Sex-Zensur - Apple löscht 5000 Apps
publiziert: Montag, 22. Feb 2010 / 12:58 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Feb 2010 / 15:42 Uhr

Cupertino - Der US-Computerriese Apple hat in seinem App Store ein strengeres Regelwerk eingeführt, das seine Kunden eigenen Angaben nach vor «offenkundig anstössigen sexuellen Inhalten» schützen soll.

Entwickler kritisieren unklare Regeln bei anstössigen Inhalten.
Entwickler kritisieren unklare Regeln bei anstössigen Inhalten.
4 Meldungen im Zusammenhang
Dem iPhone-Entwickler-Blog ChilliFresh zufolge sind aufgrund der neuen Vorschriften in den vergangenen Tagen bereits insgesamt rund 5000 Applikationen aus dem App Store entfernt worden. In den Reihen der App-Entwickler sorgt diese Massnahme für Unmut, zumal nicht ganz klar zu sein scheint, was das Unternehmen aus Cupertino als sexuell anstössig definiert und was nicht.

«Wenn bestimmte Applikationen unserer Ansicht nach unangemessenes Material beinhalten, entfernen wir sie und weisen ihre Entwickler darauf hin, dass verschiedene Änderungen notwendig sind, um über Apple vertrieben zu werden», rechtfertigt der Computerkonzern seine aktuelle Säuberungsaktion.

Beschwerden von Usern

Hintergrund für die strikte Sex-Zensur sei aber auch eine Reihe von Beschwerden von Usern und Entwicklern. «Wann immer wir von unseren Kunden Klagen über unzulässigen Content zu hören bekommen, prüfen wir das», zitiert das US-Branchenportal InformationWeek einen Apple-Sprecher.

Für die Produzenten der mittlerweile ungemein beliebten Apps scheint es bislang aber keine Klarheit zu geben, was die genauen Richtlinien bezüglich anstössiger Inhalte betrifft. Der Entwickler der bekannten App «Wobble» hat deshalb direkt bei Apple nachgefragt und die Antworten online veröffentlicht.

Demnach sollen nicht nur eindeutig sexuell anrüchige Programme unzulässig sein, sondern auch solche, in denen lediglich ein wenig nackte Haut zu sehen ist wie etwa bei Bikini-Models. Sogar die Darstellung von Silhouetten eines nackten Körpers werde nicht geduldet, stellt der «Wobble»-Macher zynisch fest.

Strategie für iPad-Start

Dass Apple gerade jetzt mit seiner Sex-Zensur im App Store hart durchgreift, ist für die meisten Brancheninsider keine allzu grosse Überraschung. So gehen viele Experten davon aus, dass das US-Unternehmen den Zeitpunkt bewusst gewählt hat, um seinen digitalen App-Umschlagplatz rechtzeitig vor dem Marktstart des iPad einer grossangelegten Säuberung zu unterziehen.

Diese Strategie würde auch Sinn ergeben, da man mit dem Tablet-Gerät vor allem auf eine sehr breite Käuferschicht - insbesondere auch Familien und Schulen - abzielt.

(tri/pte)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Intuitive User Interfaces: Das System sagt das User-Verhalten voraus, um richtige Icons anzubieten.
eGadgets Netanja - Das Start-up Intuitive User ... mehr lesen
Düsseldorf/Barcelona - Die ... mehr lesen
Die Handybranche sucht noch immer nach Antworten auf den iPhone-Schock.
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Die Anzahl der betroffenen Geräte ist enorm.
Die Anzahl der betroffenen Geräte ist enorm.
WLAN-Patente verletzt  Das renommierte California Institute of Technology (Caltech) wirft dem Technologieriesen Apple vor, WLAN-Patente verletzt zu haben. In einer Klage, in der auch der Chip-Hersteller Broadcom beschuldigt wird, soll der Streit nun vor Gericht ausgefochten werden. mehr lesen 
Apple verdiente weltweit am meisten  Wien - Im vergangenen Jahr haben die grössten europäischen und US-Konzerne weniger verdient. ... mehr lesen  
Apple verdiente im letzten Jahr 65,6 Mrd. Dollar. (Symbolbild)
Der Erfolg von Uber lässt Apple nicht kalt. (Symbolbild)
Wird das ein Erfolg?  San Francisco - Apple steigt mit einer Milliarde Dollar beim chinesischen Uber-Rivalen Didi Chuxing ein. Von diesem Schritt erhoffe sich das Unternehmen, mehr über den ... mehr lesen  
Facebook-Tochter vereinfacht Nutzung am Computer  Bern - Facebook macht es einfacher, seinen Kurzmitteilungsdienst WhatsApp auch auf Windows-Computern und Macs zu nutzen. Seit Mittwoch kann man Apps ... mehr lesen  
WhatsApp hat für viele Nutzer auf dem Smartphone die SMS komplett verdrängt. (Symbolbild)
.
eGadgets news.ch geht in Klausur Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in ... 21
Domain Namen registrieren
Domain Name Registration
Zur Domain Registration erhalten Sie: Weiterleitung auf bestehende Website, E-Mail Weiterleitung, Online Administration, freundlichen Support per Telefon oder E-Mail ...
Domainsuche starten:


 
Stellenmarkt.ch
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/top5.aspx?ID=0&col=COL_3_1
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Di Mi
Zürich 3°C 7°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Basel 3°C 9°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
St. Gallen 1°C 5°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Bern 2°C 6°C Schneeregenschauerleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Luzern 3°C 7°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich sonnig
Genf 4°C 8°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Lugano 9°C 14°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten
 
 
Der Remoteserver hat einen Fehler zurückgegeben: (500) Interner Serverfehler.
Source: http://www.news.ch/ajax/seminar.aspx?ID=848&lang=de