Siedler sollen Entschädigung erhalten
publiziert: Dienstag, 14. Sep 2004 / 12:01 Uhr

Jerusalem - Das israelische Sicherheitskabinett hat mit deutlicher Mehrheit einem Plan von Premier Ariel Scharon zur Entschädigung der Siedler aus dem Gazastreifen zugestimmt.

Wenn Siedler freiwillig aus dem Gazastreifen abziehen, bekommen sei eine Entschädigung.
Wenn Siedler freiwillig aus dem Gazastreifen abziehen, bekommen sei eine Entschädigung.
Das berichteten israelische Medien. Bereits in den kommenden Wochen könnten Vorabzahlungen beginnen. Zeitungsberichten zufolge sollen die rund 8000 Bewohner der 21 Siedlungen im Gazastreifen und der vier Aussenposten im Westjordanland, die geräumt werden sollen, mit jeweils einem Drittel des Wertes ihrer Häuser entschädigt werden. Dies, wenn sie freiwillig abziehen.

Im Gegenzug für den Abzug aus dem Gazastreifen will Scharon jüdische Siedlungen im Westjordanland ausbauen. Zudem will er den Bau der umstrittenen Sperranlage vorantreiben, die weit in palästinensisches Gebiet hineinreicht.

Eine Volksabstimmung über seinen Plan zum Gaza-Rückzug schloss Scharon kategorisch aus. Es werde kein Referendum geben, sagte Scharon in Interviews mit drei grossen israelischen Zeitungen. Wer eine derartige Volksabstimmung vorschlage, wolle damit nur seinen Rückzugsplan verzögern, sagte der Regierungschef.

Der Plan, der die Auflösung der Siedlungen bis September 2005 vorsieht, werde ohne Verzögerung gemäss dem Plan umgesetzt, verkündete Scharon. Sein parteiinterner Rivale und Finanzminister Benjamin Netanjahu hatte sich am Montag für ein Referendum ausgesprochen.

Unterdessen wurden bei einem Selbstmordanschlag im Westjordanland mindestens drei israelische Soldaten verletzt. Dies meldete das israelische Radio. Nach palästinensischen Angaben wurden auch zwei Palästinenser verletzt.

Der Angreifer habe sich in der Nähe der Palästinenserstadt Kalkilia neben einer Patrouille in die Luft gesprengt. Einer der Soldaten erlitt schwere, die beiden anderen nur leichte Verletzungen. Unterdessen haben die El-Aksa-Brigaden die Verantwortung für den Anschlag übernommen, die der Fatah-Organisation von Palästinenserpräsident Jassir Arafat nahestehen.

Wenige Stunden vor dem Anschlag hatte Israel mit einem Helikopterangriff in Dschenin im Westjordanland drei Mitglieder der radikalen Al-Aksa-Brigaden getötet.

(rr/sda)

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