Silver Surfer bestimmen Zukunft des Internets
publiziert: Samstag, 11. Okt 2008 / 16:48 Uhr / aktualisiert: Samstag, 11. Okt 2008 / 17:12 Uhr

London - Die Zukunft des Internets liegt zu einem beachtlichen Anteil in Händen der so genannten Silver Surfer. Das Marktpotenzial der Generation 50plus wurde bislang von der IT-Industrie nur wenig ausgeschöpft.

Die Senioren besitzen ein relativ hohe Kaufkraft.
Die Senioren besitzen ein relativ hohe Kaufkraft.
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Dabei zeigt die demografische Entwicklung immer stärker in Richtung ältere Zielgruppen. Schon jetzt gibt es mehr Senioren als Kinder unter 16 Jahren. Entgegen dem weit verbreiteten Klischee von greisen Rentnern, handelt es sich bei Menschen über 50 Jahren heute vielmehr um technikaffine, Lifestyle-orientierte Personen.

Hinzu kommt eine hohe Kaufkraft in dieser Zielgruppe, auf die man in der Branche erst langsam aufmerksam wird, wie der Guardian berichtet.

Äusserst aktiv

Natürlich sind nicht alle Vertreter der älteren Generationen im Internet vertreten, kaufen sich teure Handys oder interessieren sich für moderne Technologien. Laut einer Untersuchung der britischen Organisation Age Concern verfügen derzeit erst 50 Prozent der Menschen über 50 Jahren über einen Computer. Doch jene 50 Prozent, die einen besitzen, zeigen sich äusserst aktiv. Konsumenten über 65, die einen Internetzugang haben, verbringen zum Beispiel um 50 Prozent mehr Zeit pro Tag im Netz als der britische Durchschnittsnutzer.

Um dieses Potenzial ausschöpfen zu können, müssen einerseits noch mehr Menschen in der Altersgruppe Zugang zu Breitbandinternet haben und andererseits psychologische Vorurteile durchbrochen werden. So etwa die Annahme, diese Generation sei für irgendwelche Dinge «zu alt».

Relativ einfache Nutzung

Gerade für ältere Menschen, die beispielsweise nicht mehr ohne Hilfe aus dem Haus gehen können, bietet das Internet eine Reihe von Möglichkeiten, mit der Aussenwelt in Verbindung zu bleiben. Chatrooms, E-Mails, Internettelefonie, Foto- und Videoseiten bieten sich nicht nur einer jungen Generation an.

Hinzu kommt, dass die meisten dieser Angebote relativ einfach nutzbar sind, sofern die Handhabung verständlich erklärt wird. Aber auch abseits der gängigen, populären Webseiten gebe es ein grosses Potenzial für Plattformen, die tatsächlich speziell für ältere Menschen gedacht sind. Auch in diesen Bereich kommt erst nach und nach etwas Bewegung.

Geräte für Ältere

Auch mit Geräten, die speziell für Ältere gemacht sind, könnte viel mehr Geld verdient werden als bisher. Zwar gibt es einzelne Versuche beispielsweise von Handys mit extra-grossen Tasten, doch tatsächlich durchgesetzt haben sich solche Mobiltelefone noch nicht.

Meist scheitert es daran, dass die Bedienung der Geräte nicht simpel genug gestaltet ist. Nachfrage seitens der Generation Silver Surfer besteht auf allen Ebenen, doch das Angebot lässt noch zu wünschen übrig.

(ht/pte)

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