Ski alpin: Weltcup-Abfahrt Frauen Innsbruck
publiziert: Samstag, 1. Mrz 2003 / 16:54 Uhr

(Si) Super-G-Weltmeisterin Michaela Dorfmeister und Katja Wirth sorgten bei der Weltcup-Abfahrt in Innsbruck für einen Österreicher Doppelsieg. Erneut beste Schweizerin war Corinne Rey-Bellet (5.), dazu kam auch Catherine Borghi als Neunte in die Top 10.

Katja Wirth und Michaela Dorfmeister strahlen um die Wette.
Katja Wirth und Michaela Dorfmeister strahlen um die Wette.
Rey-Bellet wie Borghi gelang am Patscherkofel das zweitbeste Ergebnis der Saison. "Ich hatte ein gutes Gefühl. Ich habe wieder Vertrauen in meine Fähigkeiten und kann angreifen. Doch die Spitze ist eng zusammen", sagte Rey-Bellet, die einen Podestplatz wie am Vortag im Super-G um rund drei Zehntel verpasste.

Borghi überzeugte mit einem starken Finish, wo sie sich mit der drittbesten Abschnittszeit noch vom 14. auf den 9. Rang verbessern konnte. "Dieses Ergebnis ist sehr gut für mich, ich brauche die Punkte. Nach der guten Leistung im zweiten Training hätte ich mir sogar noch mehr erhofft. Doch gerade wegen dieser Leistung hatte ich eine hohe Startnummer, was heute ein Nachteil war", sagte Borghi. "Schade, dass es hier einen zweiten Super-G und nicht eine weitere Abfahrt gibt." Die 26-jährige Waadtländerin zerriss seit ihrem fünften Platz in Lenzerheide kurz vor Weihnachten keine grossen Stricke mehr und enttäuschte auch an den Weltmeisterschaften.

Beim Weltcup-Final in Lillehammer, wo sich jeweils die besten 25 pro Disziplin qualifizieren, dürfen vom Swiss-Ski-Team nur Rey-Bellet, Borghi und Sylviane Berthod (19. in Innsbruck) die Abfahrt bestreiten. Corinne Imlig (21.), Monika Dumermuth (34.) und Nadia Styger (41.) verpassten ihre letzte Chance deutlich.

Hohe Temperaturen = Blizzard-Wetter
Michaela Dorfmeister (29) verdiente sich ihren 16. Weltcup-Sieg, den vierten in der Abfahrt, mit einer fast perfekten Leistung. "Die Fahrt war wirklich einwandfrei", sagte die Niederösterreicherin, die in der vergangenen Saison den Gesamtweltcup gewann. Dorfmeister profitierte zudem -- wie auch schon bei ihrem Sieg in Lenzerheide -- von der tiefen Startnummer. "Mit der Sechs hatte ich wohl schon die etwas bessere Piste. Auch die Lichtbedingungen änderten sich nachher." Der schwere Sturz der Amerikanerin Caroline Lalive im Zielraum führte zudem noch zu einer zusätzlichen Verzögerung.

In der Disziplinen-Wertung sorgte Dorfmeister vor der letzten Abfahrt in Lillehammer für eine Vorentscheidung. Die Abfahrts-Weltmeisterin von St. Anton führt 51 Punkte vor der Französin Carole Montillet, die nicht über Rang 7 hinauskam. Die Amerikanerin Kirsten Clark, die zuvor gemeinsam mit Montillet im Abfahrts-Weltcup geführt hatte, wurde gar nur 20. "51 Punkte sind ein grosses Polster, das sieht gut aus", sagte Dorfmeister, die diese Kristallkugel noch nie gewinnen konnte.

Wie Dorfmeister nutzte auch Katja Wirth die hervorragenden Qualitäten der Blizzard-Ski bei verhältnismässig hohen Temperaturen zu einem Topresultat aus. Die 22-Jährige aus Bezau im Vorarlberg verlor als Einzige auf ihre Markenkollegin weniger als eine halbe Sekunde und holte sich den ersten Podestplatz im Weltcup. Wirth hatte in diesem Winter in der Abfahrt erst einen Punkt geholt, als 30. in Lake Louise.

In Innsbruck zeigte die Absolventin des Skigymnasiums in Stams aber bereits in den beiden Trainings sowie am Freitag als 14. im Super-G ihre Möglichkeiten auf. "Das nötige Selbstvertrauen habe ich mir im Europacup geholt", sagte Wirth, die im Januar in Tignes (2) und Megève insgesamt drei Abfahrten gewann. Als Siegerin dieser Europacup-Wertung sicherte sich Wirth bereits zuvor einen fixen Startplatz im nächsten Weltcup-Winter.

Als Dritte verhinderte Hilde Gerg ein rein österreichisches Siegerbild. Die Deutsche, die ihre Karriere fortsetzen wird, distanzierte Renate Götschl um vier Hundertstel. Die Super-G-Siegerin des Vortages verpasste im fünften Weltcuprennen am Patscherkofel erstmals das Podest.

(rr/sda)

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