Sgrena von US-Soldaten angeschossen
publiziert: Freitag, 4. Mrz 2005 / 22:30 Uhr

Rom - Unmittelbar nach ihrer Freilassung aus der Gewalt von Entführern im Irak ist die italienische Journalistin Giuliana Sgrena am Abend von US-Soldaten in Bagdad beschossen und verletzt worden.

Das US-Verteidigungsministerium bestätigte in Washington den Beschuss des Konvois.
Das US-Verteidigungsministerium bestätigte in Washington den Beschuss des Konvois.
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Sgrena sei beim Beschuss ihres Konvois verletzt und ein italienischer Geheimdienstmitarbeiter, der bei den Verhandlungen zur Freilassung Sgrenas geholfen habe, getötet worden, sagte der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi und bestätigte damit Angaben der Zeitung "Il Manifesto".

Sgrena wurde demnach an der Schulter verletzt und in ein US-Militärspital eingeliefert. Der Konvoi sollte die italienische Journalistin nach ihrer Befreiung aus der Gewalt ihrer Entführer zum Bagdader Flughafen bringen.

Kontrollposten

Nach Angaben von "Il Manifesto" ereignete sich der dramatische Zwischenfall an einem Kontrollposten der multinationalen Streitkräfte im Irak. Demnach wurde bei dem Beschuss des Konvois der Leiter der italienischen Spezialkräfte im Irak, Nicola Calipari, getötet.

Berlusconi sagte, nach dem Zwischenfall habe seine Regierung den US-Botschafter in Rom ins Aussenministerium gerufen. Die Freude habe sich in Trauer verwandelt, sagte er im Fernsehen. Jetzt würden die Verantwortlichen gesucht.

Das US-Verteidigungsministerium bestätigte in Washington den Beschuss des Konvois.

Gedämpfte Freude

Die Berichte über den dramatischen Zwischenfall dämpften in Italien die Freude über die Freilassung der 56-Jährigen. Die "Zeit" hatte zuvor in Hamburg "mit grosser Freude" auf die Nachricht von der Freilassung Sgrenas reagiert. Auch das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheite (EDA) in Bern erklärte sich erfreut über die Freilassung.

(bert/sda)

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