Siemens: Untersuchung angekündigt
publiziert: Mittwoch, 13. Sep 2006 / 17:56 Uhr

Siemens Schweiz will ganz genau wissen, was bei ihrer Pensionskasse vorgefallen ist.

Siemens will Licht in die Pensionskassen-Affäre bringen.
Siemens will Licht in die Pensionskassen-Affäre bringen.
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Sie hat neben den Untersuchungen durch die Zürcher Staatsanwaltschaft gegen einen Pensionskassenmanager eine zusätzliche Expertise in Auftrag gegeben.

Ziel sei es, «umfassende Klarheit über alle Vorgänge im Zusammenhang mit der Vermögensverwaltung der Siemens Pensionskasse» zu schaffen, heisst es in einer Mitteilung.

Am vergangenen Freitag war ein Manager der Siemens Pensionskasse von der Zürcher Staatswanwaltschaft in Untersuchungshaft genommen worden. Dieser befinde sich weiterhin in Haft, sagte Staatswanwalt Christian Weber der Nachrichtenagentur SDA.

Keine Verdachtsmomente

Die Expertise erfolgt auch zusätzlich zur bereits früher eingeleiteten Untersuchung der Beratungsfirma Ernst & Young. Diese beziehe sich auf die Geschäftsbezieghung zur Bank Swissfirst, sagte Siemens Schweiz-Sprecher Charles Breitenfellner.

Die Expertise wird von den beiden unabhängigen Rechtsanwälten Christoph Hohler und Albrecht Langhart vorgenommen. Wann erste Ergebnisse vorliegen, konnte Breitenfellner noch nicht abschätzen.

Es lägen keine Verdachtsmomente vor, sagte Breitenfellner. Dies mit Ausnahme des Managers, der in Untersuchungshaft gesetzt worden war. Ihm wird vorgeworfen, Schmiergelder entgegengenommen zu haben.

Bestechungsvorwürfe zurückgewiesen

Siemens Schweiz hatte den Pensionskassenmanager suspendiert. Ein Zusammenhang mit Swissfirst konnte Breitenfellner nicht bestätigen.

Ob es einen gebe, werde untersucht, sagte Weber. Swissfirst sei aber der Auslöser des Verfahrens gegen den Manager gewesen.

Der Gedanke eines Zusammenhangs hatte sich aufgedrängt, da Siemens eine der Pensionskassen war, die ihr Swissfirst-Paket kurz vor der Fusion von Swissfirst und Bank Bellevue verkauft hatte. Swissfirst wies die Bestechungsvorwürfe am Wochenende entschieden zurück.

(rr/sda)

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