Ski alpin/WM03: Rey-Bellet rechtzeitig fit
publiziert: Sonntag, 2. Feb 2003 / 15:39 Uhr

(Si) In den fünf Weltcup-Super-G dieses Winters stand nie eine Schweizerin auf dem Podest. Dennoch ist für das Rennen von heute Montag Hoffen erlaubt: Teamleaderin Corinne Rey-Bellet fährt nach ihren Knieproblemen seit gut einer Woche wieder beschwerdefrei.

In den letzten beiden Jahren war sie oft nahe dran. Aber geklappt hat es nie. 15 Mal stand sie zwar im Weltcup schon auf dem Podium, davon fünf Mal als Siegerin. Doch eine Medaille an einem Grossanlass blieb der 30-jährigen Walliserin bei je vier Olympia- und WM-Teinahmen stets verwehrt. Im Vorwinter fehlten Corinne Rey-Bellet als Fünfte der Abfahrt 15 Hundertstel zu Olympia-Bronze und auch vor zwei Jahren an der WM in St. Anton hatte sie Edelmetall denkbar knapp verpasst. In der Abfahrt wurde sie ebenso Vierte wie in der Kombination und im Super-G belegte sie Platz 6. 20 Hundertstel fehlten ihr damals zu Platz 3, nur 28 Hundertstel zu Gold.

Ihre Ergebnisse im laufenden Winter mögen zwar nicht sonderlich verheissungsvoll erscheinen. Fünfte war Corinne Rey-Bellet zu Saisonbeginn im Super-G von Aspen, danach folgten lediglich Ränge zwischen 11 und 15. Aber dafür gab es Erklärungen: "Vor Weihnachten auf der Lenzerheide konnte ich vor Schmerzen kaum mehr eine Kurve fahren und war der Verzweiflung nahe", sagt sie. Da gab ihr Abfahrtstrainerin Marie-Theres Nadig den Tipp, Dr. Rolf Hohmeister in Bad Ragaz aufzusuchen. Der hat mit seinen Fischöl-Injektionen schon Sonja Nef wieder auf Siegeskurs gebracht.

Ende Oktober hatte sich Corinne Rey-Bellet im ersten Rennen in Sölden eine Innenband-Zerrung im rechten Knie zugezogen. Wochen später klagte sie noch immer über Schmerzen. Inzwischen ist klar, dass sie an einer Arthrose leidet. "Dr. Hohmeister verabreichte mir seit Weihnachten vier Injektionen mit einem genetischen Öl. Dabei handelt es sich um dieselbe Substanz wie bei Sonja Nef", erklärt die Walliserin. Die Therapie zeigte Wirkung, gerade rechtzeitig auf die WM wird sie beim Skifahren nicht mehr von Schmerzen geplagt. Und auch beim Riesenslalom-Training schwillt das Knie nicht mehr an wie zuvor.

Corinne Rey-Bellet kann in einer für sie sehr günstigen Ausgangslage zum Super-G antreten. Aufgrund der bisherigen Saison zählt sie nicht zu den ganz grossen Favoritinnen. "Das ist ein Vorteil", glaubt sie, "im Moment fühle ich zwar in der Abfahrt am besten, aber auch im Super-G fehlt nur das gewisse Klick." Letzte Schweizer Medaillengewinnerin im Super-G war übrigens Heidi Zurbriggen, die 1996 in der Sierra Nevada hinter Isolde Kostner Silber geholt hatte. Die beste Schweizer Platzierung des WM-Winters erreichte die in St. Moritz verletzt abwesende Zugerin Tamara Müller als Vierte in Cortina. Ein Exploit gelang indes auch Fränzi Aufdenblatten, die im Dezember in Val d´Isère auf den 5. Platz vorgestossen war. Daran darf die Walliserin noch nicht gemessen werden. "Im Super-G geht mir noch ein wenig die Erfahrung ab", sagt sie selber. Und auch Sylviane Berthod, die in den Super-G dieses Winters nie über Rang 11 hinaus gekommen ist, findet es etwas vermessen, von einer Medaille zu reden. Vierte Schweizer Starterin wird die Bernerin Monika Dumermuth sein, die sich in einer internen Ausscheidung gegen Catherine Borghi durchgesetzt hat. Die beiden fuhren in Brixen im Südtirol, wo sich die Schweizerinnen zuletzt vorbereitet hatten, an zwei Tagen je zwei Läufe, wobei jeweils die Zeiten der beiden besseren addiert wurden. So sprach am Ende eine Zehntelsekunde für Monika Dumermuth. Den Kreis der Favoritinnen muss man in St. Moritz recht gross ziehen, aber in den Vordergrund haben sich trotzdem zwei Fahrerinnen geschoben. Abfahrts-Olympiasiegerin Carole Montillet wird versuchen, Nachfolgerin ihrer im Oktober 2001 tödlich verunglückten Landsfrau Régine Cavagnoud zu werden. Montillet ist die einzige Fahrerin, die in der bisherigen Saison mehr als einen Super-G für sich entschied. Die Österreicherinnen waren an ihrer Heim-WM in St. Anton im Super-G leer ausgegangen, doch in den beiden letzten Speed-Rennen vor St. Moritz stellte Renate Götschl mit zwei Siegen in Cortina klar, dass auch sie ein gewichtiges Wort mitreden kann. Doch da gibt es auch noch die Italienerinnen wie Karen Putzer und Isolde Kostner sowie die Deutsche Hilde Gerg.

(Werner Eisenring, St. Moritz /sda)

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