Ski nordisch: Mit Mühe und Not das Minimalziel erreicht
publiziert: Freitag, 19. Dez 2003 / 16:43 Uhr

Die Schweizer Skispringer erreichten beim Heimweltcup in Engelberg in der Qualifikation bloss das Minimalziel. Andreas Küttel und Simon Ammann schafften mit mässigen Leistungen die Teilnahme für das Springen vom Samstag, Marco Steinauer und Marc Vogel blieben auf der Strecke.

Nach zwei verpassten Qualifikationen hat Simon Ammann den Cut wieder einmal geschafft.
Nach zwei verpassten Qualifikationen hat Simon Ammann den Cut wieder einmal geschafft.
Doppel-Olympiasieger Ammann liess auch in Engelberg keinen Aufwärtstrend erkennen. Bereits die zwei Trainingssprünge am Freitagmorgen misslangen und in der Qualifikation fand er nach einem Flug auf 105,5 m als 48. gerade noch Unterschlupf im 50-köpfigen Feld vom Samstag. "Ich kann meine Technik nicht wunschgemäss umsetzten. Ich bin zwar voll motiviert, aber nicht locker genug", erklärte der Toggenburger.

Seine Verkrampfung dokumentierte sich bereits in der Anlaufspur, in der er über 2 km/h auf die Schnellsten verlor. Allein durch das Material oder das geringere Körpergewicht lässt sich dieser Rückstand nicht rechtfertigen.

"Ich habe genau gerechnet", versuchte der Toggenburger seine schlechte Leistung mit Humor zu nehmen. Seine Technik lässt derzeit keine weiten Flüge zu. Den Weg aus dem Tief würde er möglicherweise durch viele Sprünge finden. Doch gerade in dieser Beziehung blickt Ammann auf eine schlechte Woche zurück.

Am Montag in Titisee-Neustadt (De) wie auch am Donnerstag in Engelberg konnte der 22-Jährige nicht über den Bakken. Die Anlaufspur der Titlisschanze war durch den Wind ausgetrocknet worden, weshalb der Schnee nach dem Einsatz des Spurgeräts wie Styropor zerfiel. Nach Einsatz von Wasser wurde die Anlage erst am Freitag freigegeben.

Die Leistungssteigerung für den Wettkampf muss Ammann nun auf mentaler Ebene herbeiführen, will er in dieser Saison zum zweiten Mal nach Kuusamo (Fi) in die Weltcuppunkte springen.

Andreas Küttel blieb mit 111 m ebenfalls hinter den eigenen Erwartungen zurück. Der Einsiedler, derzeit die Nummer 1 im Team, fand nicht zum stabilen Flugsystem und verschenkte so die fehlenden 15 bis 20 Meter zur Weltspitze. Der Speed am Schanzentisch hingegen darf sich sehen lassen.

Nach seinem Ausscheiden mit 95,5 m muss Marco Steinauer ernsthaft um die Teilnahme an der Vierschanzentournee bangen. Nur Weltcuppunkte beim zweiten Springen am Sonntag oder allenfalls eine Top-Ten-Klassierung im Continentalcup über die Weihnachtstage könnten ihm noch die Fahrkarte zum Saisonhöhepunkt bringen. "Ich habe es selber vergeigt", meinte der Routinier im Team. "Ich wüsste wie es geht, doch im entscheidenden Moment bringe ich die Leistung nicht." Er gebe aber nicht auf und werde kämpfen, bis er aus dem Loch gefunden habe.

Den stärksten Eindruck hinterliess der finnische Vierschanzentourneesieger Janne Ahonen mit Bestweiten in der Qualifikation (128 m) und im ersten Training (133,5). Auch Sven Hannawald (De) mit drei Versuchen zwischen 127 und 128 m legte eine beeindruckende Konstanz an den Tag.

Als Podestanwärter gilt auch Ahonens Landsmann Matti Hautamäki, der sich mit der Bestweite im zweiten Training (128,5) und Rang 3 im Wertungsdurchgang empfahl. Die deutsche Nachwuchshoffnung Maximilian Mechler setzte sich mit 127 m im Klassement jener 47 Springer durch, die nicht wie die Top 15 des Weltcups automatisch für das Weltcusspringen gesetzt sind. In der Gesamtabrechnung reichte seine Leistung zu Rang 4.

Qualifikation für das Springen vom Samstag (Gate 24):

1. Maximilian Mechler (De) 116,6 (127 m). 2. Jussi Hautamäki (Fi) 111,2 (124). 3. Morten Solem (No) 110,0 (125). 4. Michael Uhrmann (De) 109,9 (123). 5. Martin Schmitt (De) 107,2 (121,5). 6. Georg Späth (De) 107,1 (122). Ferner: 23. Andreas Küttel (Sz) 86,8 (111). 32. Simon Ammann (Sz) 76,9 (105,5). -- Nicht qualifiziert: 43. Marc Vogel (Sz) 62,2 (99,5). 46. Marco Steinauer (Sz) 55,4 (95,5). -- 47 klassiert. -- Vorqualifizierte (Top 15

Weltcup/Gate 24): 1. Janne Ahonen (Fi) 210,3 (128,5). 2. Sven Hannawald (De) 118,1 (127). 3. Matti Hautamäki (Fi) 117,6 (127). 4. Andreas Widhölzl (Ö) 115,8 (126). 5. Martin Höllwarth (Ö) 113,1 (124,5). 6. Adam Malysz (Pol) und Peter Zonta (Sln), je 108,9 (123).

1. Training (Gate 24): 1. Ahonen 133,5 m. 2. Sigurd Pettersen (No) 130,5. 3. Malysz und Hannawald 127,5. 5. Höllwarth 126,5. 6. Matti Hautamäki 125. Ferner: 30. Küttel 113,5. 42. Steinauer 108. 49. Ammann 104,5. 57. Vogel 100,5.

2. Training (Gate 24): 1. Matti Hautamäki 128,5. 2. Hannawald 128. 3. Ahonen 127. 4. Höllwarth 126. 5. Pettersen 125,5. 6. Tami Kiuru (Fi) 125. -- Ferner: 46. Vogel 106,5. 47. Küttel 106. 60. Ammann 100. 62. Steinauer 94,5.

(von Hans Leuenberger, Engelberg /Si)

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