Sigmund Freuds Haus als Modell der Zeitgeschichte
publiziert: Freitag, 21. Mrz 2003 / 12:18 Uhr

Wien - Das Wiener Sigmund Freud-Museum widmet ab 26. März Freuds verschwundenen Nachbarn eine Ausstellung. Darin lässt sich an Hand der Geschichte des berühmten Hauses und seiner Mieter exemplarisch österreichische Zeitgeschichte bis in die Gegenwart verfolgen.

Sigmund Freud.
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Sigmund FreudSigmund Freud
Sigmund Freud war sicher der prominenteste Bewohner der Hauses in der Wiener Berggasse 19, der von den Nazis daraus vertrieben wurde. Aber er war nicht der Einzige.

Der Gang durch das fünfstöckige Gebäude anhand von Schaukästen mit Originaldokumenten führt beispielsweise in die Praxis der Psychoanalytikerin Dorothy Burlingham, einer US-Millionärin und Freud-Schülerin, die hier bis 1938 lebte und arbeitete, oder in jene von Dorothea und Emil Humburger, die der Schriftsteller Leo Perutz bei ihrer Emigration unterstützte.

Tür an Tür wohnten Juden und Nichtjuden, darunter auch ein illegales Mitglied der NSDAP. In den Lokalen zur Gassenseite waren ein bürgerlicher Konsumverein und eine koschere Fleischhauerei eingemietet.

Dass Freud, der 1938 im Alter von 82 Jahren und schwer krank ausreiste, immerhin fast sein ganzes Vermögen in die Emigration mitnehmen konnte, wird im Vergleich mit seinen Wohnungsnachbarn als singulärer Fall deutlich: Sie konnten, wenn überhaupt, nur unter grössten Schwierigkeiten und dem Verlust ihres Vermögens flüchten.

Die Ausstellung erschöpft sich aber nicht im Aufzeigen von Einzelschicksalen. Vielmehr werden am Beispiel einzelner Wohnungen thematische Schwerpunkte wie Arisierung, Sammelwohnungen, Deportation, Emigration, Rückkehr aus dem Lager und die Rückstellungs- und Entschädigungspraxis der Zweiten Republik behandelt.

(bsk/sda)

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