Ski nordisch: Bauers Pech war Fredrikssons Glück
publiziert: Samstag, 21. Feb 2004 / 16:48 Uhr

Nach Katerina Neumannovas Triumph hätte es im Langlauf-Weltcup in Umea (Sd) zu einem Tschechen-Doppelsieg werden können. Doch Lukas Bauer fand den Weg ins Ziel nicht, musste disqualifiziert werden. Erster wurde so Mathias Fredriksson (Sd).

Lukas Bauer (rechts) hatte das Ziel nicht gefunden, Reto Burgermeister (links) kam als 25. ins Ziel.
Lukas Bauer (rechts) hatte das Ziel nicht gefunden, Reto Burgermeister (links) kam als 25. ins Ziel.
18 Sekunden betrug der Vorsprung Bauers in der Schlusskurve des Fussballstadions. Da schlug der Tscheche den Weg auf eine vierte Runde statt ins Ziel ein.

Auf einen Zuruf hin wurde sich der zeitschnellste Athlet seines Irrtums gewahr und eilte quer über das Feld in Richtung Zieleinlauf. Bauer hatte sich vor seinem Missgeschick zu stark auf die grosse TV-Leinwand und zu wenig auf die Loipe konzentriert.

"Bauer hätte bis zur 200-m-Marke zurücklaufen und dann zum Ziel gehen müssen. Wegen Verlassens der Strecke und Abkürzung hatten wir gar keine andere Wahl, als ihn zu disuqalifizieren", erklärte John Aalberg (USA), der an der Spitze der Jury stand. Zwar legte die tschechische Mannschaft gegen den Entscheid Proetst ein, der jedoch abgelehnt wurde.

Die Verkündung des Jury-Entscheides rief beim schwedischen Publikum Unmut hervor, und Mathias Fredriksson hatte seinen Sieg trotz Rückstandes kurz vor dem Ziel zu erklären: "Mein Mitleid gilt Lukas, aber die Regeln sind für alle gleich."

Der Weltcup-Gesamtsieger des letzten Winters war nach Weihnachten erkrankt und sieht nur noch wenig Aussichten, in der Gesamtwertung erneut den 1. Platz zu erreichen.

Starker Final Burgermeisters

Auf den letzten 4 km zählte Reto Burgermeister zu den schnellsten Läufern. Der Zürcher verbesserte sich vom 30. Zwischen- auf den 17. Schlussrang. Vorher aber, so schilderte der Zweite von Oberstdorf, sei er nicht ichtig in Schwung gekommen.

Zur angänglichen Blockade mag beigetragen haben, dass "Burgi" kurz nach dem Start einen Schlag im Rücken verspürte und sich erst richtig aufzudrehen getraute, als diese Beschwerden wieder abklangen.

Zum sechsten Mal in diesem Winter lief Laurence Rochat in die Weltcup-Punkteränge. Bei ihrem 17. Platz über 10 km in der klassischen Technik verspürte die Westschweizerin leichte Atemprobleme, die sie auf die hohe Temperatur zurückführte.

Im Gegensatz zu Nove Mesto (Tsch) gab Rochat jedoch nicht auf, sondern nahm die Geschwindigkeit etwas zurück, bis sie sich besser fühlte. Danach vermochte sie sich noch bis zum besten Weltcup-Ergebnis ihrer Laufbahn zu steigern.

Neumannova mit neuen Ski

Bei der Vor-WM in Oberstdorf (De) hatte Katerina Neumannova im Verfolgungsrennen nach geringer Distanz aufgegeben, weil sie mir ihren Ski nicht richtig vorwärts kam. Ihr Ausrüster versah sie danach mit einem neuen Paar, das besser zu Nassschnee passte.

Prompt lief die 31-jährige Mutter zum vierten Weltcupsieg dieses Winters und zum elften Triumph ihrer Laufbahn überhaupt. Erst einmal zuvor hatte Neumannova einen Weltcup-Wettkampf in der klassischen Technik gewonnen: am 12. Dezember 1992 bei wechselhaften Verhältnissen in Ramsau (Ö).

Wie schon in Oberstdorf wartete Hilde Pedersen (40) mit einem 2. Rang auf. Ihre norwegische Landsfrau Marit Björgen (3.) kündigt sich als immer grössere Favoritin auf den Weltcup-Gesamtsieg an.

Ausser Form und mit in den Abfahrten langsamen Ski musste Kristina Smigun (18.) die gelbe Startnummer der Weltcup-Leaderin an Gabriella Paruzzi abtreten, die diese Auszeichnung erstmals in ihrer langen Karriere trägt.

Männer. 15 km (klassische Technik): 1. Mathias Fredriksson (Sd) 43:00,8. 2. Jewgeni Dementjew (Russ) 7,8. 3. Jaak Mae (Est) 11,7. 4. Frode Estil (No) 22,1. 5. Andrej Golowko (Russ) 39,1. 6. Andrus Veerpalu (Est) 42,8. 7. Tobias Angerer und René Sommerfeldt (beide De), je 43,1. 9. Odd-Björn Hjelmeseth (No) 43,7. 10. Axel Teichmann (De) 47,9. -- Ferner: 17. Reto Burgermeister 1:12,0. 43. David Romer (Sz) 1:57,7. -- 72 klassiert. Disqualifiziert: Lukas Bauer (Tsch) und Iwan Alypow (Russ), beide wegen Verlassens der Strecke und Abkürzung.

Weltcup (18/25): 1. Sommerfeldt 704. 2. Fredriksson 574. 3. Angerer 502. 4. Teichmann 476. 5. Veerpalu 465. 6. Frode Estil (No) 422. -- Ferner die Schweizer: 25. Burgermeister 170. 43. Markus Hasler (Lie) 87. 72. Peter von Allmen 34. 105. Gion Andrea Bundi 15. 107. Wilhelm Aschwanden 13. 123. Christian Stebler 6. -- 136 klassiert.

Frauen. 10 km (klassische Technik): 1. Katerina Neumanova (Tsch) 31:47,2. 2. Hilde Pedersen (No) 15,3. 3. Marit Björgen (No) 23,4. 4. Gabriella Paruzzi (It) 33,1. 5. Walentina Schewschenko (Ukr) 34,2. 6. Jekaterina Worontsowa (Russ) 43,9. 7. Aino Kaisa Saarinen (Fi) 47,4. 8. Julia Tschepalowa (Russ) 55,4. 9. Oxana Yatskaya (Kas) und Larissa Kurkina (Russ), je 1:09,2. -- Ferner 17. Laurence Rochat (Sz) 1:25,2. 18. Kristina Smigun (Est) 1:28,2. 41. Seraina Mischol (Sz) 2:31,3. -- 63 klassiert.

Weltcup (18/25): 1. Paruzzi 878. 2. Smigun 843. 3. Schewschenko 828. 4. Björgen 713. 5. Pedersen 659. 6. Claudia Künzel (De) 615. -- Ferner die Schweizerinnen: 45. Rochat 62. 86. Andrea Huber 4. -- 94 klassiert.

FIS-Langlauf in Gsteig-Feutersoey

Gsteig-Feutersoey BE. FIS-Langlauf. Freie Technik, 1. Teil Verfolgungsstartrennen. Männer (10 km): 1. Urs Graf (Aeschi BE) 30:38,2. 2. Martin Michel (Martina) 14,7 Sekunden zurück. 3. Toni Livers (Trun) 17,2. 4. Julien Russely (Fr) 19,1. 5. Jean-Pasqual Laurien (Fr) 1:00,8. 6. Anael Auard (Fr) 1:15,7. -- Frauen (7,5 km): 1. Domenica Oswald (St. Moritz) 25:38,9. 2. Flurina Bott (Valchava) 16,0. 3. Karin Zeller (Lenk) 1:02,3. 4. Barbara Zihlmann (Marbach) 1:02,4. 5. Chantal Wäfler (Kandersteg) 1:24,4. 6. Manuela Dörflinger (Simano) 1:28,2.

(von Toni Nötzli, Umea /Si)

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