Ski alpin/WM03: Von Grünigen hat den Hattrick im Visier
publiziert: Dienstag, 11. Feb 2003 / 17:29 Uhr

(Si) Er macht nicht viel Aufhebens um seinen letzten WM-Auftritt, denn im Vordergund steht etwas anderes: Michael von Grünigen, der Riesenslalom-Weltmeister von 1997 und 2001, visiert in St. Moritz den WM-Hattrick an.

Michael von Grünigen will es noch einmal wissen.
Michael von Grünigen will es noch einmal wissen.
Drei Siege in der gleichen Disziplin hat bisher - ausser in der Kombination - nur die schwedische Ski-Legende Ingemar Stenmark geschafft, der von 1978 bis 1982 dreimal Slalom-Weltmeister wurde. "Der Titel ist mein Ziel", sagt von Grünigen, fügt aber sofort an: "Für den Sieg kommen etwa zehn Fahrer in Frage."

Neben MvG sind das die weiteren Saisonsieger Stephan Eberharter, Bode Miller und Hans Knauss sowie die Podestfahrer Frédéric Covili, Christian Mayer, Benjamin Raich, Kjetil André Aamodt und Davide Simoncelli. Mit Christoph Gruber muss sogar ein Podestfahrer zuschauen, da die ÖSV-Teamleitung Raich dem in der Weltcup-Wertung besser klassierten Gruber vorzog.

Wie stark sind Eberharter und Cuche?

Der in der Weltcup-Liste am schlechtesten platzierte Österreicher ist Stephan Eberharter, der nach dem Triumph im Eröffnungsrennen von Sölden sein Niveau in dieser Disziplin nicht halten konnte. In den zwei Rennen nach seiner in Val d´Isère erlittenen Knieverletzung ist er über einen 24. Rang nicht hinausgekommen.

Als Sieger der WM-Hauptprobe vor einem Jahr in St. Moritz (vor Didier Cuche) ist Eberharter, auch Olympiasieger in dieser Disziplin, gleichwohl ein aussichtsreicher Medaillenanwärter. Wie von Grünigen bestreitet Eberharter mit grösster Wahrscheinlichkeit sein letztes WM-Rennen. Und wie MvG sagt er: "Wehmut verspüre ich keine. Ich war lange genug dabei und habe alles ausgekostet."

Cuche, der wie Eberharter seine besten Riesenslaloms zu Beginn der Saison fuhr und dananach abbaute (zwei "Nuller" in Kranjska Gora und Adelboden), hat nach dem 4. Platz in der Abfahrt neue Moral getankt. "Auf dieser Piste sind die physischen Qualitäten wichtig", sagt Cuche, der in dieser Beziehung keinen Vergleich zu scheuen hat. Im letzten Jahr unterlag er im Riesenslalom gegen Eberharter nur um zwei Hundertstel. Das damalige Klassement: 1. Eberharter. 2. Cuche. 3. Knauss. 4. Miller.

Didier Défago: "Miller ist der Favorit"

Wie Cuche wähnt sich auch Défago im Aufwärtstrend. Dem Walliser gelang seit dem Super-G-Sieg im Dezember in Val Gardena nicht mehr viel. Den missglückten WM-Super-G, in dem er nur 21. wurde, hat er vergessen: "Ich orientiere mich an der guten letzten Trainingsfahrt in der Abfahrt und am Kombinationsslalom. So gut Slalom gefahren bin ich noch nie." Mit positivem Denken ist auch Défago im Riesenslalom einiges zuzutrauen. "Der klare Favorit ist aber Miller", sagt Défago, "er hat zwei der letzten drei Riesenslaloms gewonnen und ist einmal mit Bestzeit ausgeschieden. Das sagt alles."

Bei der WM-Hauptprobe vor einem Jahr war Défago Fünfzehnter. Bessere Erinnerungen an jenes Rennen haben der Österreicher Hans Knauss, der Sieger von Adelboden, der damals mit einem 3. Platz im letzten Moment (auf Kosten von Christian Mayer) die Qualifikation für die Olympischen Spiele schaffte.

Auch Tobias Grünenfelder, der damals Siebenter wurde und damit ebenfalls das Ticket für Salt Lake City löste, glaubt sich aus seinem Tief und von seinen Abstimmungsproblemen (er wechselte auf diese Saison von Stöckli zu Salomon) befreit zu haben. Trainer Patrice Morisod zählt auch ihn zum weiteren Kreis der Medaillenanwärter.

Nicht so viel zu erwarten ist von Ambrosi Hoffmann, der - weil von Grünigen Weltmeister ist - als fünfter Schweizer mitmachen kann. Für den Abfahrts-Siebenten, der im Riesenslalom zwei 19. Plätze als Bestresultate aufweist, wäre bereits eine Klassierung im ersten Dutzend ein Erfolg.

(Richard Hegglin/sda)

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