Ski Alpin: Kernen auf der Lauberhornstrecke wie aufgedreht
publiziert: Samstag, 18. Jan 2003 / 12:37 Uhr / aktualisiert: Samstag, 18. Jan 2003 / 18:27 Uhr

Wengen - Das Schweizer Team hatte sich zum Ziel gesetzt, in der zweiten Abfahrt Stephan Eberharter die Show zu stehlen. Und das gelang! Bruno Kernen legte eine Marke auf, die von niemandem mehr unterboten werden konnte.

Die Lauberhornstrecke war über Nacht glatter geworden und viele Fahrer überlegten sich, einen neuen Ski anzuschnallen. Ausserdem war die Luftfeuchtigkeit wesentlich höher als am Freitag.

Kernen kam allerdings sehr gut mit den Verhältnissen zurecht und wirkte auf der Strecke wie aufgedreht. Noch vor einem Jahr war er nach dem Rennen auf dem Weg zum Hotel angepöbelt und für seine Leistung schikaniert worden. Nun wurde er zum neuen Held in Wengen.

Vor dem Zieleinlauf von Eberharter und Rahlves, die beide in diesem Winter die besten Resultate erzielt haben, kommentierte Kernen: "Jetzt hier im Ziel auf die anderen zu warten, ist anstengender als die Fahrt selber."

Bei Eberharter und Walchhofer wurde es knapp

Der Österreicher Michael Walchhofer kam Kernen sehr nahe und wählte im Brüggli eine sensationelle Linie. Doch am Schluss war er um 24 Hundertstel zu langsam. Der zweite Angriff liess nicht lange auf sich warten. Eberharter war auf der Piste. Im oberen Streckenabschnitt legte der Führende im Abfahrts-Weltcup die Bestzeit vor. Doch wie Walchhofer verlor Eberharter im Ziel-S die entscheidenden Hundertstel.

Nach seinem dritten Platz vom Freitag hat Kernen also das scheinbar Unmögliche möglich gemacht und als erster Schweizer seit William Besse im Jahr 1994 die Lauberhornabfahrt gewonnen.

Versprechen eingehalten

Mit Tränen in den Augen kommentierte Kernen: "Ich fühle mich wie neugeboren, es ist alles eigentlich noch schöner als beim WM-Titel vor sechs Jahren." Kernen hatte für das Rennen von seinem Servicemann einen neuen Ski bekommen und sah darin den Grundstein für den Sieg.

Im ganzen Trubel ging das gute Resultat von Ambrosi Hoffmann etwas unter. Der Schweizer fuhr hinter Walchhofer und Eberharter auf den guten vierten Platz vor.

Der Cheftrainer Frehsner hat also sein Versprechen, das Schweizer Abfahrerteam bis zur WM in St.Moritz zurück an die Spitze zu führen, wahrgemacht.

Das Klassement nach 38 Fahrern:

1. Bruno Kernen Sz 2:28,69 2. M.Walchhofer Ö 2:28,92 0,23 3. S.Eberharter Ö 2:29,14 0,45 4. Ambrosi Hoffmann Sz 2:29,51 0,82 5. Andreas Schifferer Ö 2:29,70 1,01 6. Antoine Dénériaz Fr 2:30,20 1,51 7. Hermann Maier Ö 2:30,60 1,91 8. Daron Rahlves USA 2:30,66 1,97 9. K.A. Aamodt No 2:30,69 2,00 10. Fritz Strobl Ö 2:31,09 2,40 11. Bode Miller (USA), Rossignol, 2,49 zurück. 12. Max Rauffer (De), Atomic, 2,52. 13. Rolf von Weissenfluh (Sz), Head, 2,56. 14. Kurt Sulzenbacher (It), Rossignol, 2,62. 15. Marco Sullivan (USA), Salomon, 2,68.

16. Werner Franz (Ö), Head, 2,85. 17. Hannes Trinkl (Ö), Head, 2,91. 18. Andrej Jerman (Sln), Rossignol, 2,96. 19. Didier Défago (Sz), Atomic, 3,06. 20. Franco Cavegn (Sz), Head, 3,19. 21. Peter Rzehak (Ö), Salomon, 3,20. 22. Kristian Ghedina (It), Fischer, 3,40. 23. Erik Seletto (It), Rossignol, 3,60. 24. Sébastien Fournier (Fr), Rossignol, 3,70. 25. Thomas Graggaber (Ö), Atomic, 3,80. 26. Didier Cuche (Sz), Atomic, und Lasse Kjus (No), Dynastar, 4,00. 28. Nicolas Burtin (Fr), Atomic, 4,03. 29. Markus Herrmann (Sz), Stöckli, 4,48. 30. Jürg Grünenfelder (Sz), Head, 4,55.

Ausgeschieden: Roland Fischnaller (It), Klaus Kröll (Ö), Daniel Züger (Sz).

(Barnaby Skinner/news.ch)

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