Sri Lankas, in Colombo.

Zu wenig sauberes Trinkwasser

Die Menschen sind geschwächt, weil es nicht genügend sauberes Trinkwasser und Nahrungsmittel gibt, sagte de Silva. So müsse manche Familie in den Katastrophengebieten pro Tag mit rund eineinhalb Litern Wasser auskommen.

Das Lebensnotwendige sei so knapp geworden, dass die Regierung und die Hilfsorganisationen die Menschen nicht mehr jeden Tag ausreichend versorgen könnten. In dieser Situation sind die Menschen für Seuchen besonders anfällig, so de Silva.

Die Asiatische Entwicklungsbank (ADB) stellte Indonesien, Sri Lanka und den Malediven 325 Mio. Dollar Soforthilfe zur Verfügung.

(fest/sda)

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