Ski alpin: Sturz auf 4. Platz der Teamwertung
publiziert: Sonntag, 14. Mrz 2004 / 14:46 Uhr

Wenig erbaulich verlief das Final-Weekend in Sestriere für Swiss-Ski. Zwei 13. Ränge von Silvan Zurbriggen und Fränzi Aufdenblatten bildeten die Bestergebnisse, was die Schweizer in der Weltcup-Teamwertung vom 2. auf den 4. Platz abstürzen liess.

Einzig Silvan Zurbriggen konnte in Sestriere zufrieden sein.
Einzig Silvan Zurbriggen konnte in Sestriere zufrieden sein.
Dank dem Zwischenhoch in den Speed-Bewerben hatte sich die Schweizer Equipe in Sestriere auf den 2. Rang vorgekämpft, doch wegen der mageren Slalom- und Riesenslalom-Bilanz musste sie Italien und den USA wieder knapp den Vortritt lassen. So schlecht war das Team Schweiz zuletzt 1998 klassiert.

Ein positives Fazit durfte in Sestriere einzig Silvan Zurbriggen ziehen. Er fiel zwar im 2. Lauf um fünf Ränge zurück, festigte damit aber gleichwohl seine Position in der ersten Startgruppe. "Damit habe ich mein Saisonziel erreicht, auch wenn der ganz grosse Coup wie im letzten Winter fehlte", meinte der WM-Zweite, der vier Top-Ten-Klassierungen mit einem 5. Platz in Kitzbühel als Highlight erreichte. "Es war ein unglaublich schwieriges Jahr. Vieles lief schief, auch im Umfeld. Ich hoffe, dass wir Athleten uns im nächsten Jahr wieder ganz aufs Skifahren konzentrieren können", sagte der Walliser.

Sonja Nef fällt aus Nationaltam: "Jetzt erst recht"

Trotz Abstimmungskorrekturen am Material fand Sonja Nef nicht aus ihrer Krise heraus und musste sich mit den Rängen 18 und 20 begnügen. "Im Training stimmte es wieder, aber im Rennen fehlt nach wie vor die Sicherheit. Im Kopf war ich noch nicht parat. Zu vieles hatte ich zu verdauen", meinte die Appenzellerin: "Das war meine schlechteste Saison, seit ich im Weltcup bin."

Sowohl im Slalom als auch im Riesenslalom fiel sie aus der ersten Startgruppe und damit auch aus der Nationalmannschaft. Zumindest ist ein Rücktritt kein Thema mehr. "So kann ich nicht aufhören", sagt Sonja Nef und nimmt sich Beispiele an Deborah Compagnoni und Hermann Maier. "Diese waren auch schon ganz unten und haben sich wieder hochgekämpft. Vor solchen Athleten ziehe ich den Hut und gehe in die Knie. Jetzt, wo ich selber unten bin, merke ich, welche Leistungen die gebracht haben." Zumindest von der Einstellung her befindet sich Sonja Nef wieder auf Kurs.

Wie Nef verpasste auch Fränzi Aufdenblatten die Zugehörigkeit zur ersten Gruppe knapp. Sie schaffte aber die Gruppe-1-Qualifkation über die Abfahrt und wird damit zusammen mit Nadia Styger und Sylviane Berthod die einzige Schweizerin mit Nationalmannschafts-Status sein.

Ein ansprechendes Rennen fuhr der Junioren-Weltmeister Raphael Fässler, der im vierten Weltcuprennen zum ersten Mal ins Ziel kam und den 21. Platz belegte. "Ich glaubte, ich sei schneller gefahren", meinte der Schwyzer. Seine Eindruck täuschte nicht: Die Zeit war besser als der Rang. Er verlor nur 1,69 Sekunden auf Sieger Palander und holte sich damit (überlebens-)wichtige FIS-Punkte. "Die Saison begann ich mit 90er-Startnummern", erklärte Fässler, "und auch jetzt muss ich im Weltcup wie im Europacup mit 60er- bis 70er-Nummern starten." Mit dem Ergebnis von Sestriere dürfte er etwa 30 Nummern überspringen, womit sich der Abstecher zum Weltcup-Finale mehr als gelohnt hat.

(rr/Si)

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