Simon Ammann verpasst Tourneesieg
publiziert: Dienstag, 6. Jan 2009 / 17:37 Uhr / aktualisiert: Dienstag, 6. Jan 2009 / 19:10 Uhr

Simon Ammann hat den Gesamtsieg verpasst. Der Österreicher Wolfgang Loitzl gewann in Bischofshofen überlegen die Vierschanzentournee.

Simon Ammann, der sich den zweiten Platz sicherte, musste neidlos die Stärke von Loitzl anerkennen. Der Österreicher kaufte seinen Gegnern bereits den Schneid ab, bevor diese über den Bakken gingen. Der 29-Jährige legte im ersten Durchgang in Bischofshofen 142,5 Meter in den Hang und kassierte dafür dreimal die Maximalnote 20.

Damit hatten Ammann und Gregor Schlierenzauer gar keine Chance, an Boden gut zu machen. Im Gegenteil: Ammann mit 137,5 und Schlierenzauer mit 138,5 Metern büssten weiter an Punkte ein.

Loitzls Vorsprung vor dem letzten der acht Wertungssprünge betrug auf Ammann umgerechnet 16 Meter, auf Schlierenzauer wares es deren 19,5. Dies war dem Österreicher nicht genug.

Als Ammann im zweiten Umgang mit 140,5 Metern einen Zaubersprung zeigte, toppte ihn Loitzl erneut. Mit 141,5 Metern und wiederum mit dem Maximum von 60 Punkten in den Stilnoten zeigte er, dass er derzeit klar der Beste ist.

«Mein Traum hat sich nicht erfüllt»

«Mein Traum hat sich nicht erfüllt», sagte Ammann, der nach 56 Jahren als erster Schweizer die Tournee gewinnen wollte. Bislang waren er selbst vor zwei Jahren als Dritter, Hansjörg Sumi 1979 als Zweiter und Walter Steiner 1974 als Zweiter aufs Tournee-Podest gestiegen.

Im Nachhinein vermasselte Ammann mit seinem Sieg in Oberstdorf Loitzl gar den Grand-Slam mit Siegen in allen vier Springen. Dies hat erst Sven Hannavald 2001/2002 geschafft. Im ersten Umgang im Neujahrspringen war Ammman noch besser, doch dann zog der Österreicher unwiderstehlich davon.

Er gewann nach dem Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen und dem Wettkampf in Innsbruck auch den Schlussevent in Bischofshofen. Dies mit einem Vorsprung von 16,8 Punkten. In den ersten drei Springen hatte er auf Ammann 15,8 Punkte herausgeholt.

Wiedermal ein Österreicher

Erstmals seit Andreas Widhölzl vor neun Jahren gewann wieder ein Österreicher die Vierschanzentournee. Nicht einer der jungen Stars Gregor Schlierenzauer und Thomas Morgenstern, sondern ein 29-jähriger Steirer, der seinem Sport bis vor wenigen Tagen vergleichsweise unbeachtet frönen konnte, entschied den prestigeträchtigen Wintersport-Klassiker zu seinen Gunsten. Vor der Tournee hatte Loitzl noch nie ein Weltcup-Springen gewinnen können und galt als ewiger Zweiter.

Andreas Küttel fand auch zum Schluss der Tournee nicht aus dem Tief. Mit 126,5 und 126 Metern ergatterte er sich als 26. von Bischofshofen bloss wenige Weltcup-Zähler.

Bischofshofen (Ö). 4. Springen der 57. Vierschanzentournee:
1. Wolfgang Loitzl (Ö) 301,2 (142,5 m/141,5 m). 2. Simon Ammann (Sz) 284,4 (137,5/140,5). 3. Dimitri Wassilijew (Russ) 279,2 (138/138,5). 4. Gregor Schlierenzauer (Ö) 279,1 (138,5/136). 5. Martin Schmitt (De) 278,5 (138,5/136,5). 6. Michael Neumayer (De) 268,8 (136/135). 7. Anders Jacobsen (No) 267,5 (132,5/137,5). 8. Michael Uhrmann (De) 258,0 (133,5/131,5). 9. Martin Koch (Ö) 257,0 (130,5/134,5). 10. Harri Olli (Fi) 252,5 (134,5/128). -- 50 klassiert.

Schlussstand in der Tournee-Wertung (4/4):
1. Loitzl 1123,7. 2. Ammann 1091,1. 3. Schlierenzauer 1077,1. 4. Schmitt 1055,2. 5. Wassilijew 1048,1. 6. Jacobsen 1027,9. 7. Olli 1019,2. 8. Morgenstern 1001,0. 9. Hautamäki 991,4. 10. Neumayer 986,3. Ferner: 16. Küttel 925,0. -- 67 klassiert.

Stand im Weltcup (11/27):
1. Ammann 877. 2. Schlierenzauer 740. 3. Loitzl 739. 4. Schmitt 385. 5. Morgenstern 374. 6. Larinto 336. 7. Olli 334. 8. Wassilijew 303. 9. Koch 277. 10. Hautamäki 264. Ferner: 14. Küttel 197.

(smw/Si)

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Simon Ammann gehört nächste Saison als einziger Schweizer der Nationalmannschaft an.
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