Sexleben verläuft häufig desaströs
publiziert: Montag, 18. Apr 2011 / 16:44 Uhr
Grosses Verlangen, aber auch Erfüllung?
Grosses Verlangen, aber auch Erfüllung?

Wien/Linz - Die sexuelle Identität beeinflusst den Erfolg oder den Misserfolg im gesamten Leben. «Doch immer häufiger verläuft das Sexleben desaströs», meint der Sexualmediziner und Buchautor Georg Pfau.

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Das sei der Grund dafür gewesen, das Buch «Männer - Die ganze Wahrheit» zu schreiben, das soeben im Goldegg Verlag erschienen ist. Damit will Pfau mit Mythen und Märchen rund ums Sexleben des Mannes aufräumen.

«Die christliche Kultur hat unser sexuelles Verhalten massgeblich beeinflusst und dabei nichts Gutes hinterlassen. Sie hat Sex als etwas Schlechtes, als etwas Unmoralisches hingestellt - und das obwohl wir als Menschen sexuelle Wesen sind», kritisiert Pfau. «Wir wurden dazu angehalten, dass Sexualität im Verborgenen stattfinden muss.» Im christlichen Kulturkreis sei selbst der Austausch von Zärtlichkeiten in der Öffentlichkeit verpönt.

Ewige Lügen der Pornoindustrie

«Dadurch dass Sexualität so stark tabuisiert wird, wird es auf ein Stockerl gehoben, das nicht der Realität entspricht», kritisiert Pfau. Das sei die grosse Chance der Pornoindustrie. «Mittlerweile ist das Internet mit seiner 24-Stunden-Verfügbarkeit der Platz, an dem auch die geheimsten Wünsche anonym erfüllt werden. Dazu braucht Mann sich gar nicht erst die Mühe anzutun, sich zu artikulieren.»

«Eine emotional-intakte Zweierbeziehung gehört für die Vielzahl der Menschen zum Lebensglück dazu», betont der Mediziner. «Im Buch gehen wir den geheimsten Wünschen und Fantasien der Männer nach», erklärt Pfau, der seit Jahren eine sexualtherapeutische Praxis führt. «Anhand von Fallbeispielen werden Themenbereiche berührt, die kaum je behandelt werden, aber für das Funktionieren einer intakten Beziehung notwendig sind.»

Fehlvorstellungen gesunder Sexualität

«Für das Liebesglück ist nichts so wichtig wie eine Beziehung und erfüllte Sexualität. Frauen sollten deshalb ein grosses Interesse daran haben, dass in sich gefestigte Männer herangezogen werden, denn nur sie bieten die Chance auf funktionierende Beziehungen», schreibt der Experte. Doch die Mängelliste ist lang und reiche von fehlender sexueller Identität durch fehlgeleitete Erziehung bis hin zu Testosteronmangel und nie ausgesprochenen Wünschen beim Sex.

«Ich habe im Buch bewusst Beispiele aus der Praxis genommen, um die Störungen im Liebesleben punktgenau zu erörtern», meint Pfau. «Trotz der sexuellen Revolution in den 70er-Jahren halten sich Irrtümer und Mythen hartnäckig und die Liste der Tabus ist immer noch viel zu lang.» Mit dem Buch versucht der Autor in klarer Sprache ein genaues Bild zu zeichnen, das allgemein verständlich ist und somit mit Vorurteilen aufräumt.

(fest/pte)

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