Setzt seine Karriere mit Freude fort
Simon Ammann bleibt Skispringer
publiziert: Dienstag, 3. Mai 2011 / 11:13 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 3. Mai 2011 / 21:24 Uhr
Simon Ammann bleibt mit Leib und Seele weiter Skispringer.
Simon Ammann bleibt mit Leib und Seele weiter Skispringer.

Simon Ammann, im Juni 30-jährig, vierfacher Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcupsieger, setzt seine Karriere fort. Das innere Feuer des Skispringers brennt weiterhin.

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«Ich fühle mich bereit, auch die schwierigen Phasen im Leben eines Spitzensportlers auf mich zu nehmen», begründete Ammann seinen Entscheid. «Mein Beruf als Skispringer macht mir immer noch sehr viel Spass.»

Aus Schweizer Sicht ist somit anfangs Mai eine der wichtigsten Frage des Ski-Winters 2010/11 geklärt. Ammanns Entscheid zugunsten des Sports war erwartet worden, obwohl er sich nie zu tief in die Karten blicken liess und auf Fragen zur Fortsetzung seiner Karriere stets Antworten mit Interpretationsspielraum gab. «Es war ein Annäherungsprozess, der mehrere Monate gedauert hat», umschrieb der Toggenburger seinen Weg der Entscheidungsfindung. Dabei sei er seinem Entschluss, weiter auf die Karte Sport zu setzen, Schritt für Schritt näher gekommen.

Wichtig war ihm in den Wochen nach dem Saisonende sowie in den Ferien Mitte April, die nötige Distanz und Ruhe zu finden. Er nahm mit seinem Umfeld und sich selbst nochmals eine Standortbestimmung vor. Es galt, klare Antworten auf Fragen zur Gesundheit (nach der Olympiasaison zwickte der Rücken), zur Berufswahl (Ingenieur-Studium ja oder nein?) oder zu den verbleibenden sportlichen Zielen (noch fehlt der Sieg an der Vierschanzentournee) zu erhalten. Letztlich stand einem Entschluss, die herausragende Karriere zu verlängern, nichts im Weg. «Ich sagte mir, solange ich das Feuer spüre, mache ich das.»

Kein Zeithorizont

Ob das rauschende «Danke-Simi»-Fest somit endgültig erst nach den Olympischen Spielen in Sotschi 2014 über die Bühne geht, bleibt hingegen offen. Im Verlaufe des Winters hatte er noch erklärt, entweder heisse es nach seinem Entscheid im Frühling «bis Sotschi 2014» oder «das wars». Nun nennt der Toggenburger keinen Zeithorizont mehr.

«In verschiedenen Gesprächen spürte ich, dass meine Partner und die Fans voll hinter mir stehen und es sehr begrüssen, wenn ich meiner grossen Leidenschaft, dem Skispringen, weiter treu bleibe», hielt der Schweizer Olympiaheld fest. Berni Schödler, Disziplinenchef Skispringen bei Swiss-Ski, bestätigt dies: «Für unsere jungen Athleten ist es sehr wichtig, von einem Ausnahmeskispringer wie Simon Ammann profitieren zu können.» Ammanns Know-how sowie sein «Winning Spirit» sind für den Nachwuchs um Marco Grigoli ein hilfreiches Puzzleteil, um im Weltcup Fuss zufassen. « Ich bin gerne bereit, in diesem Bereich zu helfen», betonte der zweifache Schweizer Sportler des Jahres.

Der Toggenburger wollte keine Aussage darüber machen, wie nahe dran er gewesen sei, die Sprunglatten in die Ecke zu stellen. «Aber ich könnte mir einen Simon Ammann ohne Skispringen durchaus vorstellen». Er hätte kein Problem damit gehabt, sich zurückzuziehen und ein Studium zu beginnen, fügte er hinzu. Doch die Leidenschaft für seinen Sport, seine Bereitschaft für den Spitzensport und das innere Feuer überwog klar. «Jetzt freue mich auf weitere Starts im Weltcup und auf weite Flüge», sagte er zu Beginn des Sommertrainings.

Die letzten zwei Jahre, so Ammann, sei enorm intensiv gewesen. Die Änderungen im Materialbereich, die er mit dem gekrümmten Bindungsstab selbst auslöste, oder die Probleme mit dem Rücken hätten einen enorm hohen Aufwand erfordert. Er habe in dieser Phase gespürt, dass es nicht ewig in diesem Tempo weitergehen könne. «Dass ich nun die Ruhe gefunden habe, ist für mich zentral.»

Im Zenit

Ammann blickt derzeit auf einen seiner besten Winter zurück. Erstmals triumphierte er beim Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen und in Zakopane, den dritten Saisonsieg feierte er in Lahti, unmittelbar nach dem Gewinn der WM-Bronze in Oslo. Das Erreichen der Marke von 20 Weltcupsiegen bedeutet dem Schweizer viel. Gegen Thomas Morgenstern hatte er sowohl an der Vierschanzentournee als auch im Gesamtweltcup keine Chance. In beiden Fällen resultierte der 2. Rang. Im Vorjahr hatte er mit zwei Olympiagoldmedaillen, dem Sieg im Gesamtweltcup und dem Weltmeistertitel in Skifliegen abgeräumt.

 

(fest/Si)

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