Siniora lehnt Rücktritte ab
publiziert: Samstag, 11. Nov 2006 / 22:39 Uhr

Beirut - Drei Monate nach dem israelischen Libanon-Feldzug hat sich die politische Krise in Beirut zugespitzt.

Siniora habe nach eigenen Angaben die Informationen aus den Medien erhalten.
Siniora habe nach eigenen Angaben die Informationen aus den Medien erhalten.
4 Meldungen im Zusammenhang
Nach dem Scheitern von Gesprächen über die Bildung einer Regierung der natioanlen Einheit kündigten die fünf schiitischen Minister ihren Rücktritt an.

Damit droht die Regierung in Beirut auseinander zu brechen. Libanon stehe vor einer «ungewissen Zukunft», hiess es in Regierungskreisen.

Regierungschef Fuad Siniora wies einen Rücktritt der fünf pro-syrischen Minister zurück. Auch wenn die Minister von Hisbollah und Amal offiziell ihren Rücktritt einreichen sollten, weise er diesen Schritt zurück, hiess es in einer Erklärung.

Siniora betonte, er wolle mit allen Parteien zusammenarbeiten, um das Land aus der politischen Krise zu führen.

Mehr Einfluss gefordert

Die schiitische Hisbollah, die von Syrien und dem Iran unterstützt wird, fordert eine stärkere Regierungsbeteiligung für sich sowie ihre christlichen und pro-syrischen Verbündeten. Damit will sie erreichen, dass sie gegebenenfalls Entscheidungen im Kabinett verhindern kann. Die Hisbollah verfügte bislang über zwei Minister im libanesischen Kabinett.

Die Amal-Bewegung von Parlamentspräsident Nabih Berri stellte ebenfalls zwei Minister, der fünfte zurückgetretene Minister steht der Hisbollah nah. Dem libanesischen Kabinett, das von anti- syrischen Kräften dominiert wird, gehören insgesamt 24 Minister an.

Fortsetzung der Zusammenarbeit

In Sinioras Erklärung hiess es weiter, seit ihrer Bildung respektiere die Regierung die Verfassung und «die Prinzipien, die auf Dialog und Konsens basieren». Die Zusammenarbeit aller Parteien müsse fortgesetzt werden, um Lösungen zu finden, die die Interessen des Libanons schützen.

Siniora war nach eigenen Angaben nicht offiziell über den Schritt der schiitischen Minister informiert worden, sondern habe die Informationen aus den Medien erhalten.

(bert/sda)

Lesen Sie hier mehr zum Thema
Beirut - Der Mordanschlag auf den ... mehr lesen
Die Regierung Fuad Siniora hängt an einem seidenen Faden: Ein Rücktritt genügt, um sie zu stürzen.
Saad Hariri, der Sohn des getöteten Rafik Hariris,setzt sich für das Tribunal ein.
Beirut - Während in Beirut die Kette ... mehr lesen
Beirut - Die schiitische Hisbollah ... mehr lesen
Scheich Kassem macht anti-syrische Kräfte für den Eklat verantwortlich.
Der Sprecher des Weissen Hauses, Tony Snow, hatte erklärt, es gebe immer mehr Belege für ein syrisches Komplott gegen Beirut.
Washington - Syrien und der Iran ... mehr lesen
.
Digitaler Strukturwandel  Nach über 16 Jahren hat sich news.ch entschlossen, den Titel in seiner jetzigen Form einzustellen. Damit endet eine Ära medialer Pionierarbeit. mehr lesen 21
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung Frieden.
Benjamin Netanjahu macht einen weiteren Schritt Richtung ...
Positive Elemente für Friedensinitiative  Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat sich zu neuen Verhandlungen über einen Friedensplan arabischer Staaten bereit erklärt. Netanjahu sagte am Montagabend in Jerusalem, die Friedensinitiative von 2002 enthalte positive Elemente. mehr lesen 
Israel  Jerusalem - Der rechts-nationalistische Politiker Avigdor Lieberman ist im Parlament als Israels neuer Verteidigungsminister vereidigt worden. 55 von 120 Abgeordneten ... mehr lesen
Avigdor Lieberman.
Recep Tayyp Erdogan: Liefert Anstoss, Strafgesetzbücher zu entschlacken.
Andreas Kyriacou Die Klage des türkischen Möchtegern-Alleinherrschers Recep Erdogan gegen den ... mehr lesen   2
Lieberman wird Verteidigungsminister  Tel Aviv - Die ultrarechte Partei Israel Beitenu (Unser Haus Israel) hat sich der rechts-religiösen Regierung Benjamin Netanjahus angeschlossen. Der Ministerpräsident und der Parteivorsitzende von Israel Beitenu, Avigdor Lieberman, unterzeichneten ein Koalitionsabkommen. mehr lesen  
Titel Forum Teaser
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    belustigend peinlich Das kommt schon fast in die Nähe der Verwechslung von Oekonomie mit ... Mi, 28.12.16 01:21
  • Unwichtiger aus Zürich 11
    Grammatik? Wie kann Stoltenberg denn Heute schon wissen, welche Entscheidungen am ... Sa, 22.10.16 10:59
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Der phallophile Blick eines cerebrophoben Schäfleins! Frau Stämpfli schrieb am Ende ... Mo, 26.09.16 17:32
  • keinschaf aus Wladiwostok 2826
    phallophobe Geschichtsrückblicke "Und die grösste Denkerin des 21. Jahrhunderts? Verdient ihr Geld mit ... Sa, 13.08.16 17:48
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Alle Demonstranten gefilmt. Der Erdogan lässt doch keine Domo gegen sich zu! Die ... Di, 21.06.16 16:42
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Konzernrecht? Konzernpfusch! Was ist denn das? Konzerne werden vorwiegend von Vollidioten geführt. ... Fr, 10.06.16 17:49
  • Kassandra aus Frauenfeld 1781
    Das wird die Deutschen aber traurig machen. Wenn man keinen Flughafen und keinen Bahnhof ... Mi, 08.06.16 17:49
  • zombie1969 aus Frauenfeld 3945
    Der... Daesh (IS) kommt immer mehr unter Druck. Davon sind inzwischen auch ... Do, 02.06.16 19:22
Jonathan Mann moderiert auf CNN International immer samstags, um 20.00 Uhr, die US- Politsendung Political Mann.
CNN-News Was würde «Präsident Trump» tatsächlich bedeuten? Noch ist absolut nichts sicher, doch es ...
 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Mi Do
Zürich 12°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig sonnig
Basel 13°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig sonnig sonnig
St. Gallen 14°C 21°C Wolkenfelder, kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich recht sonnig
Bern 12°C 24°C recht sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Luzern 14°C 24°C freundlichleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt recht sonnig
Genf 14°C 27°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig recht sonnig recht sonnig
Lugano 17°C 28°C sonnigleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig vereinzelte Gewitter Wolkenfelder, kaum Regen
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten