Simon Ammann - Gelassener Titelverteidiger
publiziert: Freitag, 20. Feb 2009 / 09:06 Uhr / aktualisiert: Freitag, 20. Feb 2009 / 09:27 Uhr

Nach WM-Gold und -Silber vor zwei Jahren in Sapporo fühlt sich Simon Ammann an den WM in Liberec nicht unter Bestätigungs-Druck. «Ich sehe hier vor allem die Chance, weitere Medaillen zu gewinnen», betonte der Toggenburger an einer Medienkonferenz.

Simon Ammann: «Wenn Du den geringsten Fehler machst, bist Du gleich weg.»
Simon Ammann: «Wenn Du den geringsten Fehler machst, bist Du gleich weg.»
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«Ich weiss, dass ich der Beste sein kann, wenn die Tagesform und der Wind passen», gab sich Ammann gelassen. Zu seiner Lockerheit tragen auch die Erfolge der Vergangenheit bei.

Was er auf dem Konto hat, kann ihm niemand mehr nehmen. Seine vier Medaillen von Grossanlässen lagern auf einer Bank im Safe. Zusätzlich verliehen ihm seine Sprünge am Donnerstagmorgen die nötige Sicherheit: «Zum Optimum fehlt mir einfach noch eine tolle Tagesform.»

Ammann wehrte sich auch gegen den Eindruck, er würde den Weltmeisterschaften mit Blick auf den Gesamt-Weltcup und dem Duell gegen Gregor Schlierenzauer nicht höchste Priorität einräumen.

Weil die Titelkämpfe wegen der fehlenden Anreise auf einen anderen Kontinent quasi eine Fortsetzung des Weltcups bilden würden, gebe es nicht wie sonst die langgezogene Phase der Vorbereitung auf den Höhepunkt. Dieses Non-Stop-Programm schlage sich auch in der öffentlichen Wahrnehmung nieder.

Schanze fordert viel Feingefühl

Die Normalschanze, auf der am Samstag der erste Medaillensatz der Spezialspringer vergeben wird, kommt den Vorzügen des Ostschweizers eher entgegen. Der Bakken gilt nicht als reine Sprungschanze, sondern verlangt viel Gespür. Im langgezogenen Auslaufradius können die Flieger noch einige Meter herausholen.

«Üblicherweise kann man auf einer Normalschanze einfach hoch genug rausspringen, dann landet man unten im Loch. Hier funktioniert das nicht», erklärte Trainer Martin Künzle. Und Ammann fügte hinzu, er müsse die Ski wegen des geringen Luftwiderstandes sehr feinfühlig anstellen. «Wenn Du den geringsten Fehler machst, bist Du gleich weg.»

Ohne Windglück, so glaubt Ammann, kann am Samstag nicht gewonnen werden. Der Bakken gilt als anfällig und die Wetterprognosen sind nicht optimal. «Falls es ausgleichende Gerechtigkeit gibt, müsste ich wieder zu den Begünstigten gehören», meinte der 27-Jährige schmunzelnd.

(von Hans Leuenberger, Liberec/sda)

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