Sieg Blochers im Zentrum der internationalen Medien
publiziert: Montag, 22. Okt 2007 / 10:48 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Okt 2007 / 12:41 Uhr

Bern - Nach der grossen Aufmerksamkeit in den internationalen Medien im Vorfeld der Wahlen wirft das Ergebnis nun eher wenig Wellen. Im Zentrum steht der Sieg des laut «Le Monde» «populistischen und ausländerfeindlichen» Christoph Blocher.

Immer mehr Schweizer hätten viel lieber eine Richtungsregierung, so die Süddeutsche Zeitung.
Immer mehr Schweizer hätten viel lieber eine Richtungsregierung, so die Süddeutsche Zeitung.
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Langfristig wackle die Konkordanz, ist «die Süddeutsche Zeitung» überzeugt. «Schluss mit Kuscheln», betitelt sie ihren Kommentar. Jede einzelne Wahl zeige: «Immer mehr Schweizer hätten viel lieber eine Richtungsregierung statt der Berner Super-Koalition».

Für das «Handelsblatt» entwickeln «auch die harmoniebedürftigen Schweizer, die bislang stets nur eine Allparteienregierung als politische Führungsmannschaft kennen, eine Neigung zu klaren Positionen».

«Kaum haben die Eidgenossen den Politikern ihre Stimme gegeben, da haben sie bei der nächsten Abstimmung auch schon wieder die Möglichkeit, deren Entscheidungen infrage zu stellen», schreibt das «Handelsblatt».

Röstigraben überwunden

Für den «Corriere della Sera» ist die Schweiz am Sonntag ein «normales Land» geworden. Der Rösti- und Polentagraben sei überwunden; die Schweiz sei nicht mehr in drei Landesteile geteilt. Wie fast überall auf der Welt sei das Land nun in zwei politische Lager gespalten.

«Die Schweiz - kein Sonderfall», stellt auch «Die Presse» in Österreich fest. Von einer Machtübernahme durch die SVP sei das Land trotz allem weit entfernt. Auch «Spiegel online» ortet nur «ein bisschen Sieg für Blocher». Denn «eine Revolution findet nicht statt: das Schweizer System des Ausgleichs wird auch künftig regieren».

Schweiz seit 15 Jahren Labor für Populisten

«La Repubblica» geht gar davon aus, dass die SVP ihre «fremdenfeindliche und populistische Propaganda» nun aufgeben wird, um die ihre Allianzpartner nicht länger in Verlegenheit zu bringen.

Ganz anders sieht dies der belgische «Le Soir». Das Land, «das zu den reichsten des Planeten gehört, ist seit 15 Jahren ein Labor für Populisten», schreibt der Kommentator.

(fest/sda)

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