Ständeratskommission lehnt Initiative ab
Sexualkundeunterricht nicht einschränken
publiziert: Freitag, 1. Mai 2015 / 09:44 Uhr
Sexualkundeunterricht stelle einen Schutz vor sexuellen Übergriffen dar.
Sexualkundeunterricht stelle einen Schutz vor sexuellen Übergriffen dar.

Bern - Die Bildungskommission des Ständerats lehnt die Initiative zum Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule ohne Gegenstimme ab. Ausschlaggebend bei dem Entscheid war die problematische Umsetzung und die Autonomie der Kantone im Bildungsbereich.

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Ausserdem stellt Sexualkundeunterricht, der an den Volksschulen erteilt wird, nach Ansicht der Kommission einen wirksamen Schutz vor sexuellen Übergriffen, Teenagerschwangerschaften und sexuellen Krankheiten dar, wie es in einer Mitteilung der Parlamentsdienste vom Freitag heisst.

Der Nationalrat hatte die Initiative im März mit grosser Mehrheit zur Ablehnung empfohlen. Diese verlangt, dass Sexualkunde in der Schule erst ab dem neunten Altersjahr unterrichtet werden darf. Unterricht zur Prävention von Kindsmissbrauch wäre aber schon ab dem Kindergarten möglich. Danach soll der Sexualkundeunterricht bis zum vollendeten zwölften Altersjahr freiwillig sein.

Auslöser für die von rechtskonservativen Kreisen lancierten Initiative war der sogenannte «Sex-Koffer», der in baselstädtischen Schulen zum Einsatz gekommen war. Er enthielt Material für den Sexualkundeunterricht, was eine erregte Debatte über das Thema auslöste.

(bg/sda)

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Zurück zur Hexenverbrennung!
Zurück in die Vorrevolutionszeit, als die Bauern hungern mussten, weil ihnen die Kirche samt Adel alles wegnahmen. Als ein österreichisches Fräulein als "Königin der Franzosen" ausrufen konnte,"wenn ihr kein Brot habt, dann esst doch Kuchen!" Zurück in die Zeit der Reisläufer, als Schweizer in fremden Diensten gegen Schweizer kämpfen mussten, um zu überleben.
Wie wissen genau wo die Blocheramee hin will: Ins Mittelalter, deswegen ist ihm doch auch Marignano lieber als die moderne Schweiz von 1848, die ihm den Laufpass gab!.
sex sex sex
hört doch mal auf mit diesem.........sex, unterricht, vorführungen, später sexbomben, was soll das alles, besteht in der neuen Gesellschaft der Schweiz nur noch B l ö d s i n n. wenn man Kinder hat sind die Eltern verantwortlich, die Schule für Education, das Goverment für die Bürger. Leider hat sich alles zum schlimmsten verändert, Eltern, Schule und Goverment. Nun machen die neuen Schweizer, neue Gesetze, Neue Aenderungen, und sogar die Eidgenössiche Konstitution hat sich verändert, auf dem Bundeshaus sollte nicht mehr die Helvetia stehen, sondern ein Goldbarren. Helvetia dreht sich wahrscheinlich total kaputt umher in ihrem Grab, zu sehen, was aus unserem Land geworden ist.. Eine grosse goldene Sexbombe, neue Bundeshaus Statue. Ich bin sehr traurig darüber, alle unsere eigenen Werke, wie Textil, Schoggi, Käse, no more. Godbye Hellvetia, hello SEX
Initiative christlicher Fanatiker
Aus "rechtskonservativen Kreisen" sei die Initiative gegen den Sexualkundeunterricht lanciert worden, heisst es im Artikel. Rechtskonservativ? Das gilt es zu präzisieren. Es sind vor allem evangelikale Kreise, welche mit dieser Initiative ihr rückständiges Weltbild durchzusetzen versuchen.

Einer davon ist SVP-Politiker Daniel Regli. In einem Artikel in der "Schweizerzeit" zog der fromme Historiker über die angeblich durch und durch versaute 68er-Generation her und zeichnete ein apokalyptisches Bild unserer zutiefst verdorbenen Gesellschaft.* Interviewen lässt er sich auf Livenet, dem Schweizer Online-Portal der Freikirchen.**

Daniel Regli schreibt auch Bücher. "Befreiung aus dem Homo-Gefängnis" heisst eines. Ein anderes heisst "Kirche und Schwert". Reglis Botschaft wird im einschlägigen Onlineshop wie folgt zusammengefasst:

"Jahrhunderte prägten unsere Kirchen die abendländische Kultur. Wo also haben die Christen ihre Kraft verloren, dass sie kaum mehr Einfluss nehmen auf Gesellschaft und Politik? Welche Lehren und welche Entwicklungen haben die Kirchenfamilien geschwächt? Warum überlassen sie die Macht im Staate getrost den «Heiden»? Wer hindert sie daran, in der Öffentlichkeit erneut kraftvoll aufzutreten? Die Bibel lehrt keine ohnmächtige, apolitische Jesusnachfolge. Ganz im Gegenteil. Radikaler Einsatz des geistlichen Schwertes wird Frauen und Männer befähigen, zunehmend Einfluss auf das staatliche Schwert zu gewinnen. Wie hell oder dunkel die Zukunft der europäischen Nationen sein wird, hängt vom beherzten Einsatz von Christen ab, die sich an die Macht wagen. "

Noch deutlicher kann die Drohung kaum sein, nicht? Ich hoffe, wenigstens der Bildungskommission des Ständerats ist bewusst, welche Geisterschwert schwingenden Kreuzritter hinter dieser Initiative stecken, auch wenn diese wichtige Information im Artikel leider fehlt.

* http://www.schweizerzeit.ch/cms/index.php?page=/news/die_toten_des_sex...

** http://www.livenet.ch/magazin/kultur/buecher/126737-daniel_regli_die_6...
.
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