Sieg für Alonso, Schumi out
publiziert: Sonntag, 8. Okt 2006 / 09:20 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 8. Okt 2006 / 12:14 Uhr

Fernando Alonso hat den Grand Prix von Japan gewonnen und steht damit praktisch als erfolgreicher Titelverteidiger fest.

Fernando Alonso hat den WM-Titel fast schon auf sicher.
Fernando Alonso hat den WM-Titel fast schon auf sicher.
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Michael Schumacher schied als Führender mit Motorschaden aus, so dass dem Spanier beim Saisonfinale in Brasilien der 8. Platz genügen würde.

Die 37. des über 53 Runden führenden Rennens in Suzuka dürfte die Entscheidung in der Formel-1-WM gebracht haben; aus einem 10:8 nach Punkten zu Gunsten Schumachers wurde mit einem Schlag ein 10:0 für Alonso.

Die Hoffnungen des Deutschen, sich seinen achten Titel zu sichern und als Weltmeister abzutreten, lösten sich mit dem Motorschaden auf brutale Weise im Wortsinn in Rauch auf.

Holt Alonso in zwei Wochen in São Paulo einen WM-Punkt, hat er seinen Titel erfolgreich verteidigt.

Guter Start für Schumacher

Bis zum Ausfall war für Michael Schumacher alles wie am Schnürchen gelaufen. Bereits zu Beginn der dritten Runde zog er am aus der Pole- Position gestarteten Teamkollegen Felipe Massa vorbei und baute seinen Vorsprung auf rund fünf Sekunden aus.

Diese Marge vermochte er auch gegen Alonso zu verteidigen, der im Zuge der ersten Boxenstopps Massa hinter sich lassen konnte. Der Brasilianer hatten seinen Zwischenhalt wegen eines drohenden Plattfusses vorgezogen.

Dann aber kam das, was den WM-Kampf wohl entschieden haben dürfte, und das, was Schumacher schon lange nicht mehr widerfahren. Den letzten Ausfall wegen eines technischen Defekts hatte er vor anderthalb Jahren, Anfang April 2005 in Bahrain, hinnehmen müssen.

Damals hatte im Ferrari die Hydraulik ihren Dienst versagt. Schumachers letzter Motorschaden liegt sogar über sechs Jahre zurück. Passiert wars im Juli 2000 im Grossen Preis von Frankreich in Magny-Cours.

Abstand in Grenzen gehalten

Im Gegensatz zum Qualifying, in dem Alonso im Renault über eine einzelne schnelle Runde mit den Michelin-Reifen gegen die Ferrari mit den Bridgestone-Pneus chancenlos war, war er diesbezüglich im Rennen absolut ebenbürtig.

Derart war es ihm möglich, den Abstand zum Deutschen in Grenzen zu halten. Gedanken an den Sieg dürfte der Spanier gleichwohl nie verschwendet haben - bis sich die Szenerie in der 37. Runde vollends änderte und das (Glücks-)Pendel auf seine Seite schlug.

Auch im Konstrukteuren-Klassement hat Renault mit nunmehr neun Punkten Abstand einen grossen Schritt zum neuerlichen Titel getan. Derweil Ferrari, das zuvor um eine Einheit zurückgelegen hatte, mit dem zweiten Platz von Massa acht Punkte holte, liessen sich die Franzosen insgesamt 16 Punkte gutschreiben; deren sechs steuerte Giancarlo Fisichella als Drittplatzierter bei.

Einen Punkt gabs für BMW-Sauber dank Nick Heidfelds 8. Rang. Der neuntklassierte Robert Kubica vergab eine bessere Klassierung mit einem Fahrfehler. Der Pole geriet exakt an der gleichen Stelle wie im Qualifying von der Strecke. BMW-Sauber liegt in der Teamwertung noch einen Zähler vor Toyota auf Platz 5. Jarno Trulli und Ralf Schumacher sorgten mit den Rängen 6 und 7 zusammen für fünf Punkte.

Die Resultate:
1. Fernando Alonso (Sp), Renault 2. Felipe Massa (Br), Ferrari, 16,1 Sekunden zurück 3. Giancarlo Fisichella (It), Renault, 23,9 4. Jenson Button (Gb), Honda, 34,1 5. Kimi Räikkönen (Fi), McLaren-Mercedes, 43,5 6. Jarno Trulli (It), Toyota, 46,7 7. Ralf Schumacher (De), Toyota, 48,8 8. Nick Heidfeld (De), BMW- Sauber, 76,0 9. Robert Kubica (Pol), BMW-Sauber, 76,9. 10. eine Runde zurück: Nico Rosberg (Fi/De), Williams-Cosworth. 11. Pedro de la Rosa (Sp), McLaren-Mercedes. 12. Rubens Barrichello (Br), Honda. 13. Robert Doornbos (Ho), Red Bull-Ferrari. 14. Vitantonio Liuzzi (It), Toro Rosso-Cosworth V10. 15. Takuma Sato (Jap), Super Aguri- Honda. 16. zwei Runden zurück: Tiago Monteiro (Por), Spyker-Toyota. 17. drei Runden zurück: Sakon Yamamoto (Jap), Super Aguri-Honda.

WM-Stand (17/18). Fahrer:
1. Alonso 126. 2. Michael Schumacher 116 3. Massa 70. 4. Fisichella 69. 5. Räikkönen 61. 6. Button 50. 7. Barrichello 28. 8. Montoya 26. 9. Heidfeld 23. 10. Ralf Schumacher 20. 11. De la Rosa 18. 12. Trulli 15. 13. Coulthard 14. 14. Webber 7. 15. Villeneuve 7. 16. Kubica 6. 17. Rosberg 4. 18. Klien 2. 19. Liuzzi 1. 20. Speed 0. 21. Monteiro 0. 22. Albers 0. 23. Sato 0. 24. Ide 0. 25. Montagny 0. - Teams: 1. Renault 195. 2. Ferrari 186. 3. McLaren-Mercedes 105. 4. Honda 78. 5. BMW-Sauber 36. 6. Toyota 35. 7. Red Bull-Ferrari 16. 8. Williams-Cosworth 11. 9. Toro Rosso- Cosworth 1. 10. Midland/Spyker-Toyota 0. 11. Super Aguri-Honda 0.

(rr/Si)

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