Volksinitiative lanciert
Sexualkunde für Kinder im Visier
publiziert: Dienstag, 17. Apr 2012 / 10:55 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 17. Apr 2012 / 12:02 Uhr
Seit Dienstag sammelt ein Komitee Unterschriften für ein Verbot von Sexualkunde vor dem neunten Lebensjahr. (Symbolbild)
Seit Dienstag sammelt ein Komitee Unterschriften für ein Verbot von Sexualkunde vor dem neunten Lebensjahr. (Symbolbild)

Bern - Keine Sexualkunde vor dem Alter von neun Jahren: Dies ist die zentrale Forderung einer eidgenössischen Volksinitiative, für die ein Komitee seit Dienstag Unterschriften sammelt. Gemäss dem Bundesblatt vom Dienstag hat das Komitee bis am 17. Oktober 2014 Zeit, die nötigen 100'000 Unterschriften zusammenzubringen.

6 Meldungen im Zusammenhang
Urheber der Initiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» sind Basler Eltern, die sich in einem «Elternkomitee» organisiert haben. Diese nahmen Anstoss am so genannten Sex-Koffer, der Basler Lehrkräften für die Sexualkunde zur Verfügung gestellt worden war. Der Koffer enthält unter anderem Abbildungen von Geschlechtsteilen.

Von rechtsbürgerlichen Politikern unterstützt

Für die Volksinitiative fand das Komitee Unterstützung von Politikern aus den Reihen der SVP, CVP und FDP. Gemäss den Angaben aus dem Bundesblatt gehören dem Initiativkomitee unter anderem die SVP-Nationalräte Toni Bortoluzzi (ZH), Sylvia Flückiger-Bäni (AG), Oskar Freysinger (VS) und Sebastian Frehner (BS) an.

Von der CVP gehören die Nationalräte Jakob Büchler (SG) und Yannick Buttet (VS) zum Initiativkomitee sowie der frühere Luzerner Nationalrat Pius Segmüller. Und aus den Reihen der FDP sind es die Ex-Bundesparlamentarier Edi Engelberger (NW) und Suzette Sandoz (VD).

Obligatorischer Unterricht erst ab zwölf

Gemäss dem von der Bundeskanzlei unter formalen Gesichtspunkten vorgeprüften Initiativtext soll Sexualkunde erst ab der dritten Klasse auf freiwilliger Basis möglich sein. Vom Kindergarten bis zur dritten Klasse soll sich der Aufklärungsunterricht auf die Prävention von Kindsmissbrauch konzentrieren. Diese Prävention soll aber keine Sexualkunde beinhalten.

Obligatorischer Unterricht zur Vermittlung von Wissen über die menschliche Fortpflanzung und Entwicklung kann von Biologielehrerinnen und -lehrern an Kinder und Jugendliche ab dem vollendeten zwölften Altersjahr erteilt werden. Die Kinder sollen nicht gezwungen werden können, weitergehendem Sexualkundeunterricht zu folgen.

Nach Ansicht der Initianten ist Sexualkunde im jungen Kindesalter fehl am Platz. Mit der Basler «Sex-Box» etwa würden schon Kindergärtler mit «perversem und pornografischem Material» konfrontiert, kritisierte das «Elternkomitee».

(knob/sda)

Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Zürich - Sexualthemen fordern die ... mehr lesen
Nachhilfe für Lehrer.
Kinder sollen schon früh sensibilisiert werden und Homosexuelle akzeptieren. (Symbolbild)
Bern - Sexualkunde an Schulen soll obligatorisch sein. Das fordern die Fachgruppen Homosexualität von Schweizer Parteien. Wichtig sei neben den herkömmlichen Aspekten auch die ... mehr lesen
St. Gallen - Der St. Galler ... mehr lesen
Jakob Büchler ist nicht mehr Co-Präsident des Komitees.
Nicht im Sinne der Initiative.
Basel - Benjamin Spühler, Mitglied des Initiativkomitees der Initiative gegen zu frühe Sexualkunde, ist aus dem Komitee zurückgetreten. Grund sind laut diesem Vorwürfe aufgrund einer ... mehr lesen
Bern - Kein Sexualunterricht vor dem ... mehr lesen 3
Initianten wollen Unterschriften sammeln gegen Sexualkunde.
Weitere Artikel im Zusammenhang
Politiker sowie Lehrer haben eine Petition «gegen die Sexualisierung der Volksschule» gestartet.
Bern - Politiker aus EVP, EDU und SVP sowie Lehrer haben am Freitag eine Petition «gegen die Sexualisierung der Volksschule» gestartet. Ein Obligatorium für Sexualkunde an der ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit dabei auch EDU-Präsident Hans Moser.
Reaktionäre Kräfte schliessen sich für das Referendum zusammen, mit ...
Reaktionär  Bern - Gegen die geplante Stiefkindadoption für Homosexuelle regt sich Widerstand. Sollte das Parlament das neue Adoptionsrecht in der vorliegenden Form verabschieden, will ein überparteiliches Komitee aus den Reihen der SVP, CVP und EDU das Referendum ergreifen. mehr lesen 3
Unternehmenssteuerreform  Bern - Zu Beginn der Sommersession am Montagnachmittag beugt sich der Ständerat zum zweiten Mal über die Unternehmenssteuerreform III. Von einer Einigung sind die Räte ... mehr lesen
Ständerat und kleine Kammer kommen zu keinem gemeinsamen Nenner.
Der Bundesrat müsse dafür sorgen, dass sich der Tunnel bezahlt mache.
Gotthard 2016  Altdorf - Die Alpen-Initiative fordert den Bundesrat auf, mit der Verlagerung der Gütertransporte von der ... mehr lesen  
Zustimmung bröckelt  Bern - Bei der Pro-Service-public-Initiative, die von Bundesrat und allen Parteien im Parlament bekämpft wird, zeichnet sich ein offenes Rennen ab. Laut der zweiten SRG-Trendumfrage ist die Zustimmung allerdings gesunken. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • melabela aus littau 1
    es geht nicht nur um homosexuelle ich bin eine frau und verheiratet mit einem mann. leider betrifft es ... So, 14.08.16 13:18
  • Pacino aus Brittnau 731
    Kirchliche Kreise . . . . . . hatten schon immer ein "spezielles" Verhältnis zu ... Do, 09.06.16 08:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • Pacino aus Brittnau 731
    Demokratie quo vadis? Wenn die Demokratie den Stacheldraht in Osteuropa-, einen Wahlsieg von ... Mo, 06.06.16 07:55
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Es... muss darum gehen, die Kompetenz der Kleinbauern zu stärken. Das sorgt ... Do, 02.06.16 13:07
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Kindeswohl egal! Es geht doch vor allem um die eigenen Kinder der Betroffenen. Die ... Do, 02.06.16 08:10
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Verlust der Solidarität: Verlust der Demokratie! Vollständig und widerspruchsfrei beantworten lässt sich das wohl nicht. ... Mi, 01.06.16 00:18
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Unterstützung "Deshalb sind für die Sozialhilfe 267 Millionen Franken mehr und für ... Di, 31.05.16 10:38
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 12°C 12°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Basel 10°C 13°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass bedeckt, wenig Regen
St. Gallen 10°C 9°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Bern 9°C 12°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass bedeckt, wenig Regen
Luzern 12°C 11°C trüb und nassleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass wolkig, aber kaum Regen
Genf 9°C 13°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt, Regen bedeckt, wenig Regen
Lugano 15°C 16°C wechselnd bewölkt, Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten