Ski nordisch: Reto Burgermeister hielt sein Wort
publiziert: Samstag, 13. Dez 2003 / 15:44 Uhr / aktualisiert: Samstag, 13. Dez 2003 / 16:24 Uhr

Beim Langlauf-Weltcup in Davos hat Reto Burgermeister die hohen Erwartungen erfüllt. Der Zürcher kam auf den ausgezeichneten 10. Platz. In seinem Sog überraschte Wilhelm Aschwanden (18.). Die Sieger hiessen Andrus Veerpalu und Walentina Schewschenko.

Bester Schweizer war Reto Burgermeister auf dem zehnten Rang.
Bester Schweizer war Reto Burgermeister auf dem zehnten Rang.
Schon im Herbst hatte Reto Burgermeister Davos als seinen Saisonhöhepunkt bezeichnet. Der Zürcher Oberländer hielt Wort und wartete beim Heimrennen, das den Schweizern auf Jahrzehnte hinaus mehr Häme als Ruhm beschert hatte, mit einer Glanzleistung auf.

Nach einem schnellen Start, der ihn bis über die Hälfte der 15-km-Distanz auf Position 15 beliess, vermochte sich Burgermeister am Schluss noch zu steigern und auf Rang 10 vorzustossen.

"Ich konnte einen hohen Rhythmus konstant durchziehen und am Schluss noch zusetzen", meinte Burgermeister nach dem viertbesten Weltcup-Ergebnis seiner Laufbahn. Der beste Schweizer lobte die ausgezeichnete Arbeit der Serviceleute, die ihm einen hervorragenden Ski präpariert hatten. Noch grösser war das Glück von Wilhelm Aschwanden.

Der nicht mehr dem Kader angehörende Marbacher verzeichnete als 18. seine stärkste Leistung im Weltcup seit mehr als zwei Jahren. Als Aschwandens Vorteil erwies sich, dass er während vier Runden dem vor ihm gestarteten Wladimir Wilissow (Russ) folgen konnte. "Ich bin überglücklich. Diese Leistung hätte ich von mir nicht erwartet", sagte Aschwanden.

Als 24. hätte Beat Koch eine seit Jahren im Schweizer Langlauf nicht mehr erzielte Weltcup-Bilanz ergänzt. Doch ihm war in der vierten von sechs Runden ein folgenschwerer Irrtum unterlaufen.

An den Ski-Enden von Eldar Rönning (No), der ihn eingeholt hatte, wählte Koch beim Verlassen des Skistadions den linken statt wie vorgeschrieben den rechten Korridor. Dieses Missgeschick hatte gemäss Reglement die Disqualifikation beider Athleten zur Folge.

Sogar bei den Schweizerinnen konnte ein Aufwärtstrend festgestellt werden, auch wenn er sich noch nicht im Gewinn von Weltcup-Zählern niderschlug.

Der 32. Platz von Laurence Rochat stellte immerhin einen Hoffnungsschimmer dar, zumal die Westschweizerin erklärte, ohne Probleme über die 10-km-Distanz gekommen zu sein. In der Regel hatte Rochat ansonst nach fünf Kilometern eine Krise zu überwinden gehabt.

An der Spitze hatte sich bei den Männern ein spannendes Duell zwischen Andrus Veerpalu und dem erst 20-jährigen Nikolai Pankratow entwickelt. Der zwölf Jahre ältere Este behielt um bescheidene 2,5 Sekunden die Oberhand. Veerpalu, der 15-km-Olympiasieger von Salt Lake City, feierte seinen erst zweiten Weltcup-Erfolg.

Überraschungsmann Pankratow war vor zwei Jahren mit der russischen Staffel Weltmeister bei den Junioren geworden und hatte im letzten Winter an der Universiade zwei Goldmedaillen gewonnen. Auf seinen 2. Rang kam Pankratow bei seinem erst fünften Weltcup-Einsatz. Mit diesem Hinweis wurde aufgezeigt, über welches Potenzial der Athlet aus Jekaterinenburg verfügt.

Ebenfalls den zweiten Weltcup-Erfolg ihrer Karriere feierte Walentina Schewschenko. Mit 15,4 Sekunden Vorsprung auf Virpi Kuitunen (Fi) setzte sich die Ukrainerin relativ klar durch.

Weil Kristina Smigun (Est) als Siebente ihr schlechtestes Saisonergebnis verzeichnete, wechselte die Weltcup-Führung zu Schewschenko. Auch bei den Männern kam es zu einem Leaderwechsel. Mathias Fredriksson (Sd, 9.) musste die gelbe Startnummer an René Sommerfeldt (De, 4.) abtreten.

Männer. 15 km (klassische Technik): 1. Andrus Veerpalu (Est) 38:13,8. 2. Nikolai Pankratow (Russ) 2,5. 3. Anders Södergren (Sd) 20,6. 4. René Sommerfeldt (De) 29,2. 5. Kris Freeman (USA) 37,8. 6. Axel Teichmann (De) 39,1. 7. Jens Arne Svartedal (No) 39,3. 8. Frode Estil (No) 43,5. 9. Mathias Fredriksson (Sd) 48,5. 10. Reto Burgermeister (Sz) 51,1.

Ferner die weiteren Schweizer: 18. Wilhelm Aschwanden 1:23,3. 38. Christoph Schnider 1:54,6. 42. Patrik Mächler 2:07,8. 45. Gion Anrea Bundi 2:10,9. 54. Christian Stebler 2:30,9. 61. Dominik Walpen 2:53,9. 64. Christophe Frésard 3:06,0. 66. Thomas Schmid 3:18,1. 71. Urs Graf 3:48,1. 72. Toni Livers 3:49,5. 75. Thomas Diezig 3:57,2. 77. Andreas Zihlmann 4:08,9. 79. Dominik Berchtold 4:14,0. 80. Tino Mettler 4:17,0. 82. Thomas Frei 4:23,1. 86. Martin Michel 5:14,5. 87. Simon Dräyer 5:21,0. 88. Thomas Suter 5:23,0. -- 88 klassiert. Disqualifiziert: Beat Koch (Sz), Eldar Rönning (No) und Roman Leybjuk (Ukr, alle wegen falscher Wahl des Laufkorridors).

Weltcup (6/25): 1. Sommerfeldt 263. 2. Fredriksson 245. 3. Teichmann 240. 4. Södergren 229. 5. Pietro Piller Cottrer (It) 175. 6. Veerpalu 166. -- Ferner die Schweizer: 40. Burgermeister 28. 42. Markus Hasler (Lie) 28. 60. Aschwanden 13. 68. Peter von Allmen 9. 76. Christian Stebler 6. -- 85 klassiert.

Frauen. 10 km (klassische Technik): 1. Walentina Schewschenko (Ukr) 28:20,1. 2. Virpi Kuitunen (Fi) 15,4. 3. Gabriella Paruzzi (It) 16,4. 4. Marit Björgen (No) 27,8. 5. Aino Kaisa Saarinen (Fi) 29,2. 6. Hilde Pedersen (No) 29,4. 7. Kristina Smigun (Est) 48,3. 8. Anna Dahlberg (Sd) 52,3. 9. Lilia Wasilijewa (Russ) 56,2. 10. Vibeke Skofterud (No) 1:02,1. -- Ferner die Schweizerinnen: 32. Laurence Rochat 2:00,0. 43. Andrea Huber 2:26,0. 45. Seraina Mischol 2:32,8. 58. Seraina Boner 3:37,3. 61. Ursina Badilatti 4:21,5. 62. Nicole Kunz 5:39,4. 63. Domenica Oswald 5:39,4. -- 63 klassiert.

Weltcup (6/25): 1. Schewschenko 400. 2. Smigun 396. 3. Paruzzi 345. 4. Claudia Künzel (De) 246. 5. Kuitunen 237. 6. Olga Sawjalowa (Russ) 233. -- 66 klassiert.

(bsk/Si)

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