Sicherheitsrat verurteilt Aufständische in Kongo
publiziert: Dienstag, 8. Jun 2004 / 18:09 Uhr

New York/Kinshasa - Der UNO-Sicherheitsrat hat die Besetzung der Stadt Bukavu im Osten der Demokratischen Republik Kongo durch abtrünnige Soldaten scharf verurteilt. Das Gremium warf den Rebellen Menschrenrechtsverletzungen und Gräueltaten vor.

Die Aufständischen stellten eine Gefahr für den Friedensprozess dar.
Die Aufständischen stellten eine Gefahr für den Friedensprozess dar.
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Die Aufständischen stellten eine ernsthafte Gefahr für den Friedensprozess dar und müssten ihre Aktionen unverzüglich einstellen, heisst es in der in New York verabschiedeten Erklärung.

Der UNO-Sicherheitsrat kritisierte namentlich die Kommandanten Laurent Nkunda und Jules Mutebusi, die der früheren Rebellengruppe Kongolesische Sammlungsbewegung für Demokratie (RCD) angehörten und sich nun an die Spitze der Aufständischen gestellt haben.

Die vom Nachbarland Ruanda unterstützten RCD-Kämpfer wurden nach einem Friedensabkommen vom vergangenen Jahr formal in die Regierungsarmee eingegliedert. Am 2. Juni besetzten sie trotz der dort stationierten UNO-Friedensmission MONUC Bukavu.

Bei den Kämpfen und gewaltsamen Protesten gegen die Blauhelmsoldaten, denen die Demonstranten Untätigkeit vorwarfen, wurden rund hundert Menschen getötet.

Während Nkunda seine Anhänger nach eigenen Angaben weitgehend aus Bukavu abgezogen hatte, waren Mutebusis Truppen noch im Stadtzentrum zu sehen. Dennoch beruhigte sich die Lage. Nach Angaben eines Korrspondenten der Nachrichtenagentur afp trauten sich die Menschen wieder auf die Strassen.

In Brüssel dementierte unterdessen ein EU-Vertreter Äusserungen des belgischen Aussenministers Louis Michel, die EU erwäge für Bukavu einen neuen Einsatz nach dem Vorbild von Artemis.

Während des von Frankreich angeführten multinationalen EU-Einsatzes hatten im vergangenen Jahr die Kämpfe in der ostkongolesischen Provinz Ituri nachgelassen, die zuvor von den Blauhelmtruppen nicht gestoppt werden konnten.

(rr/sda)

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