Ski nordisch: Ein Hoffnungsträger namens Burgermeister
publiziert: Freitag, 14. Feb 2003 / 14:37 Uhr

(Si) An den nordischen Ski-Weltmeisterschaften im Val di Fiemme (It) ruhen die Schweizer Langlauf-Hoffnungen auf Reto Burgermeister. Mit seinem 2. Rang in Oberhof (De) hatte der Zürcher Oberländer aufgezeigt, dass er in der Weltspitze mitlaufen kann.

Reto Burgermeister
Reto Burgermeister
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"An den Titelkämpfen sollen die Athleten ihr wahres Können zeigen." Mit diesen Worten umschreibt Trainer Ulf Morten Aune die generelle Schweizer Zielsetzung. Der Norweger weiss aber nur zu gut, dass Reto Burgermeister mit Abstand bestes Pferd im Stall ist.

Ob dem Maurer aus Pfäffikon ZH im Auftaktrennen der WM ein ähnlicher Coup gelingt wie Ende Januar im Thüringer Wald, bleibt abzuwarten. Die ausgezeichnete Form Reto Burgermeisters bildet die Grundlage. Die Wahl der Ski und deren Präparation, die Taktik der Gegner sowie das Tempo und die Rhythmuswechsel sind die Unwägbarkeiten des Mosaiks. "Im Prinzip soll Reto seine Leistung von Oberhof bestätigen. Welcher Rang es letztlich sein wird, lasse ich offen", erklärte Aune. Neben dem "Aufsteller" von Oberhof gibt es in Burgermeisters Bilanz auch die Enttäuschung von Otepää (Est), wo er wegen einer falschen Skiwahl weit im Hintertreffen landete.

Teamsenior Beat Koch, der sich ausserhalb des Kaders vorbereitet hatte, und David Romer sind die weiteren Schweizer Teilnehmer am Mittwoch über 30 km in klassischer Technik und mit Massenstart. Burgermeister ist auch für das 48 Stunden später stattfindende Rennen über 15 km klassisch gesetzt. Bei Koch und Romer wird nach dem 30-km-Einsatz entschieden, ob sie zu einem weiteren WM-Start kommen.

Doppelverfolgung ohne Schweizer

Die grosse Neuerung im WM-Programm, die Doppelverfolgung über je 10 km in klassischer und freier Technik mit unmittelbarem Ski- und Stockwechsel, wird ohne Schweizer Beteiligung in Szene gehen. "Wir können unsere Athleten nicht jeden zweiten Tag Rennen bestreiten lassen, sonst sind sie kaputt", hält Trainer Aune fest und spricht damit die Staffel an. Weder in Kiruna (Sd) noch in Davos erreichte ein helvetisches Quartett das erforderliche Resultat. Dennoch stand die WM-Teilnahme schon fest. "Bei einem Titelkampf, der so nahe der Schweizer Grenze durchgeführt wird, können wir es uns nicht leisten, abseits zu stehen", so Aune. An einem optimalen Tag sei von Rang 6 bis 10 alles möglich.

Patrik Mächler und Gion Andrea Bundi als die Skater im Team kommen in der Staffel sowie zum Abschluss der WM über 50 km zum Einsatz.

In die Viertelfinals

Im Sprint ist Swiss-Ski mit Peter von Allmen und Christoph Eigenmann vertreten, die sich im Engadin auf die WM vorbereitet haben. Ihre Zielsetzung ist klar: Sie sollen in die Viertelfinals (beste 16 Athleten) vorstossen, wie ihnen dies im Dezember in Linz gelungen ist.

In Linz war die Strecke flach. Am Lago di Tesero hingegen gibt es in der 1500-m-Strecke Anstiege. "Bei Laufzeiten über drei Minuten sind ihnen Limiten gesetzt. Da verfügen sie noch nicht über den Motor, um zu bestehen", hält Trainer Erwin Lauber fest. Er verweist darauf, dass sie auf der Tartanbahn die 3000 m noch nicht unter neun Minuten zu laufen imstande sind -- und damit ein wichtiges Kriterium für die Grundschnelligkeit nicht erfüllen. Aber, so Lauber: "Innerhalb von drei Jahren sind sie 40 Sekunden schneller geworden."

An der Gestaltung der Sprintstrecke im Val di Fiemme war Erwin Lauber massgebend mitbeteiligt. Auf dem ursprünglich vorgesehen gewesenen Circuit wurden im letzten Winter bei den U24-Wettkämpfen Mängel ersichtlich. Die Verbesserungsvorschläge von Jan Prokes und Erwin Lauber fielen bei den Verantwortlichen auf einen fruchtbaren Boden, womit schon lange vor dem Beginn der Weltmeisterschaften ein "Schweizer" Erfolg erzielt werden konnte.

(bert/sda)

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