Ski nordisch: Ammann holt an Lieblingsstätte Silber
publiziert: Samstag, 28. Feb 2004 / 21:52 Uhr

Salt Lake City - Salt Lake City bleibt für Simon Ammann ein gutes Pflaster. An der Stätte seiner olympischen Gold-Flüge trennte den Toggenburger nur ein Punkt vom zweiten Weltcup-Sieg der Karriere.

Ammans wird in Salt Lake City endlich seinen eigenen Ansprüchen gerecht.
Ammans wird in Salt Lake City endlich seinen eigenen Ansprüchen gerecht.
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Als Zweiter hinter dem Japaner Noriaki Kasai schaffte Ammann erstmals seit dem Holmenkollen-Triumph am 17. März 2002 den Sprung auf´s Podest. Das Fundament zum überfälligen Exploit legte Ammann im ersten Durchgang, als ein Satz auf 118 m mit dem 3. Zwischenrang belohnt wurde. Im Final mit verlängertem Anlauf segelte nur Skiflug-Weltmeister Roar Ljökelsöy weiter als Ammann.

Dank dem Satz olympischer Güteklasse konnte der 22-jährige Schweizer Ljökelsöys Landsmann Tommy Ingebrigtsen überholen und seinerseits um einen Punkt distanzieren. Ammanns Trainer Berni Schödler nannte den zweiten Sprung eine Bombe, auf die er lange gewartet habe.

Salt Lake City ein Selbstläufer

"Ich hatte in dieser Saison nie Glück. Dann komme ich hier auf die Schanze und plötzlich geht´s ganz leicht", wunderte sich Ammann nach dem ersten post-olympischen Weltcup-Event auf "seinem" Bakken. Ammann zehrt in Salt Lake City auch zwei Jahre nach den Olympischen Spielen von seinen Sprüngen für die Ewigkeit.

"Sogar wenn ich in der Luft bin, kommen die Emotionen hoch. Komme ich hier an, wechsle ich in eine andere Zeitrechnung", sagt Ammann. Er profitiert ausserdem davon, dass ihm das Schanzenprofil auf den Leib geschneidert ist. Eine weitere Zutat im Erfolgs-Cocktail: die für leichte Springer vorteilhafte Höhenlage.

Der Mix brachte Ammann den insgesamt sechsten Weltcup-Podestplatz ein. Die ersten fünf hatte er im märchenhaften Olympia-Winter ergattert. Weil im Januar in Liberec auch Andreas Küttel unter die besten drei gesprungen war, sind erstmals seit 24 Jahren zwei Schweizer in der gleichen Saison auf dem Podium gestanden.

Ammann war zuletzt kritisiert worden, weil er seinen Ansprüchen auch am letzten Höhepunkt Skiflug-WM (14. Platz) bei weitem nicht gerecht geworden war. Doch statt die Saison abzuhaken, ging er die letzten Aufgaben mit vorbildlicher Motivation an. "Obwohl ich mir von der Saison mehr erhofft habe, ist jetzt einiges wieder im Lot."

Dass gestern sogar der Sieg in Ammanns Reichwete lag, vermochte dessen Freude nur marginal zu trüben. "Einen halben Meter weiter und es hätte vielleicht gereicht. Aber die Feier lasse ich mir deshalb nicht verderben", sagte Ammann. Schödler meinte mit Blick auf die heutige Reprise: "Es wäre schön, wenn wir das Pünktchen noch holen würden."

Küttels Final-Flop - Kasai ältester Sieger

Ammann war indes der einzige Schweizer, der überzeugte. Andreas Küttel hielt nur im ersten Durchgang mit den Besten mit. Weil er im Final den Absprung vepasste, fiel der Einsiedler vom 8. auf den 20. Platz zurück. Marco Steinauer, der zweite Einsiedler, überstand erst zum zweiten Mal in diesem Winter die Qualifikation und musste sich im Wettkampf mit dem 39. Rang begnügen.

Mit 31 Jahren und 8 Monaten kürte sich Noriaki Kasai zum ältesten Sieger der Weltcup-Geschichte. Auf den Erfolg hatte der ex-Weltmeister im Skifliegen (und mit ihm das japanische Team) ein gutes Jahr lang warten müssen. Tommy Ingebrigtsen, 1995 Weltmeister von der Grossschanze, musste sich sogar drei Jahre lang bis zum fünften Podestplatz gedulden.

Im Zweikampf um den Gesamtsieg konnte Roar Ljökelsöy trotz Rang 4 nur wenig Terrain gutmachen. 192 Punkte sind fünf Wettkämpfe vor Saisonschluss ein Vorsprung, der für den Finnen Janne Ahonen (14.) mehr als gross genug sein sollte.

(bsk/Si)

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