Sirleaf sieht sich als Wahlsiegerin in Liberia
publiziert: Freitag, 11. Nov 2005 / 07:06 Uhr

Monrovia - Die Ex-Weltbankmanagerin Ellen Johnson Sirleaf sieht sich als Siegerin der Präsidentschaftswahl in Liberia.

Ellen Johnson Sirleaf bot Weah einen «wichtigen Job» in ihrer Regierung.
Ellen Johnson Sirleaf bot Weah einen «wichtigen Job» in ihrer Regierung.
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Nach Auszählung fast aller Stimmen kam Sirleaf in der Stichwahl gegen den früheren Fussballstar George Weah auf 59 Prozent der Stimmen.

«Angesichts der Zahl der ausgezählten Wahllokale glauben wir, dass der Sieg sicher ist», sagte Sirleafs Wahlkampfmanager John Bentham.

Nach Auszählung von rund 91 Prozent der Wahllokale kam Sirleaf auf 59,1 Prozent der Stimmen, ihr Herausforderer Weah auf 40,9 Prozent.

Sieg Weahs noch möglich

Die Wahlkommission wies jedoch darauf hin, dass mathematisch auch noch ein Sieg Weahs möglich sei. Die 67-jährige Sirleaf bot Weah bereits eine «wichtige Rolle» in ihrer Regierung an.

Der 39-jährige Weah seinerseits kündigte friedliche Proteste gegen das Wahlergebnis an.

Der ehemalige Fussballstar rief dazu auf, am Freitag landesweit zu demonstrieren «gegen die Art, in der die Wahl organisiert wurde». Weah hatte bereits am Mittwoch von Wahlfälschung gesprochen.

Untersuchung

Der Sprecher des US-Aussenministeriums, Adam Ereli, sagte, das Wahlergebnis müsse untersucht werden.

Zugleich nähmen die USA zur Kenntnis, dass der Urnengang laut eigenen und anderen internationalen Beobachtern «geordnet, effizient und von wenigen Unregelmässigkeiten überschattet» verlaufen sei, fügte Ereli hinzu.

Während der Phase der Untersuchung des Ergebnisses müssten alle Parteien in Liberia «Ruhe bewahren und ihre Beschwerden auf den dafür vorgesehenen Wegen vorbringen».

Weah war Favorit

Eigentlich galt der als Volksheld verehrte Weah als Favorit der ersten Präsidentschaftswahl Liberias seit dem 14 Jahre dauernden Bürgerkrieg des westafrikanischen Landes.

In der ersten Wahlrunde vor drei Wochen hatte er zudem mit gut 28 Prozent die meisten Stimmen erhalten.

Die in Harvard ausgebildete Ökonomin Sirleaf kam damals nur auf 20 Prozent.

(rr/sda)

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