Ski nordisch: Steigerung der Schweizer notwendig
publiziert: Samstag, 3. Jan 2004 / 15:33 Uhr / aktualisiert: Samstag, 3. Jan 2004 / 17:25 Uhr

Die Schweizer Skispringer Simon Ammann und Andreas Küttel haben in der Qualifikation für das Weltcup-Springen in Innsbruck nicht restlos überzeugt. Will das Duo auch an der dritten Station der Vierschanzentournee den Finaldruchgang erreichen, ist eine Steigerung notwendig.

Simon Ammann sprang 117,5 m weit. Bild: Archiv.
Simon Ammann sprang 117,5 m weit. Bild: Archiv.
Der Doppel-Olympiasieger Ammann holte zwar viel aus seinem Sprung heraus, landete aber wie zuletzt im Wettkampf nicht optimal und konnte auch nicht von den besten Windverhältnissen profitieren.

117,5 Meter reichten zum 23. Platz, womit er aufgrund des K.O.-Systems wieder als einer der Ersten in die Spur muss. Das Springen auf der Bergisel-Schanze wird mit einem reizvollen Duell der letzten beiden Olympiasieger auf der Grossschanze um 13.45 Uhr eröffnet werden.

Kazuyoshi Funaki (Jap), Tournee-Gesamtsieger 1997/98 und Triumphator in Nagano mit zwei Gold- und einer Silbermedaille (Normalschanze) misst sich gegen seinen Nachfolger aus der Schweiz.

Ammann hält gute Karten in der Hand, zumal er sich im Verlaufe der Tournee in den entscheidenden Momenten immer zu steigern wusste. Der Japaner hingegen enttäuschte bislang und schaffte einzig als 33. in Garmisch-Partenkirchen überhaupt den Einzug in die Tournee-Wertung.

"Eigentlich würde ich lieber später in den Wettkampf steigen", erklärte Ammann, der am Freitag im Kino beim Streifen "Herr der Ringe" dem Tournee-Alltag zu entfliehen versuchte.

Noch im Training hatte Andreas Küttel seinen Teamkollegen zweimal übertroffen, doch im Wertungssprung lief einiges schief. Der leicht verunsicherte Einsiedler war froh, die Qualifikation überhaupt geschafft zu haben.

"Es war ein Sprung ohne Leben." Er wisse auch nicht genau, wieso es nicht geklappt habe. Keine Rolle habe die mögliche Müdigkeit durch den Tourneestress gespielt. Küttel hatte mit einem Krafttraining am Freitag nochmals Reize gesetzt.

Mit 112,5 m kam der Einsiedler nicht über einen der hintersten Startplätze hinaus und bekommt es nun mit dem dreifachen Weltcup-Gesamtsieger und Doppelweltmeister Adam Malysz zu tun. Ein Sieg liegt gegen den Polen kaum drin, auch wenn dieser derzeit nicht die gewohnte Souveränität ausstrahlt.

Möglicherweise gelingt Küttel zum dritten Mal im Rahmen dieser Tournee der Finalvorstoss via Lucky-Loser-Wertung. In diesem Klassement dürfte er Konkurrenz von Sven Hannawald (De) bekommen, der unter Buh-Rufen des Publikums nicht zum Qualifikationssprung erschien. Der Deutsche trifft wie schon in Garmisch-Partenkirchen auf Janne Ahonen.

Der Vorjahres-Sieger von Innsbruck hinterliess einen bestechenden Eindruck mit der Bestweite von 129,5 (m). Tournee-Leader Sigurd Pettersen (No) und sein Verfolger Martin Höllwarth (Ö) zeigten keine Schwächen.

Qualifikation. Gate 15 (2 Springer):

1. Janne Ahonen (Fi) 131,1 (129,5 m). 2. Sigurd Pettersen (No) 127,7 (126,5). -- Gate 16: 1. Noriaki Kasai (Jap) 135,6 (129,5). 2. Martin Höllwarth (Ö) 132,0 (127,5). 3. Thomas Morgenstern 130,2 (126,5). 4. Georg Späth (De) 128,8 (126). 5. Lars Bystöl (No) 128,3 (126). 6. Tommy Ingebrigtsen (No) 126,0.

Ferner: 8. Adam Malysz (Pol) 123,2 (124). 9. Michael Uhrmann (De) 122,3 (123,5). 17. Martin Schmitt (De) 113,6 (119,5). 23. Simon Ammann (Sz) 111,0 (117,5). 24. Kazuyoshi Funaki (Jap) 110,9 (118). 39. Andreas Küttel 102,0 (112,5). 68. Andreas Widhölzl (Ö) 17,4 (73), als Top 15 des WC-Klassements gesetzt. -- Nicht angetreten: Sven Hannawald (De). -- 71 klassiert.

Die wichtigsten Paarungen des K.O.-Durchgangs:

Funaki - Ammann (1. Paarung), Akira Higashi (Jap) - Uhrmann, Küttel - Malysz, Alexej Silajew (Russ) - Späth, Marcin Bachleda (Pol) - Morgenstern, Christian Nagiller - Höllwarth, Primoz Peterka (Sln) - Noriaki Kasai (Jap), Widhölzl - Pettersen, Hannawald - Ahonen.

(von Hans Leuenberger, Innsbruck /sda)

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