Ski alpin: Negativ-Spirale hält an
publiziert: Sonntag, 4. Jan 2004 / 15:51 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 4. Jan 2004 / 16:15 Uhr

Wer geglaubt hatte, dass die Schweizer Leistungs-Spirale kaum mehr weiter nach unten drehen kann, wurde am Samstag im Riesenslalom eines besseren belehrt. Der "Riesen" ist mittlerweile zum Länderdreikampf geworden, ohne Schweizer Beteiligung.

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Der Negativ-Rekord von Alta Badia (18. Cuche, 21. Didier Défago) hatte nicht lange Bestand. Einzig Ambrosi Hoffmann (25.) und Cuche (30.) tauchten im Klassement auf. So weit hinten figurierte der bestklassierte Schweizer in einem Weltcup-Riesenslalom noch nie.

Es brauchte schon viel guten Willen, nach positiven Aspekten zu suchen. Dazu gehört wohl die Leistung von Ambrosi Hoffmann, der im Riesenslalom noch nicht oft besser klassiert war als 25., oder dann die angriffige Fahrt von Newcomer Marc Berthod, der sich mit Nummer 50 vermutlich für den 2. Lauf qualifiziert hätte, wenn er nicht im unteren Abschnitt ausgerutscht wäre.

Absolut enttäuschend blieb jedoch das Abschneiden der übrigen Schweizer. Didier Cuche konstatierte, dass er "im Riesenslalom völlig ohne Selbstvertrauen" fahre.

Frehsner unter Druck

Cheftrainer Karl Frehsner sprach hinterher von der fehlenden Agressivität seiner Fahrer. "Im Training fahren sie derzeit viel besser. Aber ich bin überzeugt, dass sie auch bald in den Rennen wieder schneller sind."

Wie er das bewerkstelligen will, darüber wollte er nicht sprechen. Doch Frehsner steckt in einer schwierigen Situation. Die Flachauer Pleite war auch für ihn etwas Neues: "So etwas habe ich noch nie erlebt."

Riesen-Dreikampf^

15 000 Zuschauer sahen im Riesenslalom vom Samstag ihren Lokal-Favoriten Hermann Maier schon im ersten Durchgang scheitern, aber mit Benjamin Raich durften sie immerhin einen anderen Österreicher bejubeln.

Raich scheint sich im Reich des Herminators besonders wohl zu fühlen: "Der Hang hier liegt mir einfach. An diesen Ort habe ich nur gute Erinnerungen."

Hier hatte Raich im Januar 1999 seinen ersten Riesenslalom-Sieg errungen (vor Michael von Grünigen), und im März 2002 belegte er in Flachau hinter Von Grünigen Platz 2. Diesmal reichte es wieder zum Sieg, dem fünften im Riesenslalom, dem elften insgesamt.

Aber auf diesen Erfolg hatte er lange warten müssen. Sein zuvor letzter Triumph lag mehr als zwei Jahre zurück. Raich fing im zweiten Durchgang den Italiener Massimiliano Blardone ab, der bei ´Halbzeit´ klar vor dem Tiroler gelegen hatte, am Ende aber mit 70 Hundertsteln Rückstand Zweiter wurde und damit nach vier 4. Rängen erstmals das Podest erreichte. Dritter wurde der Norweger Bjarne Solbakken.

FIS-Audi-Weltcup. Männer. Slalom (nach 3 von 11 Rennen): 1. Kalle Palander (Fi) und Manfred Pranger (Ö) 200. 3. Giorgio Rocca (It) 190. 4. Benjamin Raich (Ö) 129. 5. Rainer Schönfelder (Ö) 120. 6. Ivica Kostelic (Kro) 100. 7. Manfred Mölgg (It) 90. 8. Silvan Zurbriggen (Sz) 86. 9. Johan Brolenius (Sd) 76. 10. Kilian Albrecht (Ö) 68. 11. Tom Stiansen (No) 65. 12. Alois Vogl (De) 55. 13. Markus Larsson (Sd) 50. 14. Pierrick Bourgeat (Fr) 47. 15. Giancarlo Bergamelli (It) 45. Ferner 30. Urs Imboden 16.

Gesamtwertung (nach 15 von 40 Wertungen): 1. Hermann Maier (Ö) 515. 2. Benjamin Raich (Ö) 469. 3. Kalle Palander (Fi) 449. 4. Hans Knauss (Ö) 440. 5. Lasse Kjus (No) 438. 6. Bjarne Solbakken (No) 383. 7. Michael Walchhofer (Ö) 376. 8. Andreas Schifferer (Ö) 371. 9. Stephan Eberharter (Ö) 358. 10. Bode Miller (USA) 337. 11. Daron Rahlves (USA) 300. 12. Aksel Lund Svindal (No) 219. 13. Davide Simoncelli (It) 216. 14. Manfred Pranger (Ö) und Giorgio Rocca (It) 200.

Ferner 18. Didier Cuche 180. 28. Ambrosi Hoffmann 128. 36. Bruno Kernen 98. 37. Silvan Zurbriggen 86. 38. Didier Défago 76. 42. Franco Cavegn 74. 49. Tobias Grünenfelder 64. 66. Paul Accola 36. 79. Marco Casanova und Rolf von Weissenfluh 21. 85. Urs Imboden 16. 109. Konrad Hari 6.

(bsk/Si)

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