Ski alpin/WM03: Zwischenbilanz von WM-Chef Gilli
publiziert: Dienstag, 11. Feb 2003 / 17:43 Uhr

(Si) Der wolkenlose Himmel der vergangenen Tage in St. Moritz ist sinnbildlich. Im Engadin herrscht nach reibungslos verlaufenen anderthalb WM-Wochen eitel Sonnenschein. Eine Zwischenbilanz nach sechs der zehn Entscheidungen von OK-Chef Gian Gilli.

Gian Gilli, WM Organisator und Sportchef auf der Tribüne.
Gian Gilli, WM Organisator und Sportchef auf der Tribüne.
Gian Gilli, Sie dürften in den letzten Tagen besonders gut geschlafen haben.
"Sagen wir es so: Ich schlafe besser. Das Tempo der Gedankenflüsse hat abgenommen."

Alles spricht zu Recht von einer bisher durch und durch gelungenen WM. Etwaige organisatorische Probleme bekommt der Aussenstehende gar nicht mit. Hat es solche überhaupt gegeben?
"Den kritischsten Moment hatten wir bisher am Samstag während der Siegerehrung der Männerabfahrt zu bewältigen, weil die Zuschauer gegen die Absperrungen zu drücken begannen. Glücklicherweise ist nichts passiert. Dank verstärktem Polizeieinsatz hatten wir die Lage schnell wieder im Griff."

Auch das schnelle Reagieren bei Problemen spricht für die gute Organisation.
"Wir sind ein kompetentes, flexibles Team. Unsere Partner wie die Kantonspolizei, die öffentlichen Betriebe und die Verkehrsplanung sind in die Entscheidfindungen einbezogen."

Viele hatten an den ersten Renntagen mit den beiden Super-G die Stimmung im Zielraum bemängelt.
"Das hat mich geärgert. Nach zwei von sechzehn WM-Tagen wurde schon nach Negativem gesucht. Mit dem Wochenende mit der Männerabfahrt haben wir aber all jenen die richtige Antwort gegeben, die St. Moritz als ungeeigneten Ort für eine Ski-WM bezeichnet hatten."

Das Wetter hat bisher bestens mitgespielt. Mit Ausnahme des abgesagten ersten Abfahrtstrainings konnte das Programm durchgezogen werden. Der Wettergott will scheinbar etwas gut machen, nachdem er der WM 1974 in St. Moritz meist schlecht gesinnt war.
"Es scheint so, dass er etwas gutzumachen hat. Mit dem Wetter hatten wir bisher wirklich ein Riesenglück. Mit ihren Leistungen haben all die Mitarbeiter das Glück vielleicht auch erzwungen. Ich betrachte das schöne Wetter als Belohnung."

Was war für Sie persönlich der bisherige Höhepunkt dieser WM?
"Ganz klar der Samstag. Das OK und all die Mitarbeiter haben die Aufgaben aus einem Guss bewältigt. Das hat manchem innere Befriedigung gebracht. Daneben gab es für mich aber weitere Höhepunkte. Beispielsweise das Starthappening mit den Voluntaris, bei dem der ganze Ablauf im Zielraum simuliert wurde. Oder das Verpflegungszelt der Voluntaris, in dem stets eine positive Stimmung und grosse Freundlichkeit herrschen."

Der Werbeeffekt dieser WM für St. Moritz und Umgebung dürfte gewaltig sein.
"St. Moritz und das Engadin, ja die ganze Schweiz wird von dieser WM profitieren. Dazu natürlich auch die Skifirmen und der Skisport selber, dem eine unglaubliche Plattform geboten wird."

An einer WM werden jeweils auch die Weichen für den folgenden Winter gelegt. Sie wechseln nach WM-Ende als Chef Leistungssport zu Swiss-Ski. Haben schon Gespräche mit den beiden Cheftrainern Karl Frehsner und Angelo Maina über eine Vertragsverlängerung stattgefunden?
"Die Gespräche werden ab Montag, 17. Februar, geführt. Ich werde die neuen Strategien festlegen und dem Verband kommunizieren. Ich komme nicht zum Verwalten zu Swiss-Ski. Ich werde mit Nachdruck probieren, meine Ideen durchzusetzen."

Zum Schluss noch ein Tipp von Ihnen. Wie viele weitere Medaillen gewinnt das Schweizer Team in den restlichen vier Rennen noch?
"Ich glaube, da kommen noch drei dazu, und zwar durch Sonja Nef, Michael von Grünigen und Didier Cuche in den Riesenslaloms. Sie können hoffentlich von der positiven Grundstimmung im Team und rund um die WM allgemein profitieren."

(David Bernold/sda)

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