Ski alpin/WM03: Vorhang auf für Sonja Nef
publiziert: Dienstag, 11. Feb 2003 / 19:28 Uhr

(Si) Sonja Nef geniesst den Moment. Sie steht vor ihrer ersten WM in der Schweiz, sie ist als Titelverteidigerin angereist, und doch ist der auf ihr lastende Druck viel geringer als zuletzt an der WM in St. Anton oder letzte Saison bei Olympia.

Sonja Nef trainiert in St.Moritz auf der WM-Rennstrecke.
Sonja Nef trainiert in St.Moritz auf der WM-Rennstrecke.
In den letzten beiden Wintern lag die Erfolgslast fast tonnenschwer auf den Schultern der mittlerweile 30-jährigen Sonja Nef. Vor St. Anton war sie die Favoritin schlechthin. Fünfmal hatte die Ostschweizerin vor ihrem WM-Auftritt gewonnen, davon die letzten vier Riesenslaloms in Serie. Und letzten Winter in Salt Lake City, wo sie schliesslich Bronze im Riesenslalom errang, musste sie die zuvor (und nachher) medaillenlose Ski-Nation vor einem Nuller-Debakel bewahren.

"Was für ein Unterschied", hat sie denn bei ihrer Ankunft in St. Moritz schon bald festgestellt, "die Stimmung ist nicht so gereizt wie in Salt Lake City. Die bisher drei Medaillen von Bruno Kernen, Corinne Rey-Bellet und Marlies Oester machen es auch mir leichter. Und speziell motivierend ist die Herzlichkeit der vielen Leute hier. ´Machs gut, viel Glück´ tönt es von allen Seiten."

Dass der Druck nicht mehr mehr ähnlich gross wie zuletzt ist, liegt aber auch an Sonja Nef selber. Von den bisher sieben Riesenslaloms im Weltcup hat sie nur einen gewonnen, Anfang Januar in Bormio. "Die alleinige Favoritin bin ich diesmal nicht", sagt sie, "obwohl ich eigentlich kaum schwächer fahre als die Jahre zuvor. Aber ich konnte meine Trainingsleistungen zu wenig ins Rennen umsetzen. Und schliesslich zählt nur das: Man muss es immer ins Ziel bringen."

Genau dies gelang ihr ausgerechnet in den letzten beiden Riesenslaloms vor der WM nicht. In Cortina schied sie aus, und auch in Maribor wäre sie beinahe ausgefallen. Dort konnte sie sich retten, doch es blieb letztlich nur der 11. Platz. Das war am 25. Januar, seither stand sie nicht mehr rennmässig im Einsatz. "Diesmal war ich über die längere Pause gar nicht unglücklich. So konnte ich an den Fehlern arbeiten, die sich eingeschlichen haben", sagt sie. Wie gewohnt holte sie sich in Innerkrems in Kärnten den letzten Schliff für die WM, einen Tag trainierte sie auch noch mit dem Kroaten Ivica Kostelic. Daneben reichte die Zeit auch für zwei Sitzungen mit ihrem österreichischen Sportpsychologen.

Den Hang, auf dem sie am Donnerstag zum zweiten Mal Weltmeisterin werden will, hat die Appenzellerin im Sommer zu Fuss abgelaufen. "Damals kam er mir steiler vor als jetzt im Winter. Aber ganz so einfach ist er nicht. Eine Zufalls-Weltmeisterin wird es nicht geben", ist sie überzeugt. Als härteste Gegnerinnen sieht sie Anja Pärson, Karen Putzer und Nicole Hosp, dann natürlich Janica Kostelic, mit der man immer rechnen müsse: "Zudem gibt es fast immer eine, der ein spezieller Exploit gelingt."

Eines ist jetzt schon klar. Auch wenn sich Sonja Nef zum zweiten Mal den WM-Titel erobern sollte, und das ist ihr erklärtes Ziel, zurücktreten wird sie nicht. "Ich fahre mindestens noch eine weitere Saison", bestätigte sie in St. Moritz. "Es gibt zwar nächsten Winter keine WM oder Olympische Spiele, aber für mich sind es nicht nur die Grossanlässe, die den Reiz des Skifahrens ausmachen. Ich fühle mich noch überhaupt nicht ausgebrannt, und solange ich gesund bin und Freude am Rennenfahren habe, mache ich weiter. Ich kann noch weitere Erfolge haben."

(Werner Eisenring/sda)

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