Gmür fordert Demission
Sex mit Unterstellten - Pfarrer soll zurücktreten
publiziert: Freitag, 1. Apr 2011 / 10:38 Uhr
Der Bischof des Bistums Basel, Felix Gmür.
Der Bischof des Bistums Basel, Felix Gmür.

Solothurn - Der Bischof des Bistums Basel, Felix Gmür, hat den Pfarrer der katholischen Kirche von Kappel SO bei Olten zum Rücktritt aufgefordert. Der Grund: Der Pfarrer hatte ein sexuelles Verhältnis zu einer ihm unterstellten Pfarreimitarbeiterin.

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Der Pfarrer hat bis zum 14. April Zeit, seine Demission einzureichen, wie das bischöfliche Ordinariat am Freitag in Solothurn mitteilte. Andernfalls will Bischof Gmür ein Amtsenthebungsververfahren durchführen.

«Schwerwiegende Gründe» hätten den Bischof zu dieser Aufforderung veranlasst, heisst es in der Medienmitteilung. Der Pfarrer habe ein sexuelles Verhältnis zu einer ihm unterstellten Pfarreimitarbeiterin unterhalten.

Bistum: «Position ausgenutzt»

Damit habe er seine Position als Vorgesetzter und Seelsorger ausgenutzt und die Zölibatsregel verletzt. Ausserdem habe er bei seiner Wahl und Ernennung zum Pfarrer von Kappel das intime Verhältnis zu seiner Mitarbeiterin verschwiegen.

Der aus Nigeria stammende Pfarrer hatte diese Woche im «Blick» ausführlich über seine frühere Beziehung zur Mitarbeiterin berichtet. Der 32-Jährige liess sich für die Zeitung auch fotografieren. Er nahm sich bis zum 14. April auf eigenen Wunsch eine Auszeit.

Bischof Gmür forderte den Pfarrer in einem persönlichen Gespräch zur Demission auf. Bereits in einer Aussprache am 22. Februar sei dem Pfarrer von Vertretern des Bischofs den Rücktritt nahe gelegt worden.

Dem Bischof sei bewusst, dass die Gläubigen der Pfarrei Kappel eine schwierige Zeit erlebten, heisst es in der Medienmitteilung weiter.

(bert/sda)

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