Sieg für die Opposition in Polen
publiziert: Montag, 22. Okt 2007 / 07:32 Uhr / aktualisiert: Montag, 22. Okt 2007 / 12:01 Uhr

Warschau - Die Wahlkommission in Polen hat den Sieg der Bürgerplattform (PO) von Oppositionschef Donald Tusk bei der Parlamentswahl bestätigt. Nach Auszählung von knapp drei Vierteln der Stimmen kam die PO auf einen Anteil von 41,24 Prozent.

Donald Tusk profitierte diesmal von der hohen Wahlbereiligung.
Donald Tusk profitierte diesmal von der hohen Wahlbereiligung.
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Demnach bekäme sie 205 der 460 Sitze im Unterhaus, dem Sejm, wie die Kommission in Warschau mitteilte. Die Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) des bisherigen Regierungschefs Jaroslaw Kaczynski errang laut den Angaben 32,19 Prozent der Stimmen und damit 166 Sitze.

Ausser PO und PiS übersprangen nur zwei weitere Parteien die Fünf-Prozent-Hürde. Das Mitte-links-Bündnis Linke und Demokraten (LiD) des ehemaligen Präsidenten Aleksander Kwasniewski bekam nach bisherigem Auszählungsstand 13 Prozent der Stimmen, die Bauernpartei PSL 9,7 Prozent.

Die früheren Bündnispartner der PiS, die radikale Bauernpartei Samobroona (Selbstverteidigung) und die rechtskonservative Liga polnischer Familien (LPR), verpassten mit Stimmenanteilen von 1,61 und 1,27 Prozent den Wiedereinzug ins Unterhaus deutlich.

Die Wahlbeteiligung war mit 55,34 Prozent die höchste seit dem Ende des Kommunismus in Polen 1989. Die endgültigen Wahlergebnisse sollen laut Wahlkommission am Dienstag bekanntgegeben werden.

Hohe Wahlbeteiligung

Unterdessen hat EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso Donald Tusk zum Wahlsieg gratuliert. «Ich bin sicher, dass es mit der nächsten polnischen Regierung eine fruchtbare Zusammenarbeit geben wird», erklärte Barroso in Brüssel, ohne direkt auf das schwierige Verhältnis zwischen seiner Behörde und der bisherigen polnischen Regierung von Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski einzugehen.

«Ich freue mich über den demokratischen Prozess in Polen», heisst es der Erklärung. Barroso unterstrich «die Bedeutung des polnischen Beitrags zur Europäischen Union und den europäischen Geist des polnischen Volkes».

(fest/sda)

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