Ski nordisch: Cottrer und Smigun Sieger in Beitostölen
publiziert: Sonntag, 23. Nov 2003 / 16:19 Uhr / aktualisiert: Sonntag, 23. Nov 2003 / 16:52 Uhr

Den Schweizern ist zum Auftakt der internationalen Langlauf-Saison nur eine durchschnittliche Leistung geglückt. Beim Weltcup in Beitostölen (No) belegten Reto Burgermeister den 33. und Patrik Mächler den 38. Platz. Die Staffel erreichte den 9. Rang.

Pietro Piller Cottrer freut sich über den zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere.
Pietro Piller Cottrer freut sich über den zweiten Weltcup-Sieg seiner Karriere.
In früheren Jahren hatte es zum Saisonauftakt schon erschreckend schwache Ergebnisse der Schweizer Langläufer gegeben. Das war diesmal zu Beginn eines Winters ohne Grossanlass nicht der Fall. "Wir sind nicht abgestürzt, aber es gelang auch noch keine herausragende Leistung", bilanzierte der Disziplinchef Michel Antzemberger.

Steigerung Burgermeisters

Am Samstag hatte Reto Burgermeister die 15 km Skating schnell in Angriff genommen und danach versucht, eine saubere Technik beizubehalten. Der Zürcher Oberländer registrierte in dieser Hinsicht Fortschritte, doch stand er die Distanz nicht durch: "Ich musste auf die Zähne beissen."

Burgermeister verpasste den letzten Weltcup-Punkt des 30. Platzes um 6,2 Sekunden. Sein Rückstand liege im Rahmen. Mit der Klassierung sei er hingegen nicht zufrieden, meinte Burgermeister weiter. Patrik Mächler lief nur 8,4 Sekunden langsamer als "Burgi". Die Vorbereitungen in Mitteleuropa statt in Skandinavien hätten sich als vorteilhaft erwiesen und er habe sich bemüht, auf der Loipe nicht in Hektik zu verfallen, lautete Mächlers Kommentar.

Am Sonntag wartete Burgermeister als Startläufer der Staffel mit einer gesteigerten Leistung auf und musste den Gegnern erst ganz am Schluss einige wenige Sekunden zugestehen. Christian Stebler vermochte die Position der Schweizer zu halten. Nach Mächlers und Peter von Allmens Einsatz resultierte für das helvetische Quartett nur der 9. Rang unter elf ersten Teams.

Bei den Frauen waren die Aussichten von Laurence Rochat über 10 km zum vornherein beeinträchtigt gewesen. Die Westschweizerin hatte im Vorfeld des Weltcup-Auftaktes unter Rückenbeschwerden gelitten und deshalb ihre Vorbereitungen reduzieren müssen. Mit ihrem 45. Platz liess Rochat als schwacher Trost Julia Tschepalowa um zwei Ränge hinter sich. Nach ihrer Mutterschaft ging die Russin, die 30-km-Olympiasiegerin von Nagano 1998 und Sprint-Erste von Salt Lake City 2002, ihr Comeback zurückhaltend an.

Italienische Dominanz

Bei den Männern stellte der Sieg von Pietro Piller Cottrer eine nicht gelinde Überraschung dar. Der Italiener hatte vor zwölf Monaten beim Weltcupstart in Kiruna (Sd) den 2. Platz belegt und wollte nach Möglichkeit jenes Ergebnis egalisieren. Jetzt überbot er es sogar und erzielte damit den zweiten Weltcup-Triumph seiner Laufbahn.

Der 29 Jahre alte Piller Cottrer war vor sechs Jahren auf der 50-km-Strecke am Holmenkollen siegreich gewesen. Piller Cottrer stand an der Spitze eines italienischen Teams, das mit Fulvio Valbusa (4.), Fabio Santus (6.) und Valerio Checchi (10.) weitere Spitzenpositionen belegte.

Als Zweiter rettete der 23-jährige Tore Ruud Hofstad die Ehre der Norweger, die noch nicht zu überzeugen vermochten, auch wenn ihre Frauen am Sonntag die Staffel für sich entschieden. Die Sprint-Weltmeisterin Marit Björgen schlug auf den letzten Metern bei der Neuauflage des WM-Duells Claudia Künzel.

Am Samstag hatte die Siegerin im Einzelrennen erwartungsgemäss Kristina Smigun geheissen. Die Estin holte über 10 km nicht weniger als 21,7 Sekunden Vorsprung auf Walentina Schewschenko (Ukr) heraus, die erstmals in ihrer Laufbahn auf ein Weltcup-Podium kam. "Ich hatte das Rennen jederzeit unter Kontrolle", erklärte Smigun und führte ihre Überlegenheit auf ihren um 6 bis 10 Prozent gesteigerten Trainingsumfang im Sommer zurück.

Beitostölen (N). Langlauf-Weltcup.
Männer. 15 km (freie Technik): 1. Pietro Piller Cottrer (It) 32:59,0. 2. Tore Ruud Hofstad (No) 4,0. 3. Axel Teichmann (De) 7,6. 4. Fulvio Valbusa (It) 16,1. 5. René Sommerfeldt (De) 18,2. 6. Fabio Santus (It) 19,0. 7. Lars Berger (No) 19,7. 8. Mathias Fredriksson (Sd) 23,4. 9. Vincent Vittoz (Fr) 31,7. 10. Valerio Checchi (It) 32,2. Ferner: 13. Ole Einar Björndalen (No) 35,8. 19. Markus Hasler (Lie) 49,0. 33. Reto Burgermeister (Sz) 1:16,8. 38. Patrik Mächler (Sz) 1:25,1. 50. Per Elofsson (Sd) 1:43,3. 51. Martin Koukal (Tsch) 1:43,9. 79. Christian Stebler (Sz) 2:44,9. -- 89 klassiert.

Staffel. 4 x 10 km (gemischte Technik): 1. Deutschland (Filbrich, Teichmann, Sommerfeldt, Angerer) 1:41:29,0. 2. Norwegen (Svartedal, Hjelmeseth, Berger, Hofstad) 2,0. 3. Italien (Di Centa, Valbusa, Santus, Piller Cottrer) 14,4. 4. Schweden 25,8. 5. Russland 1:12,7. 6. Tschechien 1:34,5. Ferner: 9. Schweiz (Burgermeister, Stebler, Mächler, Von Allmen) 4:02,7. -- 11 erste Teams, 17 Staffeln insgesamt.

Weltcup (2/25): 1. Piller Cottrer 100. 2. Peter Larsson (Sd) 100. 3. Hofstad 80. 4. Koukal 80. 5. Teichmann 76. 6. Thobias Fredriksson (Sd) 60. Ferner: 36. Hasler 12. -- 54 klassiert.

Frauen. 10 km (klassische Technik): 1. Kristina Smigun (Est) 24:35,7. 2. Valentina Schewschenko (Ukr) 21,3. 3. Claudia Künzel (De) 25,0. 4. Gabriella Paruzzi (It) 27,3. 5. Olga Sawialowa (Russ) 30,6. 6. Marit Björgen (No) 41,5. 7. Hilde Pedersen (No) 43,3. 8. Alena Sidko (Russ) 46,9. 9. Evi Sachenbacher (De) 48,7. 10. Sabina Valbusa (It) 48,8. -- Ferner: 45. Laurence Rochat (Sz) 2:17,7. 47. Julia Tschepalowa (Russ) 2:20,0. -- 68 klassiert.

Staffel. 4 x 5 km (gemischte Technik): 1. Norwegen (Skofterud, Pedersen, Steira, Björgen) 56:38,7. 2. Deutschland (Henkel, Böhler, Sachenbacher, Künzel) 0,1. 3. Russland (Chachina, Sidko, Worontsowa, Sawialowa) 42,0. 4. Finnland 50,2. 5. Italien 1:02,8. 6. Schweden 1:52,7. -- 7 erste Teams, 11 Staffeln insgesamt. Keine Schweizer Staffel. Seraina Mischol in einer gemischten Staffel mit Frankreich/6. Rang in der Gesamtrechnung, Mischol mit siebenter Abschnittszeit).

Weltcup (2/25): 1. Paruzzi 150. 2. Sidko 112. 3. Smigun 100. 4. Künzel 100. 5. Björgen 85. 6. Schewschenko 80. -- 46 klassiert.

(Toni Nötzli/Si)

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