Ski alpin: Nadia Styger fehlten 14 Hundertstel
publiziert: Samstag, 21. Feb 2004 / 13:57 Uhr / aktualisiert: Samstag, 21. Feb 2004 / 18:51 Uhr

Renate Götschl errang in Are (Sd) ihren dritten Saisonsieg im Super-G und war gleichzeitig grosse Gewinnerin an allen Fronten. Nadia Styger verpasste als Siebte den ersehnten Podestplatz ein weiteres Mal nur knapp.

Nadia Styger hat einmal mehr gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehört - nur fehlt bisher leider ein Podestplatz.
Nadia Styger hat einmal mehr gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehört - nur fehlt bisher leider ein Podestplatz.
Andere Fahrerinnen an ihrer Stelle würden die Frage nach dem überfälligen Podiumsrang nicht mehr hören wollen. Den Ärger über die erneut verpasste Chance verheimlicht zwar auch Nadia Styger nicht, von Enttäuschung will sie gleichwohl nichts wissen. Wer wie die Schwyzerin in den letzten Jahren durch schwerste Verletzungen in regelmässigen Abständen Rückschläge in Kauf nehmen und sich immer wieder aufs Neue an die Besten herankämpfen musste, hat auch gelernt, geduldig zu sein. "Obwohl wieder nur wenig gefehlt hat, haut mich dies sicher nicht um", resümierte die 25-Jährige aus Sattel in ihrer gewinnenden Art.

Bei "Halbzeit" auf Platz 2

Exakt 14 Hundertstel waren es diesmal, die Nadia Styger von der erstmaligen Teilnahme an einer Weltcup-Siegerehrung trennten. Ärgerlicher als die minime Marge ist der Umstand, dass sie sich bis kurz vor dem Ziel noch klar auf Podestkurs befunden hatte. Bei der zweiten Zwischenzeit, nach mehr als halber Renndistanz, wurde sie als Zweitschnellste hinter Renate Götschl gestoppt und lag rund drei Zehntel vor der Französin Carole Montillet und der Österreicherin Brigitte Obermoser, der Zweit- und Drittplatzierten.

In einem Rennen der knappen Abstände, in dem sich die ersten 17 Fahrerinnen innerhalb einer Sekunde klassierten, stand Nadia Styger aus Schweizer Sicht allein auf weiter Flur. Ella Alpiger fuhr mit der Nummer 41 immerhin in den 23. Rang vor und war so bereits die zweitbeste Vertreterin von Swiss-Ski. Die Bilanz des Team vermochte die Toggenburgerin indes ebenso nur bedingt zu schönigen wie die unmittelbar hinter ihr platzierten Sylviane Berthod und Tanja Pieren in ihrem letzten Rennen des Winters. Die Berner Oberländerin bricht die Saison wegen eines Knorpelschadens im rechten Knie vorzeitig ab.

Catherine Borghi (36.) und Fränzi Aufdenblatten (39.) schnitten enttäuschend ab. Die Walliserin ("Bei schlechter Sicht kann ich mich nach wie vor nicht überwinden und fahre deshalb zu verhalten") darf sich immerhin damit trösten, sich als zweite Schweizerin neben Nadia Styger für den Super-G beim Weltcup-Finale in Sestriere qualifiziert zu haben.

Wieder Leaderin im Super-G-Weltcup

Renate Götschl darf sich nicht nur wegen ihres Sieges als grosse Gewinnerin fühlen. Im Disziplinen-Klassement hat die Steirerin wieder die Führung übernommen, reist mit 29 Punkten Vorsprung auf Carole Montillet nach Sestriere und ist ihrem Saisonziel, dem Gewinn einer kleinen Kristallkugel, auch in ihrer zweiten starken Disziplin näher gerückt. In der Abfahrt führt sie das Klassement 63 Punkte vor Hilde Gerg an.

Mit ihrem 32. Weltcup-Sieg hat Renate Götschl zudem in der Gesamt-Wertung den Rückstand auf Leaderin Anja Pärson von 112 auf 23 Punkte verkürzt. An der Favoritenrolle der Schwedin, die in ihrem ersten Heimrennen 20. wurde, ändert sich für Renate Götschl allerdings nichts. "Bis zum Finale stehen noch drei Rennen in ihren starken Disziplinen im Programm. Die Vorteile liegen deshalb bei ihr." Nach dem Riesenslalom von heute Sonntag werden am kommenden Wochenende in Levi (Fi) zwei Slaloms ausgetragen.

Grosse Verliererin in Are war Hilde Gerg. Sie verpasste wie ihre Teamkollegin Maria Riesch ein Tor und fiel im Kampf um den Super-G-Weltcup aus den Traktanden. 86 Punkte Rückstand auf Renate Götschl sind für die bisher Führende wohl eine zu grosse Hypothek.

Weltcup-Super-G Frauen, Schlussklassement: 1. Renate Götschl (Ö) 1:09,22. 2. Carole Montillet (Fr) 0,22 zurück. 3. Brigitte Obermoser (Ö) 0,28. 4. Lucia Recchia (It) 0,30. 5. Mélanie Suchet (Fr) 0,31. 6. Silvia Berger (Ö) 0,32. 7. Nadia Styger (Sz) 0,42. 8. Michaela Dorfmeister (Ö) 0,47. 9. Petra Haltmayr (De) und Caroline Lalive (USA) 0,54. 11. Libby Ludlow (USA) 0,55. 12. Lindsey Kildow (USA) 0,65. 13. Katja Wirth (Ö) 0,68. 14. Sophie Splawinski (Ka) 0,78. 15. Martina Ertl (De) 0,92.

16. Martina Lechner (Ö) 0,94. 17. Julia Mancuso (USA) 0,99. 18. Andrine Flemmen (No) 1,01. 19. Geneviève Simard (Ka) 1,03. 20. Anja Pärson (Sd) 1,34. 21. Tina Maze (Sln) 1,58. 22. Mojca Suhadolc (Sln) 1,65. 23. Ella Alpiger (Sz) 1,69. 24. Sylviane Berthod (Sz) 1,74. 25. Tanja Pieren (Sz) 1,91. 26. Nadia Fanchini (It) 1,94. 27. Nike Bent (Sd) und Julie Duvillard (Fr) 1,95. 29. Elisabeth Görgl (Ö) 1,96. 30. Emily Brydon (Ka) 1,97.

Ferner 36. Catherine Borghi 2,47. 39. Fränzi Aufdenblatten 3,09. -- Ausgeschieden u.a. Ingrid Jacquemod (Fr), Daniela Ceccarelli (It), Maria Riesch (De), Alexandra Meissnitzer (Ö), Hilde Gerg (De), Martina Schild (Sz). -- winStar (grösster Leistungssprung): Sophie Splawinski (14. Rang mit Nummer 56).

Technische Daten: Piste Olympia, 1801 m, 515 m HD, Kurssetzer V. Ghirardi (It), 35 Tore.

Der Stand im FIS-Audi-Weltcup. Frauen. Super-G (nach 7 von 8 Rennen): 1. Renate Götschl (Ö) 431. 2. Carole Montillet (Fr) 402. 3. Hilde Gerg (De) 345. 4. Michaela Dorfmeister (Ö) 331. 5. Maria Riesch (De) 258. 6. Alexandra Meissnitzer (Ö) 238. 7. Mélanie Suchet (Fr) 207. 8. Nadia Styger (Sz) 192. 9. Caroline Lalive (USA) 178. 10. Geneviève Simard (Ka) 177. 11. Silvia Berger (Ö) und Martina Ertl (De) 169. 13. Brigitte Obermoser (Ö) 163. 14. Kirsten Clark (USA) 141. 15. Katja Wirth (Ö) 131.

Ferner: 22. Fränzi Aufdenblatten 76, alle für den Weltcup-Final in Sestriere qualifiziert. -- 32. Tanja Pieren 27. 35. Ella Alpiger und Martina Schild 23. 38. Catherine Borghi 22. 42. Sylviane Berthod 17.

Gesamtwertung (nach 28 von 35 Wertungen): 1. Anja Pärson (Sd) 1231. 2. Renate Götschl (Ö) 1208. 3. Carole Montillet (Fr) 933. 4. Hilde Gerg (De) 870. 5. Michaela Dorfmeister (Ö) 843. 6. Martina Ertl (De) 622. 7. Maria Riesch (De) 620. 8. Alexandra Meissnitzer (Ö) 609. 9. Nicole Hosp (Ö) 566. 10. Kirsten Clark (USA) 456. 11. Nadia Styger (Sz) 445. 12. Tanja Poutiainen (Fi) 405. 13. Isolde Kostner (It) 377. 14. Elisabeth Görgl (Ö) 342. 15. Marlies Schild (Ö) 333.

Ferner: 18. Fränzi Aufdenblatten 300. 23. Sonja Nef 283. 27. Sylviane Berthod 237. 39. Catherine Borghi 163. 40. Marlies Oester 161. 59. Martina Schild 97. 83. Ella Alpiger und Corina Grünenfelder 33. 87. Lilian Kummer 29. 88. Tanja Pieren 27.

Nationenwertung (nach 60 von 75 Wertungen): 1. Österreich 14 114 (Frauen 5389+Männer 8725). 2. Italien 4 112 (1577+2535). 3. USA 4 058 (1970+2088). 4. Schweiz 3 989 (1808+2181). 5. Frankreich 3 398 (1982+1416). 6. Deutschland 3 222 (2928+294). 7. Norwegen 2 581 (507+2074). 8. Schweden 2 500 (1712+788). 9. Finnland 1 353 (442+911). 10. Kanada 1 327 (740+587). 11. Slowenien 671 (229+442). 12. Kroatien 403 (132+271). 13. Tschechien 220 (178+42). 14. England 219 (139+80). 15. Spanien 209 (209+0).

16. Liechtenstein 196 (21+175). 17. Japan 152 (31+121). 18. Slowakei 147 (147+0). 19. Russland 26 (0+26). 20. Andorra 12 (0+12). 21. Australien 10 (0+10). 22. Belgien 3 (3+0).

(von David Bernold, Are/Si)

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