Ski nordisch: Lebenszeichen von Simon Ammann
publiziert: Donnerstag, 20. Feb 2003 / 21:25 Uhr

Val di Fiemme - Doppel-Olympiasieger Simon Ammann hat mit 125,5 m und Rang 2 im ersten Durchgang des 2. Trainingstages auf der Grossschanze in Predazzo sein Können aufblitzen lassen. Wie am Vortag trumpfte der Finne Matti Hautamäki gross auf.

Simon Ammann widmet sein zweites Olympia-Gold dem Team.
Simon Ammann widmet sein zweites Olympia-Gold dem Team.
Der Toggenburger Ammann scheint seine konzentrierte Arbeitsweise wieder gefunden zu haben. "Ich bin ja nicht zum Spass hier", erklärte er. "Ich kann im Training Punkt um Punkt abhaken und komme so voran." Dem Schweizer Sportler des Jahres 2002 geht allerdings noch die Konstanz ab. Nach dem starken Auftakt sackte er im zweiten Versuch wieder ins Mittelfeld ab. Ammann verpasste den Absprung. Mit 119,5 m im letzten Versuch blieb Rang 17.

Bezüglich Anlauf-Geschwindigkeit hat der 21-Jährige den Abstand zur Konkurrenz verkleinern können. Ammann belegt nun Rangierungen im hintersten Drittel und liegt nicht mehr wie so oft in dieser Saison an letzter Stelle.

Hilfreiche Pause

Trotz dem gelungenen Auftritt am Donnerstagabend dürfen die Parallelen zum erfolgreichen Olympiajahr (noch) nicht gezogen werden. Nach einem fürchterlichen Sturz in Willingen (De) hatte sich Ammann einen Monat zurückgezogen und schaffte als Aussenseiter in Salt Lake City die Sensation. In diesem Winter unterbrach er vor vier Wochen nach der Japan-Tournee mangels Erfolg die Saison, zog sich in die eigenen vier Wände zurück und bestritt die Vorbereitungen auf die WM praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

In den 22 Springen der Saison hatte Ammann in 17 Teilnahmen bloss zehnmal die Finalqualifikation geschafft. Rang 6 beim Neujahrs-Springen in Garmisch-Partenkirchen und ein 10. Platz in Hakuba (Jap) bildeten bislang die einzig zählbaren Resultate für den Doppel-Olympiasieger, der im Weltcup-Zwischenklassement Position 36 einnimmt.

Ammanns Teamkollegen Sylvain Freiholz, Andreas Küttel und Marco Steinauer hingegen bereiten Trainer Berni Schödler Sorgen. In ihrer derzeitigen Form steht die Qualifikation für den Wettkampf vom Samstagabend auf wackligen Füssen.

Immer mehr Beobachter tippen inzwischen auf den Finnen Matti Hautamäki als Weltmeister. Am Mittwochabend hatte er in allen drei Durchgängen Rang 1 belegt, 24 Stunden später stand er wieder zweimal die Bestweite. Der Weltcup-Führende Sven Hannawald hat allerdings noch nicht ins Geschehen eingegriffen.

Klarheit herrscht im österreichischen Lager. In der teaminternen Qualifikation blieben Thomas Morgenstern und Andreas Kofler auf der Strecke. Martin Höllwarth und Christian Nagiller werden zusammen mit den gesetzten Andreas Widhölzl und Florian Liegl um die Medaillen kämpfen.

Training Skispringen - Resultate Val di Fiemme (It)

WM. Skispringen. Grossschanze. 2. Trainingstag. 1. Durchgang (Gate 14): 1. Matti Hautamäki (Fi) 126 m. 2. Simon Ammann (Sz) 125,5. 3. Veli-Matti Lindström (Fi). 4. Tami Kiuru (Fi) 120. 5. Tommy Ingebrigtsen (No) 118,5. 6. Adam Malysz (Pol) 118. -- Ferner die Schweizer: 41. Sylvain Freiholz 99,5. 50. Andreas Küttel 95. 54. Marco Steinauer 94,5.

2. Durchgang (Gate 14): 1. Florian Liegl (Ö) 128,5. 2. Noriaki Kasai (Jap) 127,5. 3. Malysz und Matti Hautamäki 126. 5. Robert Kranjec (Sln) 123,5. 6. Andreas Widhölzl (Ö) 123. -- Ferner: 31. Ammann 108. 50. Freiholz 99. 54. Küttel 97,5. 57. Steinauer 97.

3. Durchgang (Gate 15): 1. Matti Hautamäki und Sigurd Pettersen (No), je 127. 3. Arttu Lappi (Fi) und Malysz, je 125,5. 5. Kiuru 125. 6. Roar Ljökelsöy (Fi) 124,5. -- Ferner: 17. Ammann 119,5. 43. Freiholz 106,5. 47. Steinauer 104. 50. Küttel 102.

Si

(Hans Leuenberger/sda)

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