«Sie konnte Nerven nicht kontrollieren»
publiziert: Montag, 30. Jul 2012 / 19:58 Uhr
Sabrina Jaquet war zu nervös bei ihrem ersten Auftritt bei Olympia, sagt Nationaltrainer Madsen.
Sabrina Jaquet war zu nervös bei ihrem ersten Auftritt bei Olympia, sagt Nationaltrainer Madsen.

Der Däne Asger Madsen hat in den letzten drei Jahren die Schweizer Badminton-Nationalspieler trainiert. Im Herbst tritt er zurück. Nach dem Ausscheiden von Sabrina Jaquet, seines einzigen Schützlings in London, sprach Madsen über die Fortschritte des Schweizer Teams.

3 Meldungen im Zusammenhang
Als er seinen Job 2009 antrat, bestand das Nationalteam praktisch nur aus Jeanine Cicognini und Christian Bösiger, den Olympia-Teilnehmern von 2008. Nun kann der 49-jährige Madsen seinem Nachfolger Morten Kragh vor allem bei den Frauen ein intaktes Team mit Potenzial und Talent übergeben. Mit Nicole Schaller und der erst 16-jährigen Océane Varrin stehen zwei vielversprechende Talente bereit, um in vier Jahren Jaquet und Cicognini im Kampf um einen Olympia-Startplatz herausfordern zu können.

Asger Madsen, Sabrina Jaquet ist bei ihrer Olympia-Premiere mit zwei Niederlagen in der Vorrunde ausgeschieden und hat auch leistungsmässig nicht ihr bestes Niveau erreicht. Worauf führen sie dies zurück?

«Sabrina konnte vor allem im ersten Spiel ihre Nerven nicht kontrollieren. Sie kam mit dem Stress nicht klar. Hätte sie gegen Lianne Tan einen besseren Start erwischt, wäre das Resultat eventuell anders herausgekommen. Man hat klar gesehen, dass ihr die Erfahrung gefehlt hat. Sie ist im Einzel noch nie an einem grossen internationalen Turnier oder einer WM gestartet. Dann ist es schwierig, die vielen ungewohnten Eindrücke an Olympia zu verarbeiten.»

Jaquets Qualifikation für die Olympischen Spiele kam doch überraschend. Wie sieht Ihre Bilanz der Kampagne von Jaquet aus?

«Vor zweieinhalb Jahren war sie eine Doppel- respektive Mixed-Spezialistin, die im Einzel keine grossen Stricke zerriss. Ihre Entwicklung seither ist super, und ihre Lernkurzve zeigt weiter nach oben. Ihre Qualifikation für London war für sie selbst hervorragend und auch wichtig für den Schweizer Verband. Natürlich habe ich auch gehofft auf einen Sieg von Sabrina. Aber mental war es für sie schwierig. Mit etwas Abstand wird sie positiv auf die gemachten Erfahrungen blicken.»

Sie verlassen Swiss Badminton nach drei erfolgreichen Jahren. Wie sehen Sie die Zukunft des Schweizer Badmintons?

«Als ich begann, gab es nur ein paar wenige Nationalspieler. Mein persönliches Ziel war es damals, etwas aufzubauen, um eine gewisse Breite an der Spitze zu haben. Das ist wichtig, damit sich die Spieler entwickeln können. Bei den Frauen, die alle noch relativ jung sind, ist das mir und den anderen Trainern gelungen. Es hat in den letzten Jahren, auch dank dem nationalen Leistungszentrum in Belp, einen Drive gegeben. Und wenn dann die Jungen eine Spielerin an den Olympischen Spielen sehen, gibt ihnen das die Motivation, Selbiges auch zu schaffen. Ich bin froh, dass es so gekommen ist.»

(fest/Si)

?
Facebook
SMS
SMS
0
Forum
Kommentieren Sie jetzt diese news.ch - Meldung.
Lesen Sie hier mehr zum Thema
Olympische Sommerspiele Badminton-Spielerin Sabrina Jaquet musste an ihren ersten Olympischen Spielen Lehrgeld bezahlen. Die Neuenburgerin verlor ... mehr lesen
Sabrina Jaquet
Sabrina Jaquet misslingt das erste Spiel gründlich.
Olympische Sommerspiele Sabrina Jaquet (25) wird bei ihrer Olympia-Premiere wohl sieglos bleiben. Jaquet verliert das erste Gruppenspiel gegen Lianne ... mehr lesen
Olympische Sommerspiele Die Schweizer Badminton-Spielerin Sabrina Jaquet (BWF 65) hat für die Olympischen Spiele in London eine nicht unerwartet fast ... mehr lesen
Sabrina Jaquet bekommt es mit einem starken Gegner zu tun.
Die Olympischen Sommerspiele 2016 kommen teuer zu stehen.
Die Olympischen Sommerspiele 2016 kommen teuer zu ...
Inflation ein Grund  Die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro werden mindestens 36,7 Milliarden Reais (rund 14,4 Milliarden Franken) kosten. Diese Zahl nannte der Chef von Brasiliens öffentlicher Olympia-Koordinierungsstelle (APO), General Fernando Azevedo e Silva. 
Sommerspiele in Rio bereiten IOC Sorgen Sechs Wochen nach den Winterspielen in Sotschi warten auf das IOC schon die nächsten Probleme. Bei der Sitzung ...
Die olympischen Sommerspiele 2016 werden in Rio de Janeiro ausgetragen.
Jean-Claude Killy.
«Zeit, sich zu bewegen»  Der Franzose Jean-Claude Killy verlässt das Internationale Olympische Komitee (IOC).  
Titel Forum Teaser
  • solaso aus Fislisbach 4
    Krach Es ist ja schon eigenartig, da gibt es Leute die klagen über den ... Fr, 04.04.14 10:39
  • CaptKirk aus Zürich 1
    Indiskutable SR-Leistung Die Leistung von SR Hänni war - nicht zum ersten mal - absolut ... Mo, 24.03.14 11:23
  • prezzemola aus Wien 2
    Basel sollte das packen Also im Normalfall sollte es Basel vor allem vor dem eigenen Publikum ... Do, 27.02.14 19:12
  • thomy aus Bern 4091
    Beat Hefti und Alexander Baumann ... ... halte ich die Daumen und wünsche Ihnen Beiden viel Glück im Kampf ... So, 16.02.14 22:54
  • friwalt aus Bolligen 8
    Medaillenspiegel So viele Medaillen an einem Tag sind schon schwierig zu verarbeiten. ... Fr, 14.02.14 21:27
  • JasonBond aus Strengelbach 4108
    Hui echt jetzt? Da hat sich Nadal dieses mal aber erstaunlich schnell ... Fr, 14.02.14 08:33
  • tigerkralle aus Winznau 86
    SUPER Das mag ich dieser Frau von ganzen Herzen gönnen !!!! Jetzt hat Sie ... Mi, 12.02.14 13:52
  • prezzemola aus Wien 2
    Salah, Basel und Luzern Mohamed Salah hat auf jeden Fall verdient abgeräumt. Ich freue mich ... Di, 28.01.14 18:58
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
SO MO DI MI DO FR
Zürich 3°C 11°C leicht bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt bewölkt
Basel 2°C 12°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
St.Gallen 3°C 14°C leicht bewölkt, ueberwiegend sonnig bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Bern 1°C 16°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Luzern 4°C 17°C leicht bewölkt bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Genf 2°C 15°C bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen bewölkt, wenig Regen
Lugano 8°C 16°C bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen bewölkt, Regen
mehr Wetter von über 6000 Orten