Ski alpin/WM03: ÖSV-Selektion für die Männer-Abfahrt
publiziert: Mittwoch, 5. Feb 2003 / 22:19 Uhr

(Si/APA) Das österreichische Quintett für die Abfahrt vom Samstag steht bereits vor dem Abschlusstraining fest. Neben Titelverteidiger Hannes Trinkl, Stephan Eberharter und Michael Walchhofer wurden Hermann Maier und Olympiasieger Fritz Strobl nominiert.

Hermann Maier (AUT) darf am Samstag für Österreich starten.
Hermann Maier (AUT) darf am Samstag für Österreich starten.
Auf der Strecke blieben Klaus Kröll und Andreas Schifferer, die weiteren Kandidaten auf einen Abfahrtsstartsplatz. Alpindirektor Hans Pum entschied sich in Absprache mit Cheftrainer Toni Giger, auf die interne Qualifikation im letzten Training zu verzichten. Die Ausscheidung wäre eigentlich gestern (Mittwoch) geplant gewesen. Nach der Absage des Trainings vom Dienstag geriet der Plan der Österreicher jedoch gehörig durcheinander. Mitgespielt beim Entscheid hat auch die Überlegung, dass das Abschlusstraining für die Startnummern im Rennen Ausschlag gebend ist.

Aufsteigende Form entscheidend

Giger begründete die Aufstellung von Maier mit dessen stark aufsteigender Form, die von Olympiasieger Strobl mit den gegenüber Schifferer und Kröll besseren Weltcup-Platzierungen in dieser Saison. Maier hatte seine Form auch im gestrigen Training angedeutet - obwohl er nur 25. geworden war. Den Rückstand (3,65 Sekunden) handelte er sich praktisch vollends mit einem groben Schnitzer im oberen Streckenteil ein. In jenem Abschnitt wurde für ihn nur die 74. Zeit gestoppt. Ohne Fehler wäre für Maier sogar die Bestzeit dringelegen.

"Es wird keinen Wettkampf vor dem Wettkampf geben, wir wollen uns nicht am Freitag mit der Qualifikation intern aufreiben", erklärte Giger am Mittwochabend. "Wir haben es uns wirklich nicht leicht gemacht", sagte Pum, dem eine sportliche Entscheidung am liebsten gewesen wäre. Dazu kam es nun nicht, was Pum auch so begründete: "Ein Rennen vor dem Rennen hat sich schon oft als schlecht erwiesen. Obendrein können die Beteiligten nicht mehr Material oder die beste Linie testen und dann auch nicht bezüglich Startnummer taktieren." Dass Hermann Maier der Superstar-Bonus zu Gute gekommen ist, wies Giger entschieden zurück: "Hermann musste sich in Kitzbühel qualifizieren und hat seine Form hier mit der Silbermedaille im Super-G eindrucksvoll bestätigt."

Maier wollte die Freude über die Nominierung nicht wirklich zeigen. "Man fühlt sich jetzt nicht unbedingt als Sieger, denn gleichzeitig gibt es auch zwei Verlierer. Jetzt müssen wir das Beste für Österreich geben, und das werden wir auch machen." Dass der "Herminator" nun ganz besonders unter Erfolgsdruck steht, ist ihm gleichgültig. "Ich stehe immer unter Medaillenzwang." Er sei überzeugt, dass seine Aufstellung gerechtfertigt ist. Zudem verwies er noch einmal auf seine Verletzung. "Wenn ich mich nicht verletzt hätte, wäre Kröll nicht zum Zug gekommen, und wenn sich Christian Greber nicht verletzt hätte, dann hätte Schifferer keinen Platz gehabt." Auch bei Strobl kam keine Jubelstimmung auf. "Es tut mir wirklich leid für die beiden, dass sie nicht zeigen können, was sie drauf haben. Jetzt können wir uns aufs Skifahren konzentrieren."

Schifferers Frust

Schifferer reagierte frustriert. "Das ist der bitterste Moment meiner Karriere", sagte der Salzburger, der den Entscheid schon gegen Mittag geahnt, sich aber trotzdem noch auf eine mögliche Qualifikation eingestellt hatte. Er werde die Saison zwar noch fertig fahren, dann aber überlegen, "wie gross meine Wut noch ist, welchen Platz ich im ÖSV-Team habe und ob ich überhaupt noch Lust aufs Skifahren habe. Meine Wut richtet sich gegen den Verband, denn dort ist eine Maier-Lobby erkennbar. Wenn der Präsident einen Läufer vertritt, dann trachtet er auch danach, dass der fährt und nicht ein anderer."

Klaus Kröll tauchte vorerst einmal unter, dafür nahm der Rennchef seines Skiausrüsters (Head), Dieter Bartsch, Stellung. Der frühere Schweizer Cheftrainer ortete einen "material-politischen" Entscheid: "Das scheint schon vorher entschieden worden zu sein. Wir haben offenbar die falsche Farbe der Ski."

(fest/sda)

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