Ski nordisch: Eine Wildcard für Andrea Huber
publiziert: Freitag, 14. Feb 2003 / 14:47 Uhr

(Si) Nach dem grossartigen 3. Platz in der Staffel in Salt Lake City ist im Schweizer Frauen-Langlauf schnell wieder der Alltag eingekehrt. Überraschenderweise hat sich Andrea Huber zur Teamleaderin entwickelt. Sie geniesst an der WM eine Wildcard.

Andrea Huber.
Andrea Huber.
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"Sie kann sich die Rennen aussuchen und laufen, was sie will", hält Trainer Erich Sterchi zur Bündnerin fest, der in diesem Winter der Knopf aufgegangen ist. Die St. Moritzerin läuft endlich nicht mehr nur über 5 km und ausschliesslich in der klassischen Technik. Auch längere Distanzen und Skating schrecken sie nicht mehr ab. Hinzu kommt das dank den im Weltcup erzielten Ergebnissen gestiegene Selbstvertrauen.

So ist Andrea Huber insbesondere in der Doppel-Verfolgung und über 15 km in klassischer Technik und mit Massenstart eine gute Leistung zuzutrauen. Für die Staffel ist die gelernte Möbelschreinerin als Startläuferin gesetzt.

Gratwanderung für Rochat

In den Planungen von Erich Sterchi war Andrea Huber vor WM-Beginn der einzige Fixpunkt. Der Berner wehrt sich nicht gegen die Bezeichnungen Krankenpfleger und Seelentröster. So hat Laurence Rochat wegen ihrer Entzündung im linken Fuss acht Wochen lang keine Wettkämpfe mehr bestreiten und beinahe ausschliesslich nur noch alternativ (Hometrainer, Aquajogging, Kraft) trainieren können. Als Ursache der Beschwerden wird der Materialwechsel vermutet.

"Im Trainingslager ging es einigermassen gut. Aber für Laurence wird die WM zu einer Gratwanderung", so Sterchi. Rochats Aufstieg wurde durch die Fussprobleme jäh gebremst. Sie ist noch nicht ganz beschwerdefrei, wird kaum zu Hochform auflaufen und wird sich wohl mit Klassierungen im Bereich des 25. Platzes begnügen müssen.

Beinahe ein Krankenlager

Ebenfalls über Fussbeschwerden klagt Seraina Mischol. Ihre Probleme sind biomechanischer Art. Schon im letzten Winter übte sie ihre Sportart teilweise unter grossen Schmerzen aus. Dies war auch in dieser Saison wieder der Fall. "Für die WM sollten wir sie aber hinkriegen", macht Trainer Sterch in Optimismus. Zwei Wochen lang krank war Andrea Senteler, die ihre Chance im Sprint packen und sich für die Viertelfinals der 16 besten Athletinnen qualifizieren soll.

Bleibt Natascia Leonardi Cortesi, die in dieser Saison in keiner Art und Weise an ihre Leistungen des letzten Winters anzuknüpfen vermochte. Die im Puschlav wohnende Tessinerin schenkte ihrem Leistungsasthma zu wenig Beachtung und verzichtete teilweise auf die Einnahme der ihr verschriebenen Medikamente, was angesichts der jahrelangen Erfahrung dieser Athletin erstaunt. Anderseits ist Natascia Leonardi Cortesi eine Langläuferin, die sich wie kaum eine andere quälen kann und die in den vergangenen Jahren bei Grossanlässen in der Staffel dank ihrer Zuverlässigkeit nicht wegzudenken war. Ohne die mühsam erreichte WM-Qualifikation durch die Staffel wäre ihre WM-Teilnahme aber sehr problematisch geworden.

Eine Klassierung in den ersten 12, drei Athletinnen in den ersten 20, die Staffel in den ersten 6 -- so lautet die Zielsetzung für die Schweizer Langläuferinnen. Selbst wenn diese Vorgaben erreicht werden, lässt sich ein generelles Problem nicht wegdiskutieren. Es fehlt der Druck. Im Gegensatz zu früheren Jahren drängt bei den Frauen der Nachwuchs zu wenig nach.

(bert/sda)

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