Sieg und Platz 3 für Andreas Küttel
publiziert: Sonntag, 11. Dez 2005 / 13:42 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 11. Dez 2005 / 14:57 Uhr

Duplizität der Ereignisse auf der Grossschanze von Harrachov (Tsch): Wie vor Wochenfrist in Lillehammer gab es für Andreas Küttel einen Sieg und einen 3. Platz.

Andreas Küttel sprang heute auf den dritten Platz. (Archivbild)
Andreas Küttel sprang heute auf den dritten Platz. (Archivbild)
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Simon Ammann verspürt ebenfalls Aufwind und wurde gestern Sonntag Sechster. Ein einziger Sprung, der nicht optimal ausfiel, nahm Küttel im zweiten Wettkampf in Tschechien die Aussicht, die Zahl seiner Siege auf drei zu erhöhen. Der Einsiedler drehte gestern Sonntag im ersten Wertungsdurchgang nach dem Absprung über die Schulter ab.

Dieses Manöver stellt für den Olympia-Sechsten ein altes Übel dar. «Mit diesem kleinen Fehler habe ich sicher 5 m Weite verschenkt. Die Spitze ist im Moment so dicht, dass es solche Patzer nicht leiden mag», stellte der Einsiedler fest.

Mit normalen Flug gerechnet

Im Final stiess Küttel mit einem normalen Flug - «Ich rechnete nicht damit, dass es noch so weit gehen würde» - vom 9. auf den 3. Platz vor, womit er zum vierten Mal in Serie auf dem Podest stand. Wird die Serie seiner Podiumklassierungen am kommenden Wochenende in Engelberg weitegeführt? «Auf der Titlis-Schanze war ich noch nie gut. Ich rechne mit einer Klassierung in den Top Ten», lautete die vorsichtige Antwort.

Am Samstag hatte der drehende Wind die Skispringer am Teufelsberg vor etwelche Probleme gestellt. Im ersten Durchgang konnte Kütel nicht genug auf Weite machen. Dies holte der Einsiedler im Final nach.

Knapp unter Schanzenrekord

Dieser Sprung war sensationell. Ich hatte ein gutes Gefühl und freue mich über diese Leistung unglaublich. Diese Schanze liegt mir gut, ich verfüge über gute Beine, es passt einfach alles zusammen«, freute sich Küttel nach seinem Flug auf die Tagesbestweite von 143,5 m, nur anderthalb Meter unter dem Schanzenrekord.

Die einzige Einschränkung des Einsiedlers: »Dieser Flug war eine 20 wert.« Der norwegische Punktrichter Knut Bakken hatte dies ebenso gesehen und gab die Maximalnote. Die vier anderen Punktrichter griffen zur Note 19,5.

Wechselnde Windverhältnisse

Die wechselnden Windverhältnisse waren Simon Ammann am Samstag zm Verhängnis geworden. Zweimal musste der Toggenburger aus der Anlaufspur, erst nach vier Minuten Wartezeit konnte er über den Bakken gehen. Rang 16 bildete die Ausbeute. Am Sonntag war der Doppel-Olympiasieger beinahe wie verwandelt. Den Final nahm Ammann aus der vierten Position in Angriff. Das Podest blieb dem 24-Jährigen noch verwehrt. Aber mit seinem 6. Platz erreichte der Toggenburger sein bestes Ergebnis seit bald zwei Jahren.

»Andreas Küttel zieht mich mit«, meinte Ammann trocken. Trainer Berni Schödler atmete gleich in doppelter Hinsicht auf. »Jetzt ist er fähig, ganz nach vorne zu springen«, hielt er zum Doppel-Olympiasieger fest. Und weil Ammann im Weltcup auf den 13. Zwischenrang vorrückte, muss er in Engelberg nicht mehr in die Qualifikation, weil die 15 besten Athleten direkt für den Wettkampf qualifiziert sind.

Janda mit Sonntagssprung

»Das war der härteste Wettkampf meiner Karriere«, sagte Jakub Janda, nachdem er heute seinen dritten Weltcuspieg dieser Saison gefeiert hatte. Am Samstag war der Tscheche den grossen Erwartungen des Publikums nicht ganz gerecht geworden und hatte sich mit dem 7. Platz begnügen müssen.

Am Sonntag vermochte Janda dank seinem Erfolg seinen Vorsprung im Weltcup auf 67 Punkte auszubauen. Zum zweitklassierten Küttel schloss Janne Ahonen auf. Dritter am Samstag, Zweiter am Sonntag, wartet der Weltcup-Gesamtsieger der letzten beiden Jahre in diesem Winter noch immer auf den ersten Vollerfolg.

Resultate:

Samstag: 1. Andreas Küttel (Sz) 289,5 (136,5/143,5). 2. Michael Uhrmann (De) 274,9 (138/137,5). 3. Janne Ahonen (Fi) 264,2 (129/140). 4. Andreas Widhölzl (Ö) 263,4 (131,5/136,5). 5. Roar Ljökelsoy (No) 262,9 (132/136). 6. Primoz Peterka (Sln) 259,2 (134/132,5). 7. Jakub Janda (Tsch) 256,1 (134,5/130). 8. Adam Malysz (Pol) 255,6 (135,5/129). 9. Thomas Morgenstern (Ö) 250,1 (124/138). 10. Sebastian Colloredo (It) 245,4 (136/124,5).

11. Risto Jussilainen (Fi) 243,5 (130/130). 12. Lars Bystöl (No) 238,4 (126/129,5). 13. Dimitri Wassiliew (Russ) 237,8 (131/127,5). 14. Jan Matura (Tsch) 235,3 (124,5/131,5). 15. Björn Einar Romoeren (No) 229,8 (129,5/124). -- Ferner: 16. Simon Ammann (Sz) 227,3 (126,5/124,5). -- Michael Möllinger in der Qualifikation gescheitert.

Stand nach dem 1. Durchgang: 1. Küttel 137,7 (136,5). 2. Uhrmann 136,9 (138). 3. Malysz 134,4 (135,5). 4. Colloredo 133,8 (136). 5. Janda 132,1 (134,5). 6. Peterka 131,2 (134). 7. Widhölzl (126,7 (131,5). 8. Ljökelsoy 126,6 (131,5). 9. Wassiliew 122,8 (131). 10. Jussilainen 122,0 (130). -- Ferner: 11. Ahonen 121,2 (129). 16. Ammann 115,2 (126,5).

Sonntag: 1. Janda 287,1 (138,5/141). 2. Ahonen 281,7 (137,5/139). 3. Küttel 268,6 (132/137,5). 4. Ljökelsoy 266,2 (133,5/135,5). 5. Sigurd Pettersen (No) 264,2 (139/130). 6. Ammann 260,3 (136/130). 7. Malysz 257,6 (135/129,5). 8. Georg Späth (De) 254,8 (134/129,5). 9. Uhrmann 254,2 (131/133). 10. Takanobu Okabe (Jap) 253,8 (135/128,5).

11. Widhölzl 251,1 (121/141). 12. Morgenstern 245,2 (127,5/131,5). 13. Bystöl 245,1 (127,5/132). 14. Alexander Herr (De) 244,0 (123,5/136,5). 15. Tommy Ingebrigtsen (No) 239,2 (125/131,5).

Stand nach dem 1. Durchgang: 1. Janda 141,3 (138,5). 2. Pettersen 140,7 (139). 3. Ahonen 139,5 (137,5). 4. Ammann 135,8 (136). 5. Malysz 134,5 (135). 6. Okabe 14,0 (135). 7. Späth 131,2 (134). 8. Ljökelsoy 130,8 (133,5). 9. Küttel 128,6 (132). 10. Uhrmann 125, (131). -- Möllinger in der Qualifikation gescheitert.

Weltcup (6/23): 1. Janda 452. 2. Küttel 385. 3. Ahonen 385. 4. Uhrmann 287. 5. Widhölzl 225. 6. Malysz 220. 7. Bystöl 217. 8. Robert Kranjec (Sln) 205. 9. Morgenstern 192. 10. Ljökelsoy 167. -- Ferner: 13. Ammann 104.

(fest/Si)

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