Ski alpin: Jubeljahr für Swiss-Ski?
publiziert: Donnerstag, 16. Okt 2003 / 18:35 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 16. Okt 2003 / 21:01 Uhr

Die am übernächsten Wochenende in Sölden (Ö) beginnende alpine Skisaison 2003/04 steht ganz im Zeichen des 100-jährigen Jubiläums von Swiss-Ski. Der Festakt findet am 2.-4. Juli in Basel statt, dem Final-Wochenende der Fussball-EM -- ein gutes Omen?

Duri Bezzola, der Präsident von Swiss Ski.
Duri Bezzola, der Präsident von Swiss Ski.
Verbandspräsident Duri Bezzola zog an der traditionellen Herbst-Medienkonferenz in Olten -- dem Ort, wo am 20. November 1904 der Schweizerische Skiverband gegründet wurde -- den Vergleich zum Fussball: "Wir wollen es mit Super-Resultaten den erfolgreichen Fussballern gleichtun und ebenfalls Begeisterungsstürme auslösen."

Der Bündner Nationalrat weiss, dass "wir letztlich an Medaillen gemessen werden." Da in dieser Saison aber keine Weltmeisterschaften oder Olympischen Spiele stattfinden, "muss diese Begeisterung mit Spitzenplatzierungen im Weltcup geweckt werden."

Peter Boeni, Chef des Hauptsponsors Swisscom, der auch die Fussball-Nationalmannschaft unterstützt, trat bei der PK symbolisch in kurzen Hosen im Fussballdress auf. Swisscom-CEO Jens Alder tat das gleiche auch schon auf Inseraten -- mit respektabler Silhouette -- im eng anliegenden Skidress. Nur Bezzola präsentierte sich, drei Tage vor den Nationalratswahlen, bei der PK geziemt in Anzug und Krawatte...

Männer näher zur Spitze

"Wir hatten eine nicht schlechte Saison, aber auch keine übermässig gute. Es standen vor allem die bestandenen Athleten im Vordergrund, aber auch kaum junge Fahrer", sagte Männer-Chef Karl Frehsner, der das Team weiterhin nach bewährter Manier führen will. "Ich werde den Weg weiterverfolgen, den ich schon in der vergangenen Saison eingeschlagen habe, auch wenn mir das massive Kritik von einigen Journalisten eingetragen hat."

Der "eiserne Karl" verfügt im kommenden Winter über eine "relativ kleine Mannschaft, die aber den internationalen Anforderungen entspricht. Glücklicherweise blieben wir in der Vorbereitung von Verletzungen und längeren Absenzen verschont." Der zweite Nationenrang soll auch nach dem Rücktritt von Michael von Grünigen gehalten werden. "Unser hohes Ziel sollte aber sein, wieder zu den Österreichern aufschliessen zu können."

Zunächst gilt es aber kleinere Brötchen zu backen, vor allem in den technischen Disziplinen, wo die Schweiz nur noch über vier (Slalom) und sieben (Riesenslalom) Weltcup-Startplätze verfügt. Eine Stufe tiefer verspricht sich Frehsner vom B-Kader, aus welchem sich das Europacup-Team zusammenstellt, Rangierungen unter den ersten fünf.

Frauen-Team zurück zum Erfolg

Der Rückblick von Frauen-Chef Angelo Maina fiel mehr als durchzogen aus: "Vor zwei Jahren schnitten wir besser als erwartet ab, letzte Saison liessen die Fahrerinnen die Bestätigung nicht folgen." Die zwei WM-Medaillen von Corinne Rey-Bellet (Abfahrts-Zweite) und Marlies Oester (Kombi-Dritte) konnten die Saison mit einem Sturz vom 2. auf den 6. Rang im Nationenklassement nicht retten.

Trotz des Rücktritts von Teamleaderin Rey-Bellet, die pro Winter immer für 500 bis 800 Weltcup-Punkte gut war, verfolgt der 42-jährige Tessiner eine klare Vorwärtsstrategie: "Die kommende Saison ohne grosse Titelkämpfe ist für mich keineswegs ein Übergangsjahr. Wir streben im Nationenklassement Platz 3 an. Zudem gilt es für jede Fahrerin, ihren Startplatz zu verbessern."

(Zu) viele Schweizer Fahrerinnen gehen erst mit Startnummern ab 30 ins Rennen. Maina legt auch Wert darauf, dass die Fahrerinnen in mindestens zwei Disziplinen starten. Mit Tamara Wolf, der Junioren-Weltmeisterin, und Fabienne Suter, der dreifachen Europacupsiegerin, fallen die beiden besten Nachwuchsathletinnen mit Kreuzbandrissen aus.

Nachwuchs: WM-Erfolge bestätigen

Bereits im vierten Jahr als Nachwuchschef amtiert Didier Bonvin, der für die rund 40 Fahrer in der Junioren-Nationalmannschaft und im C-Kader verantwortlich ist. Traditionsgemäss stellen die Junioren-Weltmeisterschaften, die nächsten Februar in Maribor (Sln) ausgetragen werden, den Saisonhöhepunkt dar.

Der Walliser setzt die Ziele für seine Fahrer hoch an und fordert eine Bestätigung der WM-Erfolge von Serre Chevalier (Fr): "Es sind Podestplätze und Top-10-Klassierungen gefordert, ich will aber auch ein kompaktes Team sehen." An der letzten Nachwuchs-WM ging dem Schweizer Team trotz der sieben Medaillen und fünf Weltmeistertitel durch Daniel Albrecht, Marc Berthod und Tamara Wolf diese Geschlossenheit noch etwas ab.

Im weiteren werden Bonvins Fahrer hauptsächlich FIS-Rennen bestreiten und dabei versuchen, ihr FIS-Punktekonto zu verbessern. "Das Ziel muss sein, mit guten Klassierungen ins B-Kader aufsteigen zu können", sagte Nachwuchschef Bonvin.

(von Valentin Oetterli, Olten/Si)

 
Stellenmarkt.ch
Kreditrechner
Wunschkredit in CHF
wetter.ch
Heute Sa So
Zürich 2°C 5°C wechselnd bewölktleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
Basel 3°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
St. Gallen 1°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt Schneeregen
Bern 2°C 5°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
Luzern 4°C 6°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig wechselnd bewölkt bedeckt, wenig Regen
Genf 3°C 8°C wolkig, aber kaum Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig freundlich wolkig, aber kaum Regen
Lugano 4°C 9°C anhaltender Regenleicht bewölkt, ueberwiegend sonnig trüb und nass trüb und nass
mehr Wetter von über 8 Millionen Orten